Trekkingrucksack

Egal ob für Wanderungen, mehrtägige Trips oder einfach für den Alltag: Trekkingrucksätze sind vielseitig einsetzbar und werden für ihre vielen Vorteile geliebt. Du kannst sie einfach an deine Körperform anpassen und das Gewicht mit zusätzlichen Gurten gut verteilen. Außerdem haben sie viel Stauraum und sind bequem zu tragen. Ein absolutes Muss für jeden Wanderliebhaber.

Mit unserem großen Trekkingrucksack Test 2019 wollen wir dir dabei helfen, den für dich besten Trekkingrucksack zu finden. Wir haben Trekkingrücksäcke für Tages- und Mehrtagestouren, Rücksäcke für Backpacker, Kletterer sowie Skitouren miteinander verglichen und die jeweiligen Vor- sowie Nachteile dazu aufgelistet, um dir die Kaufentscheidung so einfach wie möglich zu machen.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Trekkingrucksäcke gibt es so gut wie für jedes Bedürfnis und jede Kategorie – egal ob Tages-, Mehrtages- und Pilgertouren oder Backpacking und autarkes Trekking.
  • Gute Outdoorrucksäcke kannst du anhand eines individuell verstellbaren Tragsystems und leicht einstellbaren Schulter-, Brust- und Hüftgurten genau auf deinen Körperbau und deinen Rücken anpassen.
  • Wanderrucksäcke verfügen außerdem über viele praktische Details wie zum Beispiel Kompressionsriemen, Befestigungsmöglichkeiten, eine Vorrichtung für ein Trinksystem, eine integrierte Regenhülle oder eine Signalpfeife für Notfälle.

Trekkingrucksack Test: Favoriten der Redaktion

Der Trekkingrucksack mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis

Den Rucksack von Outdoorer kommt für dich in Frage, wenn du mehrere Tage – oder sogar mehrere Wochen – mit viel Gepäck unterwegs sein wirst und dafür viel Stauraum benötigst. Das Fassungsvermögen des Trekkingrucksacks umfasst 70 Liter, zudem ist er wasserabweisenden, dank der ULY/PU Beschichtung.

Das Tragegestell lässt sich anhand von den Schultergurten, dem Brustgurt und dem Hüftgurt leicht einstellen und auf jeden Körper individuell anpassen. Alle Gurte und der Rücken sind gepolstert, sodass auch das Tragen von hohen Gewichten bequem ist. Neben dem geräumigen und zweigeteilten Hauptfach gibt es noch diverse Nebenfächer, unter anderem ein Schlafsackfach.

Der beste wasserdichte Trekkingrucksack

Den Rucksack „Urban Survival Technology“ von Semptec kannst du als Trekkingrucksack für Mehrtagestouren, Backpacking, Pilgern und autarkes Trekking nutzen. Mit einem Gewicht von 1,1 kg bei Maßen von 84 x 36 x 23 cm und einem Volumen von 70 Litern handelt es sich um einen relativ großen Trekkingrucksack mit viel Stauraum und einem leichten Leergewicht.

Die robusten und strapazierfähigen Nähte und der obere Verschluss halten auch hohen Gewichts- und Dehnungsbelastungen stand. Der Rucksack ist 100% wasserdicht. Das Material, das aus einer LKW-Plane besteht, die verschweißten Nähte und die Öffnung zum einrollen garantieren die 100 prozentige Wasserdichtheit.

Der beste Allround Trekkingrucksack

Dieser Rucksack wurde von Amazon als Amazon’s Choice ausgezeichnet und von vergangenen Kunden überdurchschnittlich gut bewertet. Er ist in 3 verschiedenen Größen erhältlich und mit einem Innengestell, sowie einem Regenschutz ausgestattet.

Der Backpackerrucksack bietet großen Stauraum durch zahlreiche Aufbewahrungstaschen und Fächer. Die Gurte und Riemen sind durch die leichten Polsterungen angenehm auf dem Rücken zu tragen und an den Verwender individuell anpassbar. Das offenzellige Lendenwirbelpolster sorgt für eine zusätzliche Belüftung des unteren Rückens an heißen Tagen.

Der beste 45 Liter Trekkingrucksack

Der 45 Liter Trekkingrucksack von HOMIEE wurde aus hochwertigem Nylonfutter angefertigt und sorgt für einen angenehmen Tragekomfort, sowie Atmungsaktivität. Das Material ist wasserabweisend und leicht zu reinigen. Dank der gepolsterten Schultergurte und dem gepolsterten Rückenteil ist der Trekkingrucksack auch über einen längeren Zeitraum angenehm zu tragen.

Das robuste Design und der große Stauraum werten den Rucksack auf und erlauben eine ideale Nutzung der Innenfächer. Ein weiteres Highlight des Rucksacks sind die verstellbare Passform am Oberkörper, ein verstellbarer Hüftgurt und verstellbare Schulterträger. Dies ermöglicht ein individuelles Anpassen des Rucksacks auf diverse Körpergrößen. Außerdem können Wertsachen in einer diebstahlsicheren Tasche auf der Rückseite verstaut werden.

Der beste 65 Liter Trekkingrucksack

Den Rucksack „Mount Cook“ von AspenSport kannst du hauptsächlich als Trekkingrucksack für Mehrtagestouren von Hütte zu Hütte nutzen. Mit einem Gewicht von 2,2 kg und einem Volumen von 65 Litern handelt es sich um einen relativ großen Tourenrucksack. Die gut durchdachten Befestigungsmöglichkeiten für Trekkingstöcke, Isomatte, Schlafsack oder Zelt und Co. sind vielzählig vorhanden.

Mit den Kompressionsriemen kann man den Outdoorrucksack komprimieren, das heißt die Größe des Rucksacks an seinen Inhalt anpassen und somit eine optimale Gewichtsverteilung erreichen. Generell kann der Rucksack für Menschen mit einer Körpergröße von 1,50 m bis 2 m eingestellt werden. Der hohe Tragekomfort wird durch den ergonomisch gepolsterten Rücken und die weichen Tragegurte gesichert. Die Schultergurte, die Rückenpolsterung und der Hüftgurt sind mit weichem atmungsaktivem Material gepolstert.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Trekkingrucksack kaufst

Wann sollte ich mir einen Trekkingrucksack anschaffen?

Du planst, dich in der nächsten Zeit öfter einen oder mehrere Tage draußen im Freien aufzuhalten? Du möchtest Wandern, Klettern, Campen, Bergtouren oder Skitouren machen? Oder brauchst du einfach nur einen praktischen Rucksack für die Schule, die Uni oder die Arbeit?

Ein Trekkingrucksack ist ein sehr vielseitiges und multifunktionales Produkt mit vielen Einsatzbereichen. Er kann sozusagen das „Mädchen für alles“ sein.

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Trekkingrucksack sind sehr praktisch. Sie bieten sehr viel Platz. Man kann einen Rucksack mit verschiedenen Funktionen kaufen. Quelle: Pixabay.com

Deshalb raten wir dir zum Kauf eines Outdoorrucksackes, sobald du eine Aktivität planst, die diesen Kategorien entspricht. Du wirst deinen neuen Backpack mit seinen vielen Funktionen, Vorteilen und Details schnell lieben lernen.

Und wenn du einmal in den praktischen Genuss eines Trekkingrucksackes gekommen bist, wirst du nie wieder darauf verzichten wollen. Dazu empfehlen wird dir bei Wandervorhaben auch auf das richtige Schuhwerk zu achten und bei Bedarf ein kleines Zelt für die Nacht oder auch nur zum Rasten mitzunehmen.

Was kostet ein Trekkingrucksack?

Was du für deinen neuen Outdoor-Begleiter bezahlen musst, hängt ganz von deinem Vorhaben ab. Große Rucksäcke kosten mehr als kleine. Mehr praktische Details sind teurer als wenige Details. Markenrucksäcke sind meistens kostspieliger als Noname- oder Discounterrucksäcke.

Im Folgenden werden wir dir eine Tabelle zeigen, damit du einen klaren Überblick über die Preisklassen von Outdoorrucksäcken hast.

Kategorie Preisspanne
Tagestouren, Freizeit ca. 10–200€
Mehrtagestouren ca. 40–400€
Backpacking, Pilgern, autarkes Trekking ca. 100–400€
Klettern ca. 40–250€
Skitouren ca. 50–900€

Wo kann ich einen Trekkingrucksack kaufen?

Trekkingrucksäcke kannst du sowohl im Outdoor-Fachhandel, als auch im Internet kaufen. Im Outdoor-Fachhandel bekommst du eine kompetente Beratung und kannst einfach alle Fragen stellen, die dir in den Sinn kommen.

Das ist im Internet nicht ganz so einfach. Im Internet stehen dir die Informationen der Hersteller und oft auch die Erfahrungsberichte von anderen Kunden zur Verfügung.

Deine Fragen können nur dadurch beantwortet werden. Allerdings sind die Preise im Internet meisten viel günstiger. Deshalb kaufen mittlerweile viele Menschen ihren Trekkingrucksack beim Online-Shopping im Internet.

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Beim Kauf von Trekkingrucksäcken ist es grundsätzlich ratsam, nicht online zu bestellen, sondern sich in einem Fachhandel beraten zu lassen.

Unseren Recherchen nach kannst du deinen Trekkingrucksack bei diesen Fachhändlern und Internetseiten erhalten:

  • Globetrotter
  • Sportscheck
  • Decathlon
  • Intersport
  • Amazon
  • Ebay
  • Zalando
  • Otto
  • Bergzeit
  • Bergfreunde
  • Outdoortrends
  • Rucksack

Die bekanntesten Markenhändler sind:

  • Jack Wolfskin
  • Deuter
  • Fjäll Raven
  • Kajka
  • Osprey
  • Tatonka
  • Vaude
  • Lowe Alpin

Entscheidung: Welche Arten von Trekkingrucksäcken gibt es und welche ist die richtige für dich?

Trekkingrucksäcke zeichnen sich durch ihre Komplexität, ihre Vielfältigkeit und ihr Anpassungsvermögen aus. Deshalb gibt es nicht den einen Trekkingrucksack, sondern für jedes deiner Bedürfnisse, für jedes deiner Vorhaben und für deinen Körperbau genau den Richtigen.

In der folgenden Aufzählung findest du bestimmt die Kategorie, die zu deinem Vorhaben passt.

  • Trekkingrucksack für Tagestouren
  • Trekkingrucksack für Mehrtagestouren (z.B. der Wild Atlantic Way in Irland)
  • Trekkingrucksack für Backpacker, Pilgerer & autarke Trekker (z.B. der Jakobsweg)
  • Trekkingrucksack für Kletterer
  • Trekkingrucksack für Skitouren

Nun werden wir dir alle Kategorien von Outdoorrucksäcken erklären und ihre individuellen Vorteile gegenüber den anderen Kategorien aufzeigen.

Was macht einen Trekkingrucksack für Tagestouren aus und welche individuellen Vorteile hat er gegenüber den anderen Kategorien?

Der Tagesrucksack für Trekkingtouren eignet sich hervorragend für dich, wenn dein Einsatzbereich Tageswanderungen sind und du nur das Nötigste einpacken möchtest.

Dazu zählen zum Beispiel etwas zu Essen, etwas zu Trinken und eine Wanderkarte und gegebenenfalls Trekkingstöcke.

Für eine Regen- oder Windjacke findest du auch noch Platz in deinem Tagesrucksack.

Vorteile
  • Leicht
  • Klein
  • Kompakt
  • Auch als Handgepäck, Cityrucksack und Fahrradrucksack verwendbar
Nachteile
  • Sehr wenig Stauraum

Einen Wanderrucksack für Tagestouren nennt man auch Daypack. Sein Volumen umfasst bis zu 30 Liter. Er ist also sehr kompakt, besonders leicht und klein. Die meisten Rucksäcke für Tageswanderungen haben außen zwei Seitentaschen, in denen du deine Trinkflaschen platzieren kannst.

Annika AnaniasExpertin für Wandern & Trekking

„Um euren Rucksack richtig zu tragen, lockert alle Strippen und Schlaufen an euren Rucksack bevor ihr ihn aufsetzt. Der Brustgurt sollte nicht sehr eng sitzen, aber so dass die Schulterriemen in Position gehalten werden.“

Was macht einen Trekkingrucksack für Mehrtagestouren aus und welche individuellen Vorteile hat er gegenüber den anderen Kategorien?

Du hast vor für ein paar Tage von Hütte zu Hütte zu wandern? Außer Ausrüstung wie ein paar Anziehsachen, Trinkflaschen, deinen Wanderstöcken und wenigen persönlichen Utensilien möchtest du nichts Anderes einpacken?

Dann ist in diesem Einsatzbereich der Wanderrucksack für Mehrtagestouren der Richtige für dich.

Vorteile
  • Genug Platz, um einige Tage von Hütte zu Hütte wandern zu können
  • Bietet bei Klettersteig- und Hochtouren Platz für ein Klettersteigset, Helm und Steigeisen
  • Trotzdem noch relativ leicht und kompakt
  • Multifunktional: auch als Schulrucksack, Unirucksack oder Arbeitsrucksack verwendbar
Nachteile
  • Kein Platz für Zelt, Isomatte, Schlafsack und Gaskocher

Tourenrucksäcke für mehrtätige Trekkingtouren beinhalten Platz für 30 bis 65 Liter. Sie bieten dir genug Platz, um Material für einige Tage zu verstauen. Außerdem eignet er sich gut für Klettertsteigouren und Hochtouren, da er – im Gegensatz zu einem Tagesrucksack – auch noch genug Stauraum für  Ausrüstungen wie ein Klettersteigset, einen Helm und Steigeisen besitzt.

Was macht einen Trekkingrucksack für Backpacker, Pilgerer und autarke Trekker aus und welche individuellen Vorteile hat er gegenüber den anderen Kategorien?

Backpacking heißt, nur mit einem großen Backpack umherzureisen und alles was man braucht in diesem Rucksack zu verstauen. Pilgern bedeutet, nur mit einem Rucksack bepackt zu religiösen Orten zu wandern und das oft mehrere Wochen am Stück.

Autarke Trekker wandern mehrere Tage bis hin zu Wochen abseits der Zivilisation und sind komplett auf alles, was sich in ihrem Backpackerrucksack befindet, angewiesen.

Vorteile
  • Viel Stauraum
  • Auch als Reisekoffer oder Reiserucksack verwendbar
  • Teilweise abnehmbarer Daypackrucksack integriert
Nachteile
  • Sehr groß, schwer und sperrig
  • Nur für lange Wanderungen mit viel Gepäck geeignet

Ein Trekkingrucksack für Backpacker, Pilgerer und autarke Trekker umfasst üblicherweise 65 bis 110 Liter. Es gibt aber auch größere Outdoorrucksäcke, die bis zu 150 Liter Füllvolumen bieten. Falls du also Backpacken, Pilgern oder autark Wandern möchtest, hast du in diesem Rucksack genug Platz für ein Zelt, einen Schlafsack, eine Isomatte, Kleidung, einen Gaskocher, Nahrungsmittel und zu Trinken.

Für Reisende gibt es oft eine 2 in 1 Vorrichtung, bei der ein abnehmbarer Daypackrucksack in den großen Trekkingrucksack integriert ist. So ein großer Rucksack ist auch bestens als Campingrucksack dafür geeignet, um die nötige Ausrüstung für einen Campingurlaub einzupacken.

Was macht einen Trekkingrucksack für Kletterer aus und welche sind seine Vorteile und Nachteile gegenüber den anderen Kategorien?

Du möchtest Sportklettern, Mehrseillängenklettern oder technisch Klettern? Dafür brauchst du Exen, Expressen, Seile, Karabiner und noch viel mehr. Das ganze Material braucht einen bestimmten und gut strukturierten Platz an deinem Backpack, damit bei deiner Klettertour alles nach Plan läuft.

Deshalb haben Kletterrucksäcke – im Gegensatz zu den anderen Trekkingrucksäcken – auf die Kletterausrüstung spezialisierte Details. Für Exen, Expressen und Karabiner gibt es zum Beispiel aufgenähte Schlaufen, an denen du sie befestigen und bei Bedarf einfach abnehmen kannst. Außerdem gibt es Vorrichtungen, an denen du die Seile festzurren kannst. Manche Kletterrucksäcke haben auch einen Seilsack integriert.

Vorteile
  • Vorrichtungen für Kletterausrüstung
  • Maximale Bewegungsfreiheit
  • Schmal geschnitten
  • Eng am Körper anliegend
  • Kann man vollständig öffnen
Nachteile
  • Durch vollständige Öffnung können Teile herausfallen
  • Abgesehen von der Kletterausrüstung nicht für viel Gepäck geeignet

Trotz der ganzen Materialvorrichtungen wird bei Trekkingrucksäcken für Kletterer darauf geachtet, dass sie maximale Bewegungsfreiheit bieten, schmal geschnitten sind und eng am Körper anliegen. So bringt dein Rucksack dich beim Klettern nicht aus dem Gleichgewicht.

Das Volumen variiert zwischen 12 Liter und 35 Litern. Die kleinen Versionen ähneln leichten Daypacks, die großen Versionen eher Trekkingrucksäcken.

Ein weiteres Detail von Kletterrucksäcken ist, dass man sie mit einem Reißverschluss ganz öffnen kann, um schnell an das gewünschte Material zu gelangen. Gewöhnliche Outdoorrucksäcke kann man nur oben öffnen.

Was macht einen Trekkingrucksack für Skitouren aus und welche sind seine Vorteile gegenüber den anderen Kategorien?

Falls du eine Skitour machen möchtest, solltest du dir – nicht nur auf Grund der Befestigungsmöglichkeit für Skier, Helm, Seil, Pickel, Schaufel und Sonde – unbedingt einen Skitourenrucksack zulegen. Er besitzt Funktionen, die lebensrettend sein können.

Dazu gehört ein integrierter Rückenprotektor, der deine Wirbelsäule bei schweren Stürzen schützt. Noch wichtiger ist aber der eingebaute Lawinenairbag. Wenn du in eine Lawine gerätst, kannst du den Airbag auslösen und seine Luftkissen lassen dich auf der Lawine „schwimmen“.

Vorteile
  • Befestigungsmöglichkeiten fürs Skitourenmaterial
  • Integrierter Rückenprotektor
  • Eingebautes Lawinenairbagsystem
Nachteile
  • Aufgrund der vielen speziellen Details nicht wirklich für andere Aktivitäten außer Skitouren geeignet

Es gibt große Skirucksäcke mit bis zu 60 Litern Volumen für Mehrtagestouren, in die auch noch Kleidung und Proviant für mehrere Tage hereinpassen. Für Tagestouren gibt es dementsprechend kleinere Skirucksäcke, die auch zum Freeriden benutzt werden können.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Trekkingrucksäcke vergleichen und bewerten

Es gibt viele wichtige Bewertungskriterien, die du unbedingt beachten solltest, wenn du dir deinen neuen Trekkingrucksack aussuchst. Diese Bewertungskriterien gelten als Qualitätsmerkmale für alle Rucksackkategorien, aber ganz besonders für die großen Trekkingrucksäcke, mit denen du viel Gewicht transportieren möchtest.

Hier siehst du die wichtigsten Kriterien, mit denen du Trekkingrucksäcke bewerten und vergleichen kannst, auf einen Blick:

  • Gewicht
  • Volumen
  • Nähte und Reißverschlüsse
  • Regendichtigkeit
  • Tragegestell, Polsterung und Gurte
  • Rückenpolsterung vs. belüfteter Netzrücken
  • Befestigungsmöglichkeiten und Kompressionsriemen
  • Trinksystem
  • Integrierte Pfeife

Gewicht

Es ist klar, dass große Rucksäcke mehr wiegen als kleine. Dementsprechend sind Rucksäcke für mehrtägige bis mehrwöchige Unternehmungen schwerer als Tagesrucksäcke. Bei Daypacks ist das Leergewicht nicht ganz so wichtig wie bei Tourenrucksäcken.

Das Leergewicht eines Tourenrucksacks sollte allgemein 2,5 Kilogramm nicht überschreiten. Denn du schleppst nicht nur deinen Rucksack, sondern auch noch dein ganzes Gepäck. Und du wirst merken, dass am Ende jedes Kilogramm weniger – wenn nicht sogar jedes Gramm weniger – zählt.

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Leer sollte ein Trekkingrucksack nicht mehr als 2,5 Kilogramm wiegen. Bei mehrtägigen Reisen wird dein Rucksack natürlich schwerer sein als bei kleinen Unternehmungen.

Volumen

An dieser Stelle solltest du dich fragen, ob du dich auf deiner Trekkingtour selbst versorgst oder ob du immer Einkehrmöglichkeiten hast. Denn wenn auf deiner Packliste auch noch Nahrungsmittel und Zubereitungsgeräte stehen, steigt dein Volumenbedarf schnell in die Höhe.

Weitere Indikatoren für das richtige Volumen sind Jahreszeit und Wetterbedingungen. Im Winter brauchst du zum Beispiel viel mehr und voluminösere Kleidung als im Sommer und dementsprechend mehr Gesamtvolumen. Wenn das Wetter trocken ist, brauchst du weniger Kleidung als bei Regen und dementsprechend weniger Gesamtvolumen.

Nähte und Reißverschlüsse

Die Nähte eines Trekkingrucksacks sind sehr wichtig für die Struktur und die Haltbarkeit. Sie müssen – besonders, wenn man viel Gewicht transportiert – hohe Belastungen aushalten.

Umso wichtiger ist es, dass sie gut verarbeitet sind. Vorm Kauf solltest du auf jeden Fall checken, ob manche Nähte schon aufgegangen sind und, ob alles qualitativ hochwertig aussieht.

Wenn der Hersteller eine Garantie für die Reißverschlüsse übernimmt, kannst du sicher sein, dass es sich um langlebige und qualitativ hochwertige Reißverschlüsse handelt.

Auch die Qualität der Reißverschlüsse ist von hoher Bedeutung für deinen Trekkingrucksack. Mache alle Reißverschlüsse einmal auf und wieder zu, um zu überprüfen, ob ein Reißverschluss hakt. Achte auch darauf, ob die Reißverschlüsse sich stabil anfühlen.

Regendichtigkeit

Vor allem für Mehrtagestouren ist es wichtig, dass du deinen Rucksack und den Inhalt vor Regen und Feuchtigkeit schützt.

Die meisten Trekkingrucksäcke sind nur wasserabweisend und nicht 100% wasserdicht. Manche haben eine integrierte Regenplane oder Regenhülle, die du bei Bedarf nach Wasserdichte über deinen Rucksack stülpen kannst.

Falls dein Outdoorrucksack keinen integrierten Regenschutz hat, kannst du diesen in Outdoorfachgeschäften zusätzlich kaufen.

Tragegestell, Polsterung und Gurte

Dein neuer Trekkingrucksack sollte zu deinem Körper – insbesondere zu deinem Rücken – passen, damit du Fehlhaltungen oder Überlastungen vermeiden kannst. Das Tragesystem ist für die Lastenverteilung des Rucksacks verantwortlich. Normalerweise sind Rückensysteme verstellbar und lassen sich somit individuell an deinen Rücken anpassen.

Bevor du deinen Rucksack kaufst, solltest du ihn mit Gewicht beladen und so testen, ob sich das Tragegestell gut an deinen Rücken anpassen lässt. Damit dein neuer Outdoorrucksack sich bequem tragen lässt und nirgendswo drückt, solltest du dringend auf die Polsterung Acht geben.

Eine gute Polsterung am Rücken und an der Hüfte trägt maßgeblich zur gesamten Stabilität des Backpacks bei.

Da 70% des Gesamtgewichts auf der Hüfte liegen, solltest du hier auf keinen Fall an guter Polsterung sparen. Bei Trekkingrucksäcken gibt es drei Hauptgurte: die Schultergurte, der Hüftgurt und der kleine Gurt oberhalb der Brust.

Beim Kauf solltest du unbedingt auf einen guten Sitz achten und die geeignete Passform für deinen Körper achten.

Rückenpolsterung vs. Belüfteter Netzrücken

Was deinen Rücken betrifft, kannst du dich zwischen einer Rückenpolsterung oder einem Netzrücken entscheiden.

Beim Netzrücken ist eine optimale Belüftung gegeben, aber kaum Polsterung. Du musst bei der Anprobe selbst herausfinden, was für dich angenehmer ist.

Befestigungsmöglichkeiten und Kompressionsriemen

Damit du alles, was du brauchst, transportieren kannst, bieten Trekkingrucksäcke neben den Innenfächern auch noch äußere Befestigungsmöglichkeiten.

An ihnen kannst du zum Beispiel deinen Schlafsack, deine Isomatte oder deine Decke befestigen.

Außerdem haben die meisten Outdoorrucksäcke auch noch Werkzeughalterungen und Befestigungsmöglichkeiten für Trekkingstöcke, Trinkflaschen und eventuell einen Helm. Besonders, wenn du eine Mehrtagestour planst, sind Befestigungsmöglichkeiten sehr wichtig. Denn im Rucksack ist für diese Dinge meisten kein Platz mehr.

Kompressionsriemen kommen zum Einsatz, wenn der Rucksack nur halbvoll ist. Das kann verschiedene Gründe haben. Vielleicht gehst du nur eine Tagestour mit deinem Tourenrucksacken. Oder du bist am Ende deiner Tour und schleppst nicht mehr so viele Nahrungsmittel mit dir herum.

Wenn der Rucksack wie schon gesagt nur halb voll ist, eigenen sich die Riemen bestens dazu das Gepäck näher an den Rücken zu ziehen und somit den Tragekomfort und die Rückenfreundlichkeit spürbar zu erhöhen.

Trinksystem

Auf jeder Wanderung ist es immens wichtig genug zu trinken. Und wer hat schon Lust für jeden einzelnen Schluck den Rucksack abzusetzen und die Flaschen heraus zu kramen – besonders auf einem Klettersteig, man sich eigentlich mit beiden Händen festhalten möchte?

Hier kommt das Trinksystem ins Spiel. Ein Trinksystem besteht aus einem Behälter, der sogenannten Blase, und einem Schlauch. Die Trinkblasen umfassen 1,5 bis 3 Liter. Der Schlauch führt von der Blase über ein im Rucksack integriertes System zum Mund.

Mit diesem System ist das Trinken für dich sehr einfach, weshalb du wahrscheinlich mehr als gewöhnlich trinken wirst und so dein Körper immer mit genug Flüssigkeit versorgt ist.

Integrierte Pfeife

Bei vielen Trekkingrucksäcken befindet sich im Brustgurt eine integrierte Signalpfeife für Notrufe. Die Pfeife ist sehr laut und kann somit in einem großen Umfeld gehört werden.

Das würde zum Beispiel deine Bergung – falls du einmal verschollen sein solltest – erleichtern. Außerdem ist die Signalpfeife eine gute Kommunikationsmöglichkeit zum Beispiel bei Nebel, wenn du deine Begleiter nicht mehr sehen kannst.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Wanderrucksack

Wie packe ich meinen Trekkingrucksack richtig?

Du fragst dich, wie du deinen Trekkingrucksack richtig packst? Das ist ganz einfach. Im Allgemeinen musst du nur die 6 folgenden Tipps beachten:

  1. Bodenfach mit leichten, voluminösen Sachen füllen (zum Beispiel Schlafsack oder Daunenjacke)
  2. Schwere Sachen nahe an den Rücken
  3. Mit leichten bis mittelschweren Gegenständen stabilisieren (zum Beispiel normale Anziehsachen, Erste-Hilfe-Set, Essen)
  4. Alles, was häufig gebraucht wird, gehört ins Deckelfach (zum Beispiel Sonnenmilch, Kamera, Wanderkarte)
  5. Nur so wenig wie möglich einpacken (maximales Rucksackgewicht = 25% des Körpergewichts)
  6. Packbeutel für Ordnung im Rucksack und Schutz vor Feuchtigkeit verwenden

Wie packe ich meinen Wanderrucksack speziell für Tagestouren?

Können Trekkingrucksäcke von Discountern mit Markenrucksäcken mithalten?

Du fragst dich bestimmt, ob die Trekkingrucksäcke von Discountern wie zum Beispiel Lidl und Aldi mit Markenrucksäcken mithalten können.

Die Trekkingrucksäcke von Aldi, Lidl und Co. bestechen mit unschlagbar günstigen Preisen. Außerdem gibt es meistens auf den ersten Blick keine optischen Unterschiede zu den teuren Markenrucksäcken. Erst bei der Nutzung werden die Unterschiede klar. Für Tagestouren und die Freizeit sind die Discounterrucksäcke sicherlich eine preisgünstige und qualitativ ausreichende Alternative.

Doch wenn du mehrere Tage oder sogar Wochen mit schwererem Gepäck im Rucksack unterwegs bist, solltest du lieber zu den hochwertigen Markenrucksäcken greifen. Diese sind meistens viel qualitativer ausgestattet: die Nähte und Reißverschlüsse halten selbst großen Belastungen stand, das Tragesystem und die Polsterung sind besser.

Jedoch gibt es auch zwischen den Markenherstellern Unterschiede in der Qualität. Am besten testest du die Rucksäcke, die für dich in Frage kommen, und entscheidest dann, ob die Qualität für deine Bedürfnisse reicht.

Sollte ich meinen Trekkingrucksack lieber im Fachgeschäft oder im Internet kaufen?

Für die Frage, ob du deinen Trekkingrucksack eher in einem Fachgeschäft oder lieber im Internet kaufen solltest, gibt es keine eindeutige Antwort. Wir werden dich ein wenig bei deiner Entscheidung unterstützen, indem wir dir die Vor- und Nachteile der beiden Optionen zeigen.

Kauf im Fachgeschäft

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Vorteile
  • Individuelle Beratung vom Fachmann
  • Hilfe bei der richtigen Einstellung des Rucksacks
  • Eventuell nützliche Erfahrungs-Tipps vom Fachmann
Nachteile
  • Meistens teurer als im Internet
  • Keine Kundenbewertungen
  • Man kann den Rucksack nicht mit persönlichem Gepäck testen

Kauf im Internet

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Vorteile
  • Günstigere Preise
  • Große Auswahl auf einen Blick
  • Kundenbewertungen
  • Zu Hause anprobieren und mit eigenem Gepäck testen
Nachteile
  • Keine individuelle Beratung
  • Eventuell können nicht alle nicht anhand von den gegebenen Herstellerinformationen beantwortet werden

Was muss ich beachten, wenn ich meinen Trekkingrucksack im Flugzeug mitnehmen will?

Wenn du mit deinem Trekkingrucksack im Flugzeug reisen möchtest, musst du nicht viel mehr beachten als beim einem Koffer.

Im Folgenden werden wir dir die wichtigsten Punkte auflisten, die du im Blick haben solltest.

Gefahrgut entschärfen

Bevor du deinen Backpack packst, solltest du dich darüber informieren, welche Gegenstände bei Flügen nicht mitgenommen werden dürfen. Dazu zählen zum Beispiel Brennstoffe wie Gas, Spiritus oder Benzin, die du für deinen Campingkocher gebrauchen könntest. Leider musst du den Brennstoff für deinen Kocher vor Ort kaufen.

Außerdem solltest du den Campingkocher vor dem Transport leerbrennen und auslüften, denn auch kleinste Überreste sind verboten.

Falls du einen Gaskocher besitzt, musst du lediglich die Kartusche entfernen. Bei der Mitnahme von Batterien und Feuerzeugen solltest du auch aufpassen.

Informiere dich einfach bei der Fluggesellschaft, um böse Überraschungen am Flughafen zu vermeiden.

Grenzen einhalten

Informiere dich vor deinem Flug bei der Fluggesellschaft wie viel Kilogramm Gepäck du mitnehmen darfst. Meistens sind das um die 23 Kilogramm. Wenn dein Rucksack mehr wiegt, musst du einen teuren Aufpreis bezahlen. Also lieber vorher wiegen und nur das Nötigste einpacken!

Packen und Verzurren

Da ein Trekkingrucksack keine harte, schützende Schale wie ein Koffer hat, solltest du empfindliche Gegenstände in die Rucksackmitte packen.

Die empfindlichen Gegenstände kannst du dann drum herum mit weiche Sachen wie zum Beispiel Kleidung und Handtücher abpolstern. Deine Trekkingstöcke gehören auch in den Backpack.

Doch die Spitzen müssen mit Pappe oder Paketband entschärft sein. Das Tragsystem bestehend aus Schultergurten, Hüftgurt, Brustgurt und Schnallen muss den harten Transportbedingungen standhalten.

Deshalb solltest du alle Gurte bis zum Anschlag festzurren und alle Schnallen schließen, sodass nichts abreißen kann. Außerdem solltest du alle herumfliegenden Bänder verknoten, damit sich nichts in ihnen verfangen kann.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.hikingiberia.com/de/

[2] http://www.spiegel.de/reise/aktuell/perfekt-packen-schwerer-sack-ganz-leicht-a-752324.html

[3] https://www.planetbackpack.de/backpacking-fur-anfanger-teil-2-wie-wahle-ich-den-richtigen-rucksack/

Bildquelle: Pixabay.com / mohamed_hassan

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Martin Frankfurter
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