Willkommen bei unserem großen Snowboard Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Snowboards. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, das für dich beste Snowboard zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir ein Snowboard kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Snowboard ist ein als Sportgerät für den Winter dienendes Brett, das für das Gleiten auf Schnee verwendet wird. Dieses gibt es in verschiedenen Formen und mit verschiedenen Profilen.
  • Grundsätzlich kannst du zwischen vier verschiedenen Arten von Snowboards unterscheiden, zu denen das All-Mountain Board, das Freeride Board, das Freestyle Board und das Splitboard gehören. Jede Art hat seine individuellen Vor- und Nachteile.
  • Jede Art richtet sich jeweils nach einem bestimmten Einsatzbereich. Je nachdem, wo du lieber unterwegs bist und wie gut du fahren kannst, eignet sich eines der vier Snowboardarten besser für dich.

Snowboard Test: Favoriten der Redaktion

Das beste Allrounder Snowboard

Das Freeride Snowboard Flagship des Herstellers Jones Snowboard ist ein qualitativ hochwertiges Snowboard, dass sich für verschiedene Gelände-Typen eignet. Es ist mit einem kraftvollen Camber mit Vorspannung im Bindungsbereich ausgestattet und läuft in Rocker Tips aus.

Dadurch wird sichergestellt, dass du das Flagship auch bei hohen Geschwindigkeiten immer unter Kontrolle hast und du deine Laufruhe beibehältst. Die welligen Magne-Traction Kanten sind sehr griffig und funktionieren auch noch bei harschen Schneeverhältnissen.

Für ordentlich Auftrieb im Tiefschnee sorgt die sogenannte „Spoon Technologie“. Hierbei sind die Tips wie ein Löffel seitlich aufgebogen, dadurch wird der Schnee optimal verdrängt und das Board gleitet mühelos oben. An den Rezensionen spiegelt sich wieder, dass das Board vor allem international beliebt ist.

Das beste Snowboard für Anfänger

Wenn du sofort mit dem Snowboarden durchstarten möchtest, eignet sich das Snowboard Komplett-Set von Airtracks super für dich. Im Lieferumfang enthalten sind das Snowboard, die Bindung sowie die Snowboard Boots. Das Preis-Leistungs-Verhältnis für dieses Angebot ist wirklich gut!

Das finden auch die Käufer des Snowboard Komplett-Sets und loben, dass das Produkt in Anbetracht des Preises super verarbeitet ist. Für den spontanen Winterurlaub auf jeden Fall eine Empfehlung!

Das beste Splitboard

Das Explorer Splitboard des Herstellers Jones Snowboards überzeugt vor allem mit seinem coolen Design und dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Es handelt sich dabei um ein mittelweiches „All Terrain“ Splitboard, das sehr leicht ist und sich im Backcountry ganz einfach in zwei Skis aufsplitten lässt. Mit dem Hybrid Camber und der Magne-Traction hast du eine griffige Kante auf harschen Pisten aber laut Hersteller auch ein spielerisches Fahrverhalten im Powder.

Die gesinterte Base des Jones Explorer Split sorgt für ein reibungsloses Gleitverhalten, außerdem ist sie bereits vorgewachst und sofort einsatzbereit!

Das beste Snowboard für Kinder

Das Kinder Freestyle Snowboard des bekannten Herstellers Burton eignet sich hervorragend, um das Kind an das Snowboardfahren zu gewöhnen.

Der Hersteller empfiehlt das Board vor allem, um auf Schnee, Teppich oder sogar Gras dem Kind erste Lernerfahrung nach Hause zu bringen. Durch die geringe Reibung der Oberfläche kannst du dein Kind ganz einfach über viele verschiedene Oberflächen ziehen.

Am Board sind auch Einsätze angebracht, auf denen später Bindungen montiert werden können, sobald dein Kind für den richtigen Schnee bereit ist.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Snowboard kaufst

Was kostet ein Snowboard?

Snowboards gibt es generell in allen Preisklassen wobei die Untergrenze bei einem Brett für Erwachsene meist bei 200 Euro und bei einem Kinderboard bei 140 Euro liegt.

Legst du sehr viel Wert auf Qualität oder hast du spezielle Vorstellungen kann es natürlich auch etwas teurer werden. Hast du dich zum Beispiel für ein Splitboard entschieden, musst du mit einem Preis ab ca 600 Euro rechnen.

Du solltest auf alle Fälle immer auf Angebote achten. In vielen Sportgeschäften werden Kombis angeboten, wo du Board und Bindung oder sogar noch Boots dazu in einem Paket bekommen kannst zu einem niedrigeren Preis.

Wo kann ich ein Snowboard kaufen?

Ein einfaches Board bekommst du eigentlich in fast jedem herkömmlichen Sportfachgeschäft. Wenn du jedoch auf gute Beratung zählst und vielleicht auf der Suche nach einem etwas teureren und besseren Brett bist, empfiehlt es sich ein Shop aufzusuchen der sich auf den Bereich Boardsport spezialisiert hat.

Die bekanntesten Boardsportshops in Österreich sowie Deutschland sind Blue Tomato und Planet Sports. Du kannst natürlich auch in einen Shop des Herstellers gehen wobei dort die Ware meist etwas teurer ist.

Was ist die richtige Länge und Breite des Brettes?

Die Länge des Snowboards hängt grundsätzlich von vier Faktoren ab:

  • Deiner Größe
  • Deinem Gewicht
  • Dem Einsatzbereich
  • Deinen persönlichen Präferenzen

Etwas längere Bretter zeichnen sich vor allem durch ihre Stabilität aus und sind gut geeignet fürs Powdern (Tiefschneefahren). Kürzere Bretter wiederum sind viel wendiger und flexibler und sind hervorragende Begleiter für einen Tag im Park. Diese Tabelle zeigt grobe Richtlinien, die dir helfen sollen ein Board mit der richtigen Größe zu wählen.

Körpergröße Körpergewicht Snowboard-Größe
147 cm 50-55 kg 128-136 cm
152 cm 52-62 kg 133-141 cm
158 cm 60-65 kg 139-147 cm
163 cm 65-70 kg 144-152 cm
168 cm 67-75 kg 149-157 cm
173 cm 72-79 kg 154-162 cm
178 cm 76-85 kg 159-167 cm
183+ cm 80-87+ kg 160+ cm

Die Breite des Brettes hängt wiederum von deiner Schuhgröße und deinen Präferenzen ab. Hast du etwas kleinere Füße solltest du dir überlegen in ein schmäleres Board zu investieren.

Natürlich spielen deine Vorlieben und der Einsatzbereich auch eine wichtige Rolle. Bist du viel im Backcountry unterwegs, ist ein breiteres Brett besser geeignet für dich. Magst du es jedoch schnell und liebst es zu carven, dann ist sicherlich ein schmäleres Board passender für dich. (Bildquelle: unsplash.com / Hamish Duncan)

Sind deine Füße jedoch größer ist ein etwas breiteres Board besser für dich geeignet. Ab einer Schuhgröße von 44 gibt es speziell angefertigte Bretter die ein bisschen breiter sind. Am besten ist es, wenn du beim Snowboardkauf deine Schuhe dabei hast.

Welches Profil ist das richtige für mich?

Unter Profil versteht man verschiedenen Arten von Vorspannungen die ein Snowboard haben kann.
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Im Allgemeinen wird zwischen vier verschiedenen Typen von Vorspannungen unterschieden:

  • Camber
  • Rocker
  • Flat
  • Hybrid

Der Camber hat eine positive Vorspannung was dafür sorgt, das dass Board nahe der Nose sowie dem Tail jeweils im Kontakt mit dem Schnee kommen. Dieses Profil gibt dem Brett mehr Stabilität und Sicherheit, hat aber den Nachtteil, dass du schneller mal im Schnee verkantest als mit einem anderen Profil.

Das Rocker Board hat wiederum eine negative Vorspannung und hat somit die Kontaktfläche mit dem Schnee in der Mitte des Brettes. Dadurch wird das Board wendiger und drehfreudiger. Diese Art von Konstruktion wir daher meist beim Fahren von Rails und Boxen (Jibben) im Park verwendet.

Wie der Name Flat schon sagt, liegt diese Art von Brett vollkommen mit der Lauffläche auf dem Boden auf. So vereint es manche Vorteile von Rocker und Camber und vermeidet einige Nachteile der beiden Konstruktionen.

Das Hybrid Board ist eine Mischung aus Camber und Rocker und unterscheidet sich wieder in drei verschiedenen Typen:

  • Hybrid mit Camberelementen
  • Hybrid mit Rockerelementen
  • Hybrid Flat

Bei diesen Profiltypen werden einfach die Vorteile von zum Beispiel einem Rocker hervorgehoben und die Nachteile verringert.

Experte für Snowboarden

„Leichte Bretter sind zwar leichter und lebendiger zu fahren, halten bei Steinkontakt im Geländer aber auch weniger aus. Daher nicht all zu „leicht“ gehen.“

Wie finde ich den passenden Shape?

Der Shape eines Boards ist die Form von oben betrachtet. Dabei werden wieder zwischen vier verschiedenen Formen unterschieden:

  • Twin
  • Directional Twin
  • Directional
  • Tapered

Ein Twin Shape Snowboard hat eine vollkommen symmetrische From. Das heißt, dass sowohl Nose als auch Tail dieselbe Form sowie Länge haben. Diese Art von Shape findest du meistens bei den Freestyle Boards, da diese Art gerade für den Park geeignet ist.

Das Directional Twin Board unterscheidet sich vom Aussehen kaum vom herkömmlichen Twin. Der Unterschied liegt im Tail, welches bei diesem Shape etwas härter ist als die Nose und der Rest des Brettes. Das sorgt dafür, dass du nicht nur im Park sondern auch abseits der Piste deinen Spaß haben kannst.

Bei einem Directional Shape ist die Nose meist länger als das Tail, dadurch bekommt das Board mehr Stabilität und einen besseren Auftrieb im Tiefschnee. Dieses Board ist gerade dann geeignet, wenn du dich nicht nur auf einen Einsatzbereich beschränken möchtest.

Du kannst mit diesem Board sowohl Piste als auch im Backcountry fahren.

Beim Taprered Brett wird das Board Richtung Tail etwas schmäler und ist eigentlich wie gemacht fürs Freeriden. Gerade weil das Brett Richtung Nose breiter wird verspricht es einen starken Auftrieb im Tiefschnee.

Was ist der richtige Flex?

Wenn man vom Flex spricht, meint man die Härte oder Weiche des Brettes. Grundsätzlich wird der Flex mit 1 für weich bis 10 für hart angegeben. Freestyle Boards sind zum Beispiel meist weichere Bretter und eignen sich auch hervorragend für Anfänger.

All-Mountain Boards variieren von weich bis hart und Freeride Bretter haben einen härteren Flex. Je nach dem welcher Flex dir mehr zusagt oder je nach dem wo du später mal am Berg unterwegs bist, eignet sich ein härteres oder ein etwas weicheres Brett für dich.

Der Flex hängt auch vom verbauten Material ab und ganz besonders von Kern, welcher das “Fundament” des Boards bildet. Hier eine kleine Übersicht verschiedener Kernarten und ihre Beschaffenheit

Material Beschreibung Boardeinsatz
Holz Holz ist durch seine einzigartige Beschaffung sehr beliebt. Je nach Holzart kann man abwägen, welchen Flex das Board hat. Boards in der oberen Preisklasse, Allrounder Boards
Schaum Schaumkerne sind mit Vorsicht zu genießen und sollten generell gemieden werden. Der Schaum verliert schnell an Vorspannung und sorgt für ein schwammiges Fahrerlebnis. Billigboards
Aluminium-Wabe Aluminium-Waben-Kerne sind durchaus eine nennenswerte Alternative gegenüber dem Holzkern. Verfügen meist aber nicht über die nötige Allround-Beschaffung. Boards der mittleren Preisklasse.
Carbon-Kevlar Carbon-Kevlar-Kerne sind dank ihrer hohen Flexibilität und Robustheit ein sichere Wahl. Sie machen das Board insgesamt leichter. Boards in der hohen Preisklasse (wie Speed Snowboards etc.).

Entscheidung: Welche Arten von Snowboards gibt es und welche ist die richtige für dich?

Es gibt grundsätzlich vier verschiedene Arten von Snowboards:

  • All-Mountain Board
  • Freeride Board
  • Freestyle Board
  • Splitboard

Jedes dieser Art richtet sich nach einem bestimmten Terrain und bringt somit für jedes Brett gewisse Vor- und Nachteile mit sich. Je nach dem wo du lieber mit deinem Brett unterwegs bist, eignet sich eine andere Art von Snowboard für dich.

In diesem Abschnitt wollen wir dir dabei helfen herauszufinden welche Art von Snowboard zu dir passt bzw. was dein bevorzugter Einsatzbereich ist. Dazu stellen wir dir alle vier Arten von Snowboards vor und zählen deren Vorteile sowie Nachteile auf.

Was zeichnet das All-Mountain Board aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Das All-Mountain Board ist, wie es schon der Name sagt, ein Brett für alle Einsatzbereiche. Egal ob auf der Piste oder im Tiefschnee das All-Mountain Board ist für jedes Terrain geeignet.

Vorteile
  • Einsatzflexibel
  • Ideal für Anfänger
  • Für alle Level geeignet
Nachteile
  • Sehr allgemein

Gerade dadurch, dass dieses Brett so einsatzflexibel ist und für jedes Fahrerlevel herangezogen werden kann, ist es auch für Anfänger sehr empfehlenswert.

Wenn du jedoch schon deinen Riding Style gefunden hast und die Frage nach dem Einsatzbereich schon gelöst hast, wirst du wohl auf eine andere Art zurückgreifen, da das All-Mountain Board zwar für jedes Terrain geeignet aber jedoch nicht unbedingt passend ist, wenn man sich für einen Einsatzbereich spezialisieren will.

Was zeichnet das Freeride Board aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Wenn du vor allem im Backcountry und im Tiefschnee unterwegs bist ist ein Freeride Board genau das richtige Brett für dich. Die Form bei dieser Art von Brett ist nicht symmetrisch. Also die Nose (das fordere Ende des Boards) ist grundsätzlich länger als das Tail (hintere Ende des Boards).

Vorteile
  • Geeignet für Backcountry
  • Auftrieb im Tiefschnee
  • Entlastung hinteres Bein
  • Stabil
Nachteile
  • Nicht geeignet für Park
  • Switchfahren wird erschwert
  • Wendigkeit geht verloren

Die asymmetrische Form des Freeride Boards ermöglicht einen besseren Auftrieb im Tiefschnee und sorgt für eine Entlastung des hinteren Beines. Dabei wird meistens die Bindung etwas zurück versetzt montiert um das Gewicht nach hinten zu verlagern und damit ein Versinken der Nose zu verhindern.

Bretter zum Freeriden sind auch meist etwas länger, was Stabilität gewährleisten soll. Die Länge des Brettes nimmt dem Board aber auch die Wendigkeit und dadurch, dass die Nose etwas länger ist als das Tail, wird das Swtichfahren (Rückwärtsfahren) erschwert und somit ist das Freeride Board auch nicht geeignet für den Park.

Was zeichnet das Freestyle Board aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Das Freesyle Board ist für all jene die den Park zu ihrem Zuhause machen. Egal ob Rails, Boxen oder Kicker, das Freestyle Board ist das richtige Brett für den Park. Diese Art von Brett zeichnet sich vor allem durch seine symmetrische Form aus.

Also sowohl Nose als auch Tail haben die gleiche Form sowie Länge. Ein weiteres Merkmal des Freestyle Boards ist die Größe. Meist sind sie etwas kürzer als zum Beispiel ein Freeride Board.

Vorteile
  • Geeignet für den Park
  • Vorwärts- sowie Rückwärtsfahren
  • Wendig und flexibel
  • Für Anfänger geeignet
Nachteile
  • instabil
  • Nicht geeignet für schnelles Fahren und carven

Durch die Symmetrische Form ist es möglich sowohl vorwärts als auch rückwärts zu fahren, und die Kürze des Brettes macht das Board wendiger und auch flexibler. Darüber hinaus ist das Freestyle Board auch interessant für Anfänger, da die Wendigkeit und die Flexibilität das Brett fehlerverzeihender machen.

Das Freestyle Board ist jedoch auch etwas instabiler und oft nicht gedacht für sehr schnelles Fahren, da es durch seine etwas kleinere Größe leichter ins Flattern kommt.

Durch die wendigen und verspielten Eigenschaften macht das Freestyle Board aber leider auch einige Abstriche bezüglich Kantenhalt und ist somit nicht wirklich fürs Carven gedacht.

Was zeichnet das Splitboard aus und was sind seine Vorteile und Nachteile?

Das Splitboard ist eine besondere Art von Brett, dass sich von den anderen Arten besonders dadurch unterscheidet da du es in zwei separate Ski teilen kannst. Es ist vor allem für das Backcountry geeignet. Für den Aufstieg wird das Brett in zwei Ski geteilt. Oben am Gipfel werden die zwei Ski wieder zu einem Board zusammengefügt.

Vorteile
  • Für lange Touren geeignet
Nachteile
  • Nicht für Park und Piste

Dadurch dass man das Splitboard in zwei Ski teilen kann ist es gerade für längere Touren geeignet, und man vermeidet die lange Schlange vorm Skilift. Das Splitboard ist wie gemacht für Leute die Tiefschneefahren mit Skitouren vereinen möchten, doch für die Piste und den Park ist es eher ungeeignet.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Snowboards vergleichen und bewerten

In diesem Abschnitt wollen wir dir zeigen wie du Snowboards bewerten und vergleichen kannst. So wird es dir leichter fallen eine Auswahl zu treffen und dein perfektes Board zu finden. Dabei gehen wir genauer auf die nachstehend genannten fünf Kaufkriterien ein:

  • Einsatzbereich
  • Fahrerlevel
  • Größe
  • Base
  • Bindungssystem

Im nachfolgenden Text beschreiben wir jede der Kriterien etwas genauer und du wirst bemerken, welche Faktoren, wenn es um den Kauf eines Brettes geht, für dich relevant sind.

Der Einsatzbereich

Beim Snowboarden kannst du generell zwischen drei Einsatzbereichen unterscheiden:

  • Piste
  • Park
  • Backcountry

Je nachdem wo du lieber mit deinem Brett unterwegs bist, wirst du auch dein Snowboard anhand bestimmter Eigenschaften auswählen.

Wenn du zum Beispiel gerne Piste fährst und du es liebst zu carven oder etwas schneller zu fahren, ist es von Vorteil wenn du nach einem Board mit einer positiven Vorspannung, also einem Camber, Ausschau hältst. Dieser wird dir einen guten Kantenhalt und Stabilität geben, die du für die Piste brauchst.

Beim Shape kommt es darauf an, ob du es auf der Piste etwas verspielter haben möchtest oder doch eher auf Carves und Turns stehst. Für die erste Variante ist ein directional twin shaped Board sicher die bessere Wahl für dich. Bei der zweiten Variante eignet sich jedoch ein directional shape.

Wenn der Park aber dein zuhause ist, dann ist ein twin shaped Board auf jeden Fall ein Kaufkriterium. Die symmetrische Form des Brettes ermöglichen dir das Switchfahren sowie das Erlernen oder Ausführen von Switchtricks, welche einen großen Bestandteil der heutigen Tricks ausmachen.

Beim Profil kommt es wiederum darauf an, ob du lieber jibbst oder Kicker springst. Ein Rocker Board eignet sich auf alle Fälle gut für Rails und Boxen. Dieses Profil gibt dem Brett eine lockere und verspielte Art, die auch sehr technische Tricks einfach wirken lässt. (Bildquelle: unsplash.com / Karl Köhler)

Bei großen Kickern oder beim Pipefahren ist ein Camber passender. Dieser ist einfach aggressiver und hat mehr Kantenhalt als ein Rocker. Fährst du Rails und Boxen genauso gerne wie Kicker, eignet sich eine Mischung (Flat, Hybrid) der beiden Konstruktionen am besten für dich.

Wenn du leidenschaftliche gerne powderst und viel im Backcountry unterwegs bist, dann solltest du dir überlegen ein Freeride Board zuzulegen. Dabei ist ein Brett mit einem directional oder tapered Shape genau die richtige Wahl für dich.

Beim Profil eignet sich am besten eine positive Vorspannung wobei ein Hybrid oder Rocker auch keine schlechte Wahl sind.

Das Fahrerlevel

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Natürlich ist es wichtig ein Snowboard zu wählen, dass deinem Fahrerlevel entspricht. Dabei wird grundsätzlich zwischen drei verschiedenen Levels unterschieden:

  • Anfänger
  • Fortgeschritten
  • Profi

Für Anfänger ist ein Rocker empfehlenswert, da dieser einfach fehlerverzeihender ist. Der Nachteil dabei ist, dass beim Rocker Griffigkeit verloren geht. Deswegen sind Mischform sowie Flat und Hybrid ein guter Kompromiss wenn du etwas mehr Griff im Schnee haben möchtest.

Das perfekte Anfängerboard sollte auf alle Fälle einen weicheren Flex haben, da Fehler so besser ausgeglichen werden können. Der Camber ist dann eher für fortgeschrittene Fahrer gedacht, die schon wissen wie sie mit einem etwas aggressiveren Board umgehen können.

Wenn du schon etwas besser fahren kannst und schon einige Snowboardtrips hinter dir hast oder vielleicht schon ein Profi bist, sind eigentlich alle Bretter für dich geeignet. Dann kommt es einfach nur noch auf deine persönlichen Präferenzen und deinem Einsatzbereich an.

Die Größe

Wenn du verschiedene Snowboardmodelle miteinander vergleichst ist es sehr wichtig auf die Größe zu achten, denn die Hersteller lassen ihrer Modelle immer nur in bestimmten Größen produzieren.

Wenn du also schon eine Idee hast wie groß dein Brett sein sollte und du schon einige Modelle die dir zusagen im Kopf hast, solltest du auf jeden Fall prüfen ob diese Snowboards auch in deiner Größe erhältlich sind.

Dabei schaust du am besten auf die Webseite des Herstellers. Dort müsste beim Modell dabei stehen in welchen Größen es erhältlich ist.

Viele Hersteller hängen hinter der Größe noch ein „w“ hinten dran. Dies sind spezielle Größen für Leute mit etwas größeren Füßen. Ob bestimmte Modelle als Wide Board erhältlich sind kannst du auch auf der Homepage des Herstellers prüfen.

Wenn du dir nicht sicher bist welche die richtige Boardgröße für dich ist, kannst du nochmal zum Abschnitt „Ratgeber“ zurückgehen. Dort haben wir dir eine Tabelle bereitgestellt die dir dabei helfen soll deine richtige Größe zu finden.

Die Base

Die Base ist der Belag an der Unterseite des Snowboards, welcher sich durch die Herstellung und durch seine Eigenschaften unterscheidet. Generell wird zwischen zwei verschiedenen Typen von Board Bases unterschieden:

  • Extruded Base
  • Sintered Base

Der Extrudierte Belag ist in der Herstellung etwas billiger und wird deswegen auch meist für Beginner Boards herangenommen. Auch für Rails und fürs Street Snowboarding ist ein Brett mit einer Extruded Base besser geeignet, da sie einfach widerstandsfähiger und einfacher zu reparieren ist.

Ein Nachteil ist, dass dieser Art von Belag im Schnee langsamer ist und das Wachs hält nicht so lange wie bei einer gesinterten Base.

Die Sintered Base ist eher für Bretter für fortgeschrittene Fahrer gedacht. Sie ist etwas teurer, dafür hält das Wachs länger und du bist schneller im Schnee unterwegs. Der Nachteil ist, dass beim gesinterten Belag die Reparatur aufwendiger und mit höheren Kosten verbunden ist.

Das Bindungssystem

Es ist wichtig zu wissen, dass es grundsätzlich zwei unterschiedliche Befestigungsvarianten der Bindung an das Snowboard gibt:

  • Channel System
  • 4×4 Disc System
  • 2×4 Disc System

Dabei musst du beachten, dass zum Beispiel eine Bindung mit einem Channel System auch nur mit einem Brett kompatibel ist, welches auf dasselbe System ausgerichtet ist.

Das Channel System ist ein Bindungssystem von Burton und setzt voraus, dass wenn du ein Burton Snowboard kaufst, du auch eine passende Burton Bindung dazu benötigst.

Bei dieser Art von System wird die Bindung auf einer Schiene befestigt und du hast dadurch unendlich viele Möglichkeiten die Bindung in Sachen Stance und Grad zu verstellen.

Beim traditionellen 4×4 Disc System wird die Bindung mit jeweils 4 Schrauben auf dem Brett montiert. Dabei sind immer jeweils 4 Inches zwischen den zwei Reihen und 4 Inches zwischen den Löchern der jeweiligen Reihe. (Bildquelle: unsplash.com / Johannes Waibel)

Die meisten Snowboardhersteller verwenden dieses System und es ist deswegen mit fast jedem Board kombinierbar. Das 2×4 Disc System ist fast gleich wie das 4×4 System, nur dass eben die Löcher in den jeweiligen Reihen nur 2 Inches auseinander sind.

Wenn du dich für ein Burton Snowboard entschieden hast, aber doch lieber eine Bindung eines anderen Herstellers haben möchtest, gibt es noch die Möglichkeit eine Adapterdisk zu kaufen. Diese sollte eine Kompatibilität sicherstellen. Perfekt auf das Channel System abgestimmt sind aber jedoch nur die EST Bindungen von Burton.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Snowboard

Das Snowboard richtig montieren

Wenn du die Bindung deines Snowboards montieren möchtest, musst du drei Dinge beachten.

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  • Du musst herausfinden ob du Goofy oder Regular fährst
  • Du solltest wissen wo auf dem Brett und in welchem Abstand du die Bindung montierst
  • Und du musst die Bindungswinkel passend einstellen

Um herauszufinden ob du Goofy (mit dem rechten Fuß vorne) oder Regular (mit dem linken Fuß vorne) fährst, stellst du dich einfach gerade hin und lässt dich von einem Freund von hinten leicht stoßen. Das Bein das zuerst nach vorne tritt, ist das Bein welches auch beim Snowboarden vorne stehen wird.

Dein Stance bzw. dein Bindungsabstand wird generell so eingestellt wie es dir am angenehmsten ist. In der Regel gilt: ein etwas breiterer Stance bietet mehr Stabilität als ein wenig breiterer. Eine Faustregel besagt auch, dass die Knie beim Beugen immer über den Füßen liegen sollten.

Die richtige Bindungsposition sowie der richtige Bindungswinkel hängen sehr stark von deinem Einsatzbereich und Präferenzen ab. Bist du viel im Park unterwegs, ist eine zentrierte Bindungsposition und ein Duck-Stance (negativer Winkel hinten, positiver Winkel vorne) von Vorteil.

Beim Freeriden wiederum ist es besser, die Bindung von der Boardmitte aus etwas nach hinten zu platzieren und den hinteren Bindungswinkel flacher und den vorderen etwas steiler einzustellen.

Das Snowboard richtig pflegen und lagern

Um dein Snowboard möglichst lang verwenden zu können, solltest du es richtig pflegen und lagern. Dazu gehört eine trockene Lagerung und regelmäßiges Waxes und Pflegen.

Am besten lagerst du dein Brett in einem Raum der dunkel und trocken ist. Trockene Kellerräume oder Dachböden eignen sich gut dafür. Es sollten aber in dem Lagerraum nicht allzu hohe Temperaturschwankungen geben, denn das könnte Rost verursachen.

Du solltest dein Board auch regelmäßig waxen und wenn das Brett nach der letzten Abfahrt noch nass ist, abtrocknen. Durch das Waxen bleibt die Gleitfähigkeit des Brettes erhalten und durch das Abtrocknen vermeidest du Rost an den Kanten.

Eine kurze Geschichte des Snowboardens

Das Snowboarden entstand in den 1960er Jahren in Lake Michigan. Dort feierten Sherman Poppen und seine Familie gerade Weihnachten. Während Sherman draußen im Schnee mit seinen Kindern spielte kam ihn eine Idee:

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Wusstest du, dass die ersten Snowboards erst im Jahr 1977 verkauft wurden?

Der heute wohl bekannteste Snowboardhersteller Burton produzierte eine Kleinserie von Boards, mit denen sie damals jedoch noch keinen kommerziellen Erfolg erzielen konnten.

Er nahm die neuen Ski seiner Tochter, band diese zusammen und surfte so durch den Schnee. So erfand Sherman Poppen das Snurfing und legte damit den Anfang der Geschichte des Snowboardens fest.

In den darauffolgenden Jahren fingen einige Leute an, Snowboards herzustellen. Darunter auch Jack Burton, der nicht nur das erste Board mit Bindung baute, sondern auch eine der erfolgreichsten Snowboardfirmen gründete (Burton Snowboard Company).

Anfangs war Snowboarden nicht sehr beliebt und in den meisten Skiresorts verboten. Doch nach dem Börsencrash 1987, der Wirtschaftsprobleme mit sich brachte, blieben die Skipisten leer und man öffnete die Skigebiete auch für Snowboarder. So gewann Snowboarden an Beliebtheit und wurde auch in Europa bekannter.

In den nächsten Jahren stiegen immer mehr Skifahrer aufs Snowboarden um und weitere Wettbewerbe wurden ausgetragen. 1998 gelang ein großer Durchbruch: Snowboarden wurde erstmals bei den Olympischen Spielen zugelassen und erfreut sich bis heute großer Beliebtheit.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.skiinfo.de/news/a/581425/snowboarding–die-geschichte-einer-lebensphilosophie

[2] https://www.blue-tomato.com/de-DE/page/buyersguide-snowboard-snowboards/

[3] https://www.skatedeluxe.com/blog/de/wiki/snowboarding/snowboards/

Bildquelle: pixabay.com / spinheike

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