Stationärrolle
Zuletzt aktualisiert: 7. September 2020

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Die Stationärrolle, auch Querwinderolle oder offene Stationärrolle genannt, zählt zu den meistverwendetsten Angelrollen beim Fischen. Neben der Angelrute und der Technik ist die Angelrolle das Um und Auf für einen erfolgreichen Fang. Diese bewahrt nicht nur die meterlange Angelschnur auf, sondern trägt zu einem wesentlichen Teil zum Fischfang bei.

Durch die stetige Weiterentwicklung im Fischersport herrscht ein großer Informationsfluss im Netz. Da fällt es besonders Einsteiger schwer, sich über Wasser zu halten. Damit dein nächster Angelausflug nicht für die Fisch’ wird, haben wir im großen Stationärrollen Test 2020 diesen Rollentyp genau unter die Lupe genommen. Die Erkenntnisse sollen dir bei deiner zukünftigen Kaufentscheidung helfen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Die Stationärrolle zählt zu den Angelrollen. Diese befindet sich am unteren Teil der Angelrute, parallel zum Schaft. Sie bewahrt die Angelschnur beim Auswerfen und Einholen vor Knoten- und Schlaufenbildung.
  • Obwohl die Stationärrolle weit aus häufiger verwendet wird, findet auch das Konkurrenzprodukt, die Multirolle, viele Anhänger. Die Rollen dienen demselben Zweck, unterscheiden sich jedoch in Funktionsart, Wurftechnik und Preis.
  • Dank der Bauweise kann die Stationärrolle an alle gängigen Angelruten befestigt werden. Somit kann eine weite Breite an Angeltechniken nur mit einer Rolle abgedeckt werden.

Stationärrollen Test: Favoriten der Redaktion.

Die beste Stationärrolle für den kleinen Fang

Die SHIMANO Catana 2500 FD Angelrolle ist eine sehr leichte und langlebige Stationärrolle. Mit einer Rollengröße von 2500 zählt sie zu den kleinen Modellen und wiegt gerade einmal 260 Gramm. Das Modell besitzt 3 Kugellager und eine Rücklaufsperre. Zudem läuft die Spule besonders geschmeidig.

Diese Rolle eignet sich perfekt für kleine Fische. Wenn du also vorhast Jagd auf Forelle, Barsch oder Zander zu machen, ist dieses Produkt sicher ein hilfreiches Instrument.

Die beste Stationärrolle für mittlere Raubfische

Die Cormoran Daiwa Legalis LT 3000D-C zählt unter den Stationärrollen zu den Allrounder. Die Rolle besteht aus salzwasserfestem Carbon. So kann sie nicht nur im heimischen Süßgewässer, sondern auch auf Hoher See zur Anwendung kommen. Dank dem leichten und robusten Material bringt die Rolle bei einer mittleren Rollengröße von 3000 gerade einmal 215 Gramm auf die Waage.

Solltest du also in Betracht ziehen Fische wie Hecht, Dorsch und Lachs an Land zu ziehen so ist diese offene Stationärrolle sicher ein guter Fang.

Die beste Stationärrolle für große Fische

Die SHIMANO Nasci C5000XG ist mit ihren 300 Gramm ein wirkliches Schwergewicht. Mit wasserdichtem Gehäuse, 4 Kugellager aus rostfreiem Stahl und kaltgeschmiedeter Aluminiumspule bietet diese robuste und salzwasserfeste Stationärrolle die perfekten Voraussetzungen zum Hochseeangeln. Trotz der enormen Kräfte ist die Rolle extrem leise und die Frontbremse fein einstellbar. Mit einer Übersetzung von 6,2 : 1 hat der Fisch beim Drillen kein leichtes Spiel.

Die Rolle eignet sich für große Salzwasserfische wie Thunfisch oder Heilbutt. Bist du also auf der Suche nach dem großen Abenteuer und noch größeren Fischen, wird dich diese Angelrolle nicht enttäuschen.

Kauf- und Bewertungskriterien für Stationärrollen

Damit du bei deiner Suche nach dem richtigen Rollenmodell nicht ins kalte Wasser springen musst, haben wir hier die wichtigsten Dinge beim Kauf einer Stationärrolle aufgelistet.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du die Angelrollen miteinander vergleichen kannst, umfassen:

In den folgenden Absätzen erklären wir dir, worauf du bei den oben genannten Kriterien achten musst.

Einsatzart / Ort

Gewicht und Größe sind abhängig vom Angelort und der Angeltechnik. Zum Meeresangel wird eine größere, robustere und salzwasserfeste Rolle benötigt, die auch dem Drill von Thunfischen, Dorschen und Heilbutten standhält.

Bremssystem

Das Bremssystem kontrolliert die Bremsgeschwindigkeit und bewahrt die Angel vor Überlastung. Bei der Stationärrolle unterscheidet man zwischen folgenden Systemen:

  • Heckbremse: Die Kurbel sitzt unten am Getriebegehäuse und lässt sich beim Drill (Phase nach dem der Fisch angebissen hat) einfacher bedienen. Sie ist besonders geeignet für große Fische. Leider verschmutzt die Bremse schnell und lässt sich schwierig reinigen. Durch den robusten Bau bringt die Heckbremse ein schweres Gewicht mit sich.
  • Kampfbremse: Eine Erweiterung der Heckbremse, mit der man Dank zusätzlichem Zwischenhebel schnell auf eine härtere oder weichere Bremskraft stellen kann.
  • Frontbremse: Lässt sich direkt auf die Spule wickeln und kann feiner eingestellt werden. Im Gegensatz zu den anderen Bremsen ist sie wasserdicht.

Inzwischen bieten Hersteller auch Kombination von Heck-, Kampf- und Frontbremsen an.
Bei Angelrollen mit Freilaufrolle kann vor Auswurf eine Bremsstärke eingestellt werden, sodass der Fisch ohne großen Widerstand an der Schnur ziehen kann. Nach dem Anbiss wird im Normalfall wieder auf das jeweilige Bremssystem umgeschaltet.

Getriebe

Das Getriebe entscheidet, ob die Schnur auf- oder abgewickelt wird. Dabei ist wichtig, dass die Hubstange aus hochwertigem Material wie Edelstahl besteht. Auch die Zahnräder sollten präzise gefräst und aus Materialien wie Bronze oder Messing gefertigt sein.

Im Idealfall liegt dieser Wirkungsgrad bei über 90%.

Ein weiterer Punkt ist der Wirkungsgrad, der den Kräfteverlust von Rollenkurbel auf die effektive Zugkraft der Angelschnur darstellt.

Oder einfach gesagt: Von der Kraft, die ich beim Kurbeln investiere, soll so viel wie möglich in die Zugkraft der Angelschnur gehen und sich nicht im Getriebe verlieren.

Weiters unterscheidet man zwischen 2 Getriebearten:

  • Wormshaft Spulenhub: Dieses Getriebe ist direkt mit dem Antrieb der Rollenachse verbunden. Durch die schneckenartige Nut entsteht eine sehr gleichmäßige Schnurverlegung.
  • Hubrad-Getriebe: Anders als beim Schneckengetriebe sitzt das Getriebe nicht direkt am Antrieb, sondern ist mittels Exzenter / Hubrad verbunden. Zwar macht das Zwischenzahnrad das Getriebe somit robuster, hat aber nicht so eine gleichmäßig Schnurverlegung wie die Alternative.

Spule / Schnurfangbügel

Die Form der Spule hängt ebenfalls wie das Gewicht und die Größe von der Fischtechnik ab.Unabhängig sollte das Material aus Aluminium oder Graphit bestehen. Rollen aus Kunststoff weisen auf minderwertige Qualität hin.

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Das obere Ende der Spule (die Abwurfkante) sollte glatt und aus hartem Metall (z. B. Titan) sein.

Andernfalls würde durch die hohe Reibung die Kante abstumpfen und dadurch der Wurf weniger weit ausfallen.

Schnurfangbügel und Schnurlaufröllchen dienen dazu, die Schnur beim Auswerfen sauber auszuwerfen. Beim Einholen sorgen sie dafür, dass sich die Schnur nicht eindreht, Schleifen oder Knoten bildet (Schnurdrall). Dabei ist zu achten, dass das Schnurlaufröllchen genau wie die Abwurfkante aus hartem Metall besteht.

Kugellager / Rücklaufsperre

Die Faustregel sind 3 Kugellager. Neben der Anzahl an Kugellager ist auch deren Position ausschlaggebend. Wichtig ist die Verbindung der Antriebsschnecke mit dem Rotor.

Auch das Schnurfangröllchen sollte ein Kugellager besitzen.

Die Rücklaufsperre kann dazu geschaltet werden und verhindert, dass sich die Kurbel in beide Richtungen dreht. Das ist hilfreich, wenn der Fisch beim Drillen keine Schnur mehr mitziehen soll. Diese Sperre ist ein Nice-2-have aber kein Must-have, weil man mit der Bremse denselben Effekt bewirken kann.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Stationärrolle ausführlich beantwortet

Wenn du dich nach einer gründlichen Abwägung der Pro und Contra für eine Stationärrolle entschieden hast, sind sicherlich noch ein paar Fragen offen, welche du vorher geklärt haben möchtest. In unserem großen Stationärrollen Ratgeber haben wir dir die wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen von Anglern herausgesucht und übersichtlich beantwortet.

Was ist eine Stationärrolle?

Stationärrollen zählen zur Unterart der Angelrolle. Die Angelrolle ist ein Teil der Angel und befindet sich am unteren Ende der Angelrute.

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Eine Stationärrolle erkennt man an der Kurbel und der sichtbaren Angelschnur. Für Linkshänder ist es besonders wichtig beim Kauf darauf zu achten, dass sich die Kurbel auf der richtigen Seite befindet. (Bildquellen: Evan Wise / unsplash)

Die Angelschnur wird mittels Kurbel auf die Rolle aufgewickelt. Damit wird ein Schnursalat beim Auswerfen und Einwerfen verhindert.

Für wen eignet sich eine Stationärrolle?

Eine Stationärrolle eignet sich am besten für Menschen mit wenig bis kaum Erfahrung beim Angeln. Durch die einfache Handhabung sind keine großen Vorkenntnisse oder langes Training notwendig, um das Angeln zu erlernen.

Weiters entstehen durch die geringen Kosten kein großer finanzieller Schaden, sollte das Fischen doch keinen Spaß machen. Auch für budgetbewusste Angler ist die Stationärrolle eine günstige Alternative im Vergleich zu Baitcaster-Modellen.

Wo kann ich eine Stationärrolle kaufen?

Stationärrollen gibt es im Fachhandel und Outdoor-Geschäften. Bekannte Marken sind zum Beispiel Black Cat, Daiwa, Shimano und Zebco. Natürlich kannst du heutzutage Stationärrollen auch im Internet erwerben. Nach unserer Recherche bieten folgende Onlineshops ein breites Sortiment von Rollen an.

  • amazon.de
  • angelplatz.de
  • gerlinger.de

Als Anfänger würden wir dir auf jeden Fall empfehlen, sich von einem Fachhändler beraten zu lassen.

Was ist der Unterschied zwischen Stationärrolle und Multirolle?

Neben der populären Stationärrolle gibt es dennoch Angler, die auf die Multirolle schwören. Hier ist eine kurze Übersicht zu den Vor- & Nachteilen einer Stationärrolle gegenüber der alternativen Multirolle.

Art Vorteile Nachteile
Stationärrolle anfängerfreundlich, günstiger, höhere Wurfweite, vielseitiger belastender für die Handgelenke, ungenauer beim Auswurf
Multirolle mit einer Hand bedienbar, gezieltere Würfe, kein Verdrehen der Schnur teuer, beschränkte Gewichtsklasse

Der wohl auffälligste Unterschied zwischen den zwei Rollentypen ist der Aufbau. Die Stationärrolle verläuft parallel zum Schaft und besitzt eine feststehende Rollenspule. Die Multirolle befindet sich direkt auf dem Schaft. Die Rollenspule dreht sich beim Auswurf um die eigene Achse.

Die Handhabung, Budget und Schwierigkeit der zwei unterschiedlichen Rollentypen bringen jeweils Vor- und Nachteile. Je nach Einsatz und Erfahrungsgrad eignet sich eine andere Art für dich. Durch den folgenden Abschnitt möchten wir dir die Entscheidung erleichtern.

Stationärrolle

Stationärrolle

Ein großes Plus ist die einfache Handhabung. Du kannst also das Fischen in kurzer Zeit erlernen und hast dadurch einen baldigen Erfolgsmoment. Dieser motiviert zum Weitermachen.

Auch die Anschaffungskosten halten sich in Grenzen. Sollte dir das Angeln doch nicht so viel Spaß machen wie erhofft, hast du nicht gleich ein Vermögen in den Sand gesetzt.

Die Stationärrolle kann man auf alle gängigen Angelruten montieren und ist bei verschiedenen Fischarten einsetzbar. Du bist also nicht an nur an eine Angeltechnik gebunden, sondern kannst dich austoben und dein Wissen erweitern.

Zwar bist du mit der Stationärrolle nicht so zielsicher wie mit der Konkurrenz, wirfst dafür aber deutlich weiter.

Vorteile
  • einfachere Handhabung
  • geringere Anschaffungskosten
  • vielseitiger Anwendbar
  • weitere Wurfentfernung
Nachteile
  • Auswurf ist weniger zielgenau
  • beide Hände werden benötigt
Multirolle / Baitcaster

Multirolle / Baitcaster

Der wahrscheinlich bedeutendste Vorteil der Multirolle gegenüber der Stationärrolle ist die Zielgenauigkeit beim Wurf und die enorme Belastbarkeit. Während der Köder sich beim Auswurf in der Luft befindet, kann man die Angelrute problemlos nach links oder rechts steuern.  Beim nächsten Angelausflug musst du aber auf das Wetter und den Wind achten, denn die Multirolle ist bei Gegenwind nicht einsetzbar.

Dank der Bauweise der Spule fliegt der Köder in einer Geraden und macht anders als die Stationärrolle keinen Parabelflug. Somit kannst du die gewünschte Angelstelle zielgenauer treffen. Ebenfalls verringert die Bauweise den Schnurdrall. Beim Fischfang bist du jedoch eingeschränkt. Um einen Köder werfen zu können, muss er mindesten 8 Gramm wiegen.

Aufgrund dieser besonderen Bauweise ist es dir auch möglich, die Angel mit einer Hand zu bedienen. Jedoch benötigst du viel Zeit, um mit einer Multirolle richtig umgehen zu lernen. Außerdem musst du mit deutlich höheren Anschaffungskosten als bei der Stationärrolle rechnen. Solltest du also ein Anfänger sein, ist die Multirolle eher ungeeignet und führt mehr zu Frust als zu Lust aufs Angeln.

Vorteile
  • zielsicherer
  • einhändig bedienbar
  • saubereres Aufrollen
Nachteile
  • Köder muss mindestens 8 Gramm wiegen
  • höherer Preis
  • höherer Lernaufwand

Welche Alternativen gibt es zu Stationärrollen?

Neben der bereits behandelten Multirolle gibt es die Fliegenrolle, die man ausschließlich zum Fliegenfischen verwendet. Wie der Name schon sagt, wird bei dieser Technik eine Fliege als Köder verwendet. Da das Eigengewicht des Köders sehr gering ist, erfordert es sehr leichtes Equipment und eine spezielle Wurftechnik.

Die Kapselrolle ist zudem auf max. 0,30 mm Schnurstärke begrenzt.

Des Weiteren gibt es die Kapselrolle, die im Grunde genommen auch eine Stationärrolle ist. Der Unterschied liegt darin, dass die Spule samt Schnur dabei nicht offen liegt, sondern sich in einer Kapsel befindet. Die verkapselte Version ist ebenfalls für Anfänger geeignet, bietet jedoch längst nicht dieselbe Wurfweite.

Wer ganz auf die Rolle verzichten will, kann sich Anfangs auch am Stippangeln versuchen. Diese Technik erfordert nur eine Rute und eine Schnur. Weit kommt man allerdings nicht, da die Schnur nur wenige Meter lang sein darf.

Was kostet eine Stationärrolle?

Die Preise hängen stark von der Qualität und der Größe ab. Stationärrollen gibt es schon ab € 15,00.  Wenn du deine Rolle auf längere Zeit nutzen willst, ist es sinnvoll in ein hochwertiges Modell zu investieren.

Rollengröße Preis
kleine Rollengröße bis 2000 ab € 15,00
mittlere Rollengröße bis 4000 ab € 30,00
große Rollengröße ab 5000 ab € 50,00

Gute Einsteigerprodukte gibt es bereits zwischen € 30,00 und € 60,00. Gebraucht sind sie natürlich noch preiswerter zu erhalten.

Welche Techniken eignen sich für die Stationärrolle?

Mit der Stationärrolle kann man unter anderem folgende Techniken ausüben:

Technik Erklärung
Grundangeln Köder bleibt bewegungslos auf dem Grund
Spinnfischen Köder ist ständig in Bewegung – zum Fangen von Raubfischen
Hochseeangeln Angeln auf dem Meer / im Salzwasser
Spinnfischen Köder ist ständig in Bewegung – zum Fangen von Raubfischen
Pilken Köder bewegt sich am Grund und ahmt ein verletztes Tier nach
Jerken Köder wird ruckartig im Wasser bewegt
Vertikalangeln vom Boot aus angeln

Wie bespule ich eine Stationärrolle selber?

Stationärrollen werden handelsüblich mit leeren Spulen verkauft. Das bedeutet, dass du die Angelrolle selbst bespulen musst. Wie das geht, erfährst du im folgenden Absatz.

Um eine Rolle zu bespulen benötigst du:

  • deine Angelrute
  • deine Angelrolle
  • eine Schere
  • einen Topf
  • ein Geschirrtuch
  • die gewünschte Schnur

Wenn du dir nicht sicher bist, welche und wie viel Schnur du verwenden solltest, wirf einen Blick auf die Beschreibung der Verpackung deiner Angelrolle. Solltest du die Verpackung nicht mehr haben, kannst du auch im Netz nach dem Datenblatt deiner Stationärrolle suchen und unter dem Punkt “Schnurfassung” nachschauen

Achte auf die richtige Einheit. Manchmal wird nicht nach mm/m sondern lb/yds gemessen.

Mit der folgenden Anleitung ist deine Angelrolle im Handumdrehen einsatzbereit. Los geht’s!

  1. Vorbereitung: Schraube die Stationärrolle an das Unterteil deiner Angel. Versichere dich, dass die Bremse geschlossen ist und lege deine Schnurspule in einen Topf, damit sie sich dort frei bewegen kann.
  2. Knoten bilden: Bilde einen Schlaufenknoten und schneide das Ende möglichst knapp ab. Danach formst du eine zweite Schlaufe und fädelst diese durch den ersten Schlaufenknoten. Es bildet sich ein Galgenknoten, dessen Schleife sich beim Ziehen der Schnur verkleinert.
  3. In Postion bringen: Den Galgenknoten nun von oben durch den Angelring fädeln, den Schnurfangbügel öffnen, die Schleife über die Spule stülpen und anziehen.
  4. Aufwickeln: Die Schnur parallel zur Rute halten und mit Geschirrtuch und 2 Fingern spannen. Am Anfang die Schnur ein paar Mal manuell aufwickeln und dann mit dem Kurbeln beginnen. Zum Schluss ca. 1 Millimeter Abstand zum Spulenkopf lassen, damit sich beim Auswurf später keinen Schleifen oder Perücken bilden.

Welche Schnurarten gibt es für die Stationärrolle?

Es gibt 2 Arten von Schnur:

  • Monofile Schnur: Besteht aus Kunststoff oder Carbon und ist universell einsetzbar. Farbe sollte Gewässer ähneln
  • Geflochtene Schnur: Mehrere dünnere Schnüre werden zu einem Strang geflochten. Dadurch besitzt sie eine höhere Tragkraft als eine gleichdicke monofile Schnur. Leider verwirren sich solche Schnüre gerne.

Warum hat die Stationärrolle ein verstellbare Schnurbremse?

Die Schnurbremse verhindert das Reißen der Angelschnur. Beißt ein Fisch plötzlich an und macht im Zuge dessen einen ordentlichen Ruck, gibt die Spule Dank Schnurbremse nach, ohne abzureißen oder den Fisch komplett ziehen zu lassen.

Welches Zubehör gibt es für Stationärrollen?

Zu den meist sinnvollsten Gadgets zählen:

  • Tiefenzähler: Zeigt dir an wie in welcher Tiefe sich der Köder im Wasser befindet. Das ist sehr hilfreich, wenn man in tiefen Gewässern fischt.
  • Ersatzspule: Bei manchen Stationärrollen lässt sich die Spule sehr einfach tauschen. Somit kannst du im Handumdrehen auf eine andere Schnurstärke oder Farbe umsteigen, ohne die ganze Rolle sofort wechseln zu müssen.
  • Bissanzeiger: Dieses Gadget signalisiert dem Fischer einen Anbiss. Das geschieht akustisch mittels Glöckchen und optisch mit der Hilfe von technischen Sensoren oder einem Knicklicht am Köder.
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Der Bissanzeiger spielt besonders beim Nachtangeln eine große Rolle. Der Fischer übersieht im Dunklen nicht den Anbiss und der Fisch muss nicht unnötig lange leiden.  (Bildquelle: Julie Rotter / unsplash)

Natürlich gibt es noch viel mehr Zubehör mit dem du deine Angelrolle tunen kannst.

Was bedeuten die Zahlen bei einer Übersetzung einer Stationärrolle?

Keine Sorge – das Übersetzen von Fremdsprachen ist damit nicht gemeint. Es geht um das Übersetzungsverhältnis zwischen Angelkurbe und Angelspule.

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Der Europäische Wels kann eine Länge von 1 bis 1,5 Metern und ein Gewicht bis zu 50 Kilogramm und mehr erreichen. Deshalb ist es wichtig, eine leistungstarke Angelrolle zu verwenden.
(Bildquellen: Milos Prelevic / unsplash)

Steht z. B. ein Verhältnis von 5:1, heißt das nichts anderes als “Drehst du einmal an der Kurbel, dreht sich die Spule im Gehäuse 5 Mal”. Je höher die Übersetzung, desto schneller kann man den Köder einholen.

Was bedeuten die Zahlen, die bei den Stationärrollen daneben stehen?

Dir sind bestimmt schon einmal die Zahlen in Kombination mit Angelmarken (z. B. Daiwa BG 5000 SW oder Okuma Epixor XT EPXT-30) unter die Augen gekommen. Diese Zahlen stehen für nichts anderes als die Größe der Rolle. Grundsätzlich fangen die Größen bei 500 an und gehen bis 12.000. Je höher die Zahl, desto größer die Rolle und Schnurfassung.

Die Angaben sind jedoch nicht genormt und bleiben jedem Hersteller selber überlassen. Grundsätzlich gilt aber folgendes:

Größenklasse Fischart
1000 – 2000er Fische wie Barsch, Forelle und Zander
3000 – 4000er Fische wie Hecht, Dorsch und Lachs
5000er und mehr Raubfische wie Wels, Thunfisch, Karpfen und Heilbutt

Bildquelle: Ilic/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Wolfgang ist in jeder freien Minute in der Natur unterwegs. Dort kann er zur Ruhe kommen und Kraft tanken. Neben dem Campen ist seine große Leidenschaft das Angeln. Wolfgang und sein Sohn sind oft tagelang auf Angelausflügen unterwegs und genießen dort die unberührte Natur. Um die perfekte Angelausrüstung zu finden, informiert er sich ständig über die neuesten Trends.