Steigeisen
Zuletzt aktualisiert: 13. Oktober 2020

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Steigeisen sind ein fester Bestandteil der Ausrüstung, wenn es um das Wandern auf Schnee- und Eisflächen geht. Sie helfen dir in jedem Gelände Halt zu finden und dadurch an dein Ziel zu kommen und gleichzeitig sicher zu bleiben. Für verschiedene Touren und Schwierigkeiten gibt es unterschiedliche Steigeisenmodelle, die alle ihre Berechtigung haben.

In unserem Steigeisen Test 2020 zeigen wir dir, auf was es bei Steigeisen ankommt. Wir haben verschiedene Steigeisen miteinander verglichen und für dich Kriterien zusammengestellt, anhand denen du das perfekte Steigeisen für dich aussuchen kannst. Zusätzlich bekommst du einige Informationen und Tipps, die dir bei der Nutzung von Steigeisen helfen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Steigeisen sollten vor Gebrauch unbedingt an den Schuh angepasst werden. Am besten bringst du deinen Schuh zum Kauf in einem Fachgeschäft mit und stellst das Steigeisen in Ruhe vor der ersten Tour ein.
  • Es gibt unterschiedliche Arten von Steigeisen, je nach Einsatzgebiet. Für das gelegentliche Überqueren von flachen Schneefeldern bieten Grödel genügend Halt. Bei Hochtouren sollten Allroundsteigeisen eingesetzt werden.
  • Von deinen Steigeisen hängt im Zweifel dein Leben ab. Du solltest also auf keinen Fall auf Antistollplatten verzichten und im Zweifel lieber etwas tiefer in die Tasche greifen, als dich mit einer Notlösung zufriedenzugeben.

Steigeisen Test: Favoriten der Redaktion

Die besten Steigeisen mit Riemenbindung

Das Climbin Technology Nuptse Evo Classic besteht aus zwölf Zacken aus gehärtetem Stahl. Die vorderen Spitzen sind gerippt für einen besseren Halt im Eis. Das Steigeisen ist verstellbar von Größe 36 bis 47. Die Größe lässt sich leicht durch einen Hebel verstellen, mit nur einer Hand.

Mit seinem guten Sitz auf bedingt steigeisenfesten Schuhen ist das Steigeisen ideal für Touren in leichtem Gelände und für das Überqueren von Schneefeldern. Für den idealen Halt besitzt das Steigeisen austauschbare Antistollplatten

Die besten Steigeisen mit kombinierter Bindung

Das Salewa Unisex Steigeisen Alpinist Combi bietet eine Kombination zwischen Kipphebel- und Riemenbindung. Vorne wird es mit einem Körbchen aus Plastik am Schuh befestigt, hinten mit einem Kipphebel. Damit ist es ideal für bedingt steigeisenfeste Schuhe und bietet trotzdem den größtmöglichen Halt.

Während du mit 12 Stahlzacken sicher am Hang stehst, passt sich das elastische Körbchen ideal an deinen Schuh an und du kannst mit diesem Steigeisen problemlos Hochtouren besteigen.

Die besten Steigeisen mit Spikes

Der Snowline Chainsen Pro – Grödel gibt dir mit Edelstahlzacken, die an einer Kette befestigt sind, guten Halt auf Schneefeldern. Du kannst die Grödel mithilfe eines dicken Gummis sehr leicht über deinen Schuh ziehen und befestigen.

Zudem bekommst du direkt beim Kauf eine Hülle dazu, um die Grödel problemlos zu transportieren. Diese Grödel sind die ideale Ausrüstung, nicht nur für Winterwanderungen, sondern auch für jegliche andere Einsatzbereiche, bei denen du dich in flachem Gelände auf Eis und Schnee fortbewegen musst.

Kauf- und Bewertungskriterien für Steigeisen

Um dir die Entscheidung für ein Steigeisen etwas zu erleichtern, haben wir im Folgenden einige Kriterien aufgelistet, die dir bei deiner Auswahl helfen können. Die Kriterien, mit deren Hilfe du die Steigeisen miteinander vergleichen kannst, umfassen:

Zackenanzahl und Ausrichtung

Steigeisen haben unterschiedliche Zackenanzahlen. Einfache Steigeisen haben nur 8 Zacken, andere Modelle bis zu 14 Zacken. Die meisten Modelle besitzen 10 – 12 Zacken. Dabei sind die Zacken meist symmetrisch auf jeder Seite angebracht, sowie vorne und hinten.

Je mehr Zacken ein Steigeisen hat, desto besseren Halt bietet es in der Regel. Zudem macht es einen Unterschied, wie die Zacken ausgerichtet sind. Je nach Nutzung der Steigeisen ist eine andere Ausrichtung der Zacken sinnvoll.

Mit Zacken, die nach unten zeigen, bist du an flachen Hängen mit einer Steigung von unter 35 Grad bestens ausgerichtet. Wenn du allerdings an Steileis unterwegs bist, solltest du Steigeisen mit vertikal ausgerichteten Zacken.

Bei einigen Steigeisen sind sie im Winkel verstellbar und somit für jede Gelegenheit einstellbar. Generell gilt: je steiler das Gelände, desto wichtiger sind die Frontalzacken.

Einsatzgebiet

Steigeisen werden für Touren auf Schnee, Eis und Fels eingesetzt. Es gibt jedoch teilweise große Unterschiede bei den Steigeisen, je nach Steigung, Schwierigkeit und Häufigkeit der Einsätze.

Einsatzgebiet Steigeisen
Winterwanderungen Grödel oder Spikes
Flache Schneefelder Grödel
Anspruchsvolles Gelände Mindestens Leichtsteigeisen
Mischgelände aus Eis und Fels Allroundsteigeisen

Bei Touren, auf denen du nur stellenweise flache Schneefelder überqueren musst, reichen meist einfache, leichte Grödel auf um dir genügend Halt zu verschaffen.

Je steiler und schwieriger das Gelände jedoch wird, desto wichtiger ist ein guter Halt und die Anzahl und Ausrichtung der Zacken.

Wenn du Touren auf steilem, eisigem und felsigem Gelände planst, solltest du deine Steigeisen sorgfältig auswählen und bereit sein, auch mal ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen, da dein Leben im Zweifel von den Steigeisen abhängt.

Gewicht

Da Steigeisen meist als Teil von Wanderungen oder Klettertouren eingesetzt werden, ist natürlich auch das Gewicht ein wichtiger Faktor. Je nach Material, Bindung und Zackenanzahl kann das Gewicht von etwa 350 Gramm bis zu einem Kilogramm schwenken.

Besonders bei langen Wanderungen ist das Gewicht wichtig.

Bei langen Wanderungen, auf denen nur phasenweise flachere Eis- oder Schneefelder durchquert werden, ist es besonders wichtig auf das Gewicht zu achten, da die Steigeisen hauptsächlich im Rucksack getragen werden.

Sobald du jedoch in steilerem und schwierigerem Gelände unterwegs bist, solltest du mehr auf die Funktionalität achten, als auf das Gewicht. Damit bist du auf der sicheren Seite.

Material

Steigeisen sind in der Regel aus Edelstahl oder Aluminium. Aluminium hat dabei den großen Vorteil, dass es leichter ist, als Edelstahl. Allerdings kann es sich schnell abnutzen. Das gilt besonders, wenn du auf felsigem Untergrund unterwegs bist.

Dadurch werden die Zacken schnell stumpf und geben nicht mehr den gewünschten Halt auf dem Eis. Bei Edelstahl Steigeisen tritt dieses Problem nicht so schnell auf und sie bleiben länger scharf. Sie sind allerdings schwerer als Aluminium Steigeisen.

Ein Metall, das sich weniger stark abnutzt, als Aluminium und gleichzeitig leichter ist, als Stahl, ist Titan. Da Titan jedoch deutlich teurer ist, als die gängigen Metalle, wird es sehr selten in Steigeisen verbaut und ist damit auf dem Steigeisen Markt quasi nicht zu finden.

Bindung

Im Allgemeinen kann man bei Steigeisen zwischen folgenden Bindungen unterscheiden:

  • Riemenbindungen
  • Kipphebelbindungen / Automatikbindungen
  • Kombibindung / Hybridbindung

Bei Leichtsteigeisen ist der Standard die Riemenbindung. Diese haben meist vorne und hinten eine Art Körbchen aus Plastik oder Metall. Diese Körbchen werden mit Riemen fixiert, die den Ballenteil mit dem Fußspitzenteil des Steigeisens verbinden.

Diese Art von Bindung kann in der Theorie mit allen festen Bergschuhen verwendet werden, da sie keine besonderen Voraussetzungen an den Schuh hat.

Riemenbindungen liefern dir jedoch weniger Stabilität, als Kipphebelbindungen und sind mit den Körbchen vergleichsweise schwer. Bei Kipphebelbindungen, auch Automatikbindung genannt, werden Ballen- und Spitzenteil jeweils durch einen Metallbügel am Fuß befestigt.

Die Kipphebelbindung sitzt sehr sicher am Schuh und ist leichter, als die Riemenbindung. Zudem lässt sie sich sehr leicht an- und ablegen, sofern sie zuvor richtig eingestellt wurde.

Es gibt bei Steigeisen auch Kombinationen aus beiden Bindungen, beispielsweise die Hybridbindung, bei der vorne ein Körbchen und hinten ein Kipphebel verwendet wird.

Diese Bindung passt auch auf viele Schuhe, die nur bedingt steigeisenfest sind und ist für viele unterschiedliche Touren geeignet. Bei vielen Steigeisen lässt sich auf Wunsch eine Kipphebelbindung zu einer Kombilösung umrüsten.

Schuhe

Wie oben bereits erwähnt, sind die Bergschuhe essenziell bei der Auswahl der Steigeisen. Viele Wanderschuhe sind nur bedingt steigeisenfest und eignen sich damit nicht für jede Bindung.

Generell ist es wichtig, Steigeisen auszuwählen, die genau auf den Schuh passen.

Aber auch bei voll steigeisenfesten Schuhen ist es wichtig, Steigeisen auszuwählen, die perfekt auf den Schuh passen. Darum ist es absolut empfehlenswert, die Schuhe beim Kauf von Steigeisen mit in das Geschäft zu bringen, um das richtige Modell auszuwählen.

Passen die Steigeisen nicht auf den Schuh, oder sind sie vorher nicht richtig eingestellt worden, hast du nur wenig Halt in den Steigeisen.

Du musst darauf vertrauen können, dass deine Steigeisen bei jedem Tritt fest in das Eis graben können. Solltest du also merken, dass dein Schuh in den Steigeisen Spielraum hat oder gar verrutscht, musst du diese unbedingt besser an den Schuh anpassen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Steigeisen kaufst

Was sind Steigeisen?

Steigeisen sind Aufsätze für Bergschuhe, die sich mit ihren Zacken in Schnee und Eis bohren können und damit dem Träger Halt auf Schnee- und Eisflächen bieten. Sie werden an der Sohle von Bergschuhen befestigt.

Steigeisen

Beim Überqueren von Schnee, Eis und Gletschern bieten Steigeisen den Nötigen Halt. (Bildquelle: asoggetti / unsplash)

Damit kannst du über Schneeflächen laufen, ohne Angst zu haben abzustürzen. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen, je nach Einsatzgebiet und Steigung der Eisfläche.

Wann brauche ich Steigeisen?

Steigeisen benötigst du dann, wenn du auf alpinen Touren auf Gletscher stößt, die du überqueren musst. Dabei handelt es sich um klassische Gletschertouren, bei denen gute Steigeisen Pflicht sind, um nicht an gefährlichen Stellen abzurutschen.

Generell brauchst du Steigeisen also für folgende Szenarien:

  • Wanderungen, bei denen du Schneefelder überqueren musst
  • Gletschertouren
  • Klettertouren in Mischgelände
  • Winterwanderungen

Sie sind bei Klettertouren ein wichtiger Bestandteil der Ausrüstung. Auch bei Wanderungen, auf denen du nur ab und zu Eisfelder oder Gletscherzungen überqueren musst, solltest du Steigeisen dabei haben.

Für solche kurzen Abschnitte, die nicht zu steil sind, geben oft Grödel oder Leichtsteigeisen genug Halt und sind gleichzeitig sehr leicht und damit gut im Rucksack zu transportieren.

Welche Arten von Steigeisen gibt es?

Im folgenden Kapitel stellen wir dir die drei gängigsten Arten von Steigeisen vor und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen. Da sie für verschiedene Einsatzgebiete bestimmt sind, werden wir auch das hier thematisieren.

Grödel

Grödel

Grödel sind die leichteste Form von Steigeisen. Zudem sind sie keine vollständigen Steigeisen, die den ganzen Fuß umfassen, sondern werden lediglich an der Ferse oder am Mittelfuß angeschnallt.

Damit sind sie ideal für Wanderungen, bei denen nur gelegentlich nicht zu steile Schneefelder überquert werden müssen. Grödel bieten dafür genügend Halt und sind zugleich leichter als richtige Steigeisen.

Auch preislich bieten sie mit unter 50 € einen deutlich geringeren Preis, als anderen Modelle.

Vorteile
  • Sehr leicht
  • Günstig
Nachteile
  • Nur für flache kleine Schneefelder geeignet
  • Kein vollwertiges Steigeisen

Grödel gelten jedoch nicht im engeren Sinne als Steigeisen und das nicht grundlos. Dadurch, dass sie nicht den ganzen Schuh umfassen, bieten sie auch nicht denselben Halt, wie andere Steigeisen.

Sie sollten also nur für flache Schneefelder genutzt werden und nicht für Gletschertouren oder anspruchsvolleres Gelände. Ein solcher Einsatz kann sonst schnell gefährlich werden.

Leichtsteigeisen

Leichtsteigeisen

Leichtsteigeisen besitzen acht bis zehn Zacken und gelten im Gegensatz zu Grödeln als richtige Steigeisen. Sie eignen sich für leichtere Gletschertouren, sowie Hochgebirgswanderungen und das Queren von Schneefeldern.

Vorteile
  • Meist aus leichtem Aluminium gefertigt
  • Eignen sich für Gletschertouren und andere anspruchsvolle Einsätze
Nachteile
  • Aluminium nutzt sich schnell ab und muss nachgeschliffen werden
  • Nicht für Touren mit viel Felskontakt geeignet

Oftmals sind Leichtsteigeisen aus Aluminium gefertigt. Das mach die Steigeisen zwar leichter, als jene aus Edelstahl, dafür nutzen sie sich schneller ab, wenn man auf felsigem Untergrund geht.

Diese Steigeisen sind also besonders bei winterlichen Touren zu empfehlen, bei denen kaum Felskontakt aufritt und man nur auf Eis und Schnee unterwegs ist.

Allroundsteigeisen

Allroundsteigeisen

Allroundsteigeisen oder Universal-Steigeisen sind die am häufigsten eingesetzten Steigeisen. Typischerweise werden sie auf Hochtouren im Hochgebirge eingesetzt, finden aber auch auf anderen leichteren Touren Einsatzmöglichkeiten.

Diese Art der Steigeisen bietet also die vielfältigsten Einsatzmöglichkeiten. Im Gegensatz zu aus Aluminium gefertigten Leichtsteigeisen nutzen sie sich weniger schnell ab und sind dadurch auch auf felsigem Gelände problemlos einsetzbar.

Vorteile
  • Für jeden Einsatz geeignet
  • Für jedes Gelände geeignet
  • Sitzen besonder fest am Schuh
  • Müssen nicht so oft geschliffen werden
Nachteile
  • Edelstahl macht sie schwer
  • Nur für steigeisenfeste Schuhe geeignet

Meist haben Allroundsteigeisen zwölf Zacken mit unterschiedlichen Bindungsvarianten, den Kipphebelbindungen, Riemenbindungen oder Mischformen.

Hierbei gilt, dass die sichersten Steigeisen, die den besten Halt am Schuh haben, nur auf voll steigeisenfeste Schuhe passen.

Je anspruchsvoller also die Tour, desto wichtiger ist es, steigeisenfeste Schuhe zu besitzen, an denen die Steigeisen mit einer Kipphebelbindung befestigt werden können.

Wo kann ich Steigeisen kaufen?

Steigeisen kannst du in Outdoorgeschäften kaufen. Natürlich kannst du sie auch auf den Online-Shops der jeweiligen Outdoorhändler oder der Marken kaufen:

  • Globetrotter
  • bergfreunde.de
  • bergzeit.de
  • amazon.de

Es ist allerdings essenziell für einen sicheren Einsatz von Steigeisen, dass diese auf deinen Bergschuh passen und vor der ersten Tour genau angepasst sind. Dafür lohnt es sich, Steigeisen im stationären Handel zu kaufen.

So kannst du deine Wanderschuhe mitbringen und so das passende Eisen für deinen Schuh finden. Besonders, wenn du selbst unerfahren mit der Anpassung von Steigeisen bist, kannst du dich in einem Fachgeschäft beraten lassen.

Was kosten Steigeisen?

Bei einfachen Grödel Modellen kannst du mit einem Preis von 30 bis 50 € rechnen.

Typ Preis
Grödel 30 – 50 €
Leichtsteigeisen 100 -200 €
Allroundsteigeisen 100 – 200 €

Sobald du dir jedoch richtige Steigeisen anschaffen willst, egal ob Leichtsteigeisen oder Allroundsteigeisen, solltest du mit einer Preisspanne von 100 bis 200€ rechnen.

Wie transportiere ich meine Steigeisen?

Meist werden Steigeisen auf Bergtouren eingesetzt. Das bedeutet, dass du sie zumindest einen Teil der Strecke im oder am Rucksack transportieren musst.

Zum Transport von Steigeisen solltest du dir unbedingt spezielle Transportbeutel anschaffen. So verhinderst du, dass die Steigeisen den Rucksack beschädigen.

Sie verhindern, dass die Steigeisen etwas im Rucksack beschädigen und das der Dreck, der sich oft an Steigeisen befindet, sich überall im Rucksack verteilt. Diese Beutel sind jedoch meist nicht wasserdicht.

Welche Schuhe eignen sich für Steigeisen?

Unter den Bergschuhen gibt es verschiedene Stufen der Steigeisenfestigkeit. Einige Modelle sind “voll steigeisenfest”. Das bedeutet, dass sie für eine Nutzung von Steigeisen mit Kipphebelbindung geeignet sind.

Dadurch sitzt das Steigeisen besonders fest am Schuh und lässt sich sehr schnell und einfach an- und ablegen. Für schwierigere Touren ist es stark zu empfehlen voll steigeisenfeste Schuhe zu verwenden.

Steigeisen

Bei Gletschertouren und Touren in anspruchsvollem Gelände sollten deine Schuhe steigeisenfest sein. (Bildquelle: Jackman Chiu / unsplash)

Das bedeutet, dass sie für Kombibindungen, die vorne ein Körbchen und hinten einen Kipphebel haben, oder sogenannte Riemenbindungen geeignet sind. Ob die Schuhe für Kombibinungen geeignet sind, hängt davon ab, ob sie eine entsprechende Kerbe haben, wo der Kipphebel Halt findet.

Dies lässt du am besten im Fachgeschäft kontrollieren. Mit Kombi- und Riemenbindungen bist du nicht ganz so stabil unterwegs, wie mit reinen Kipphebelbindungen, kannst aber trotzdem vielerlei Touren damit gehen.

Generell sollten deine Schuhe mindestens bedingt steigeisenfest sein, sobald du mehr als ein kleines Schneefeld überquerst. So ist durch eine steife Sohle und andere Merkmale des Schuhs gesichert, dass du einen stabilen Halt hast.

Muss ich Steigeisen schleifen lassen?

Steigeisen brauchen sich, wie alle anderen Ausrüstungsgegenstände mit der Zeit ab. Dadurch werden die Kanten der Zacken stumpf und graben sich nicht mehr so gut in das Eis.

Das führt dazu, dass du keinen sicheren Halt mehr findest. Aus diesem Grund müssen Steigeisen hin und wieder geschliffen werden.

Sobald die Zacken stumpf werden, müssen sie geschliffen werden. Ansonsten geben sie dir nicht genug halt auf Eis und Schnee.

Wie oft du das machen musst, hängt vom Material und von der Art der Nutzung ab. Bist du viel auf steinigem Gelände unterwegs, werden die Zacken in der Regel schnell stumpf.

Welche Alternativen gibt es zu Steigeisen?

Nicht immer müssen es Steigeisen sein, die dir Halt geben. Es gibt einige Alternativen, die denselben Zweck erfüllen. Das Stichwort hier ist Spikes. Es gibt einige Steigeisenalternativen, bei denen Spikes, Ketten oder Krallen unter der Sohle angebracht sind.

Diese werden meist an einer Kette mit einem Gummi oder einer anderen Bindung seitlich oder oben am Schuh befestigt. Besonders für das queren kurzer Schneestücke bieten sich diese Spikes an Ketten an, da sie in der Regel leichter sind, als Steigeisen.

Für Winterwanderungen und flache Schneefelder geben Grödel mit Ketten und Spikes genug Halt. (Bildquelle: Patrick Schneider / unsplash)

Für Hochtouren in anspruchsvollem Gelände sind Steigeisen jedoch alternativlos die beste Lösung. Ketten und Spikes bohren sich nicht sehr tief in den Untergrund und können leichter verrutschen.

Deshalb sind diese Alternativen hauptsächlich für präparierte Winterwanderwege oder Schneefelder mit nur leichtem Gefälle gedacht.

Bildquelle: Moravcik / 123rf

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