Zuletzt aktualisiert: 31. Juli 2020

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Für Reisende, Camper oder Wanderer gehört ein guter Schlafsack in der Regel zur Grundausstattung. Dabei gibt es einige Kriterien zu beachten, um einen Fehlkauf zu vermeiden. Unter anderem zählen Einsatzgebiet, Temperaturbereich oder auch die Füllung zu den wichtigen Entscheidungskriterien.

In unserem Schlafsack Test 2020 stellen wir dir die besten Modelle vor und erklären dir, wie du den für dich perfekten Schlafsack findest. Zudem haben wir dir die Antworten auf die meistgestellten Fragen zum Thema Schlafsack in unserem Artikel eingebaut, um dir so einen Überblick zu geben.

Inhaltsverzeichnis




Das Wichtigste in Kürze

  • Das wichtigste Kriterium beim Schlafsackkauf ist dessen Material. Die beiden häufigsten Füllmaterialien sind Kunstfaser und Daune.
  • Bei der Temperaturauslegung muss man auf die angegebene „Komfortzone“ achten. Diese gibt einen relativ genauen Temperaturwert an, bei dem man in seinem Schlafsack eine erholsame Nacht verbringen kann.
  • Die Vorteile der Daune sind das geringe Gewicht sowie die gute Komprimierbarkeit. Die deutlich günstigere Kunstfaser ist schwerer und besitzt zusammengerollt ein größeres Packmaß.

Schlafsack Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Allround Schlafsack

Der Active Era 150 Premium Mumienschlafsack ist besonders leicht und eignet sich ideal als Outdoor-Schlafsack für das Camping im Sommer, kann jedoch auch im Innenbereich genutzt werden. Dabei besteht das Außenmaterial aus 190T Polyester, wobei das Innere des Schlafsacks mit Hohlfaser-Futter verarbeitet ist. Der Mumienschafsack weist die Maße 210x80x50 Zentimeter auf und eignet sich optimal für Temperaturen zwischen 10 °C und 18 °C.

Das angenehme Material, die einfache Reinigung des Schlafsacks in der Waschmaschine und das leichte und praktische Design des Schlafsacks überzeugen zahlreiche Kunden, die zudem die ausreichende Wärmeleistung und die sehr gute Qualität loben.

Der beste Outdoor-Schlafsack aus Baumwollhohlfasern

Der BACKTURE Deckenschlafsack eignet sich aufgrund seiner warmen Baumwollhohlfaserstruktur für den Outdoorbereicht zu allen vier Jahreszeiten und ist dabei ein treuer und leichter Begleiter für Camping, Wandern und weitere Outdoor-Aktivitäten. Mit seinen Maßen von 220×80 Zentimetern und einem Gewicht von 1 Kilogramm ist der Schlafsack besonders handlich und lässt sich einfach in der praktischen Tragetasche verstauen.

Das angenehme Hautgefühl und die schöne Optik des Schlafsacks überzeugen Kunden neben dem leichten Flanellmaterial besonders. Auch die kompakte Größe, das einfach Transportieren und der wasserabweisende Charakter des Produktes begeistern Käufer.

Der beste Outdoor-Schlafsack mit Dokumentenfach

Dieser Outdoor Schlafsack kann vor allen Dingen aufgrund seiner Wärmeleistung und Komforttemperatur von +5 °C sowie seiner Gesamtlänge von 230 cm überzeugen. Das macht ihn zum idealen Begleiter für größere Personen. Gleichzeitig besitzt er ein sehr gutes Gewicht-Wärme-Verhältnis von 1500 g zu 5 °C Komforttemperatur.

Auch dieser Schlafsack ist mit der hochwertigen Duro-Loft-H1-Füllung aus 100 Prozent Polyester gefüllt. Die vierlagige Verarbeitung ermöglicht Temperaturgrenzen nach EU-Norm EN 13537 von Komforttemperatur +5 °C / Grenztemperatur 0 °C / Extremtemperatur -15 °C. Innen- und Außenbezug bestehen ebenfalls aus 100 Prozent Polyester, wobei der Innenbezug atmungsaktiv ist.

Der beste Outdoor-Schlafsack mit Zwei-Wege-Reißverschluss

Besonders auffallend sind bei diesem Schlafsack die zusätzlichen Features, wie dem besonders warmen Fußteil und einer hohen Wassersäule von 2.000 mm.

Der Fairbanks 190 von Grand Canyon ist ein Schlafsack mit Kunstfaserfüllung aus 100 Prozent Softnylon. Das Außenmaterial besteht aus 100 Prozent Softpolyester und ist auf der Unterseite mit einer speziellen wasserabweisenden Beschichtung bearbeitet.

Dieser Kunstfaserschlafsack von Grand Canyon hält dich mit Sicherheit warm. Er ist mit einer äußerst hochwertigen Kunstfaserfüllung ausgestattet, die Campingurlaube auch in kalten Herbstnächten möglich macht. Die doppellagige Softnylon-Füllung besteht damit den EU-Norm-Test mit einer Komforttemperatur von 2 °C.

Der beste Indoor-Schlafsack aus Seide

Der Bahidora Indoor-Schlafsack aus Mikrofaser eignet sich optimal als Hüttenschlafsack, als auch in den Sommermonaten. Dabei ist der Schlafsack besonders dünn, leicht und kompakt. Darüber hinaus ist der Schlafsack bei 30°C waschbar, atmungsaktiv und verfügt über ein praktisches Einschubfach für ein Kopfkissen.

Der Schlafsack weist die Maße 90×220 Zentimeter auf und ist für Frauen und Männer geeignet. Die hochwertige Verarbeitung, der angenehme und pflegeleichte Stoff und das sehr leichte Gewicht des Schlafsacks stoßen bei zahlreichen Kunden auf Begeisterung. Besonders geschätzt werden zudem das Einschubfach und das praktische Packmaß.

Der beste Schlafsack für den Innen- und Außenbereich

Der Coleman Pacific 220 sticht vor allen Dingen mit seinem Innenfutter aus Baumwoll-Flanell hervor. Es handelt sich um einen Schlafsack, der für die Frühlingsmonate bis in den Spätsommer hinein genutzt werden kann. Der Deckenschlafsack ist besonders kuschlig und komfortabel und daher super für gemütliche Campingurlaube oder auch drinnen bestens geeignet.

Innen hat er eine Polyester-Hohlfaserfüllung. Der Außenbezug besteht aus wasserabweisendem Polyester. Für ein angenehmes Gefühl auf der Haut hat Coleman im Pacific 220 Baumwoll-Flanell für den Innenbezug verwendet.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Schlafsack kaufst

Was ein Schlafsack ist, ist jedem bekannt. Doch was einen Schlafsack ausmacht und worauf du achten solltest, wenn du dir einen Schlafsack zulegen möchtest, weiß nicht jeder. Die wichtigsten Informationen haben wir im Folgenden zusammengefasst.

Wann lohnt es sich, einen Schlafsack anzuschaffen?

Ein Schlafsack ist auf Reisen immer dein eigenes kleines Zuhause. Du solltest dich darin wohlfühlen und gut erholen können.

So wie du ungern in der Bettwäsche eines Fremden schlafen würdest, so macht es deshalb auch wenig Sinn, sich einen Schlafsack auszuleihen. Mit der richtigen Unterlage schützt er dich vor Unterkühlung und sorgt damit für einen erholsamen Schlaf.

Eine Decke oder ein Feldbett kann dich nicht in gleicher Weise wärmen, denn die benötigte Isolation deiner Körperwärme wird nicht ausreichend geleistet. Wenn du allerdings nur eine Nacht im Auto verbringst, reicht mit großer Wahrscheinlichkeit eine Bettdecke.

Ein Indoor-Schlafsack (auch Hüttenschlafsack genannt) dient vor allem der Hygiene in Betten, in denen schon hunderte Gäste vor dir geschlafen haben und einen anstrengenden Wandertag hatten. Er schützt dich vor Schweiß und Dreck in den Bettdecken, weil er deinen Schlafbereich von den Herbergendecken abgrenzt.

Hüttenschlafsäcke sind schon ab ca. 10 Euro erhältlich. Das Ausleihen in Hütten oder Jugendherbergen kostet ca. 5 Euro pro Nacht. Daher lohnt es sich schon bei zwei Übernachtungen, einen eigenen zu besitzen.

Schlafsack-Reisen

Ein guter Schlafsack gehört zu jeder guten Abenteurerausrüstung dazu. (Bildquelle: pixabay.com / Pexels)

Ein Schlafsack gehört damit ganz klar zu jeder Outdoorausrüstung. Aber auch für Übernachtungen in Jugendherbergen oder Hütten bietet ein Schlafsack deutlich mehr Komfort. Für Kindergeburtstage mit Übernachtungen bieten sich Schlafsäcke ebenfalls an.

Wenn du gerne Campingurlaube unternimmst oder beim Wandern in Hütten übernachtest, ist ein eigener Schlafsack dein treuer Begleiter. Ein Drei- beziehungsweise Vier-Jahreszeiten-Schlafsack deckt meist einen Temperaturbereich von 0 bis -10 beziehungsweise -15 °C ab und ist damit universell einsetzbar.

Im Sommer kann er geöffnet als Decke verwendet werden und im Herbst und Winter schützt er vor der eisigen Kälte. Das macht ihn auch ideal als Sommerschlafsack.

Wenn du also nicht gerade planst, einen Schlafsack für eine Expedition ins Eis zu kaufen, gibt es ausreichend Universalmodelle, deren Anschaffung sich für das ganze Jahr auszahlt.

Welcher Schlafsack hält mich wirklich warm?

Jeder Mensch hat ein individuelles Kälteempfinden. Deshalb hängt die Antwort auf diese Frage maßgeblich von deinen körperlichen Eigenschaften ab. Ein Schlafsack sollte warmhalten, denn dafür ist er gemacht.

Warum frieren aber dennoch so viele Menschen nachts in ihren Zelten? Ganz einfach: Ihr Schlafsack ist nicht für die entsprechende Außentemperatur ausgelegt.

„Aber auf der Packung stand für Extremtemperaturen bis -10 °C!“ – Ja, das stimmt so auch. Doch das bedeutet nicht, dass es im Schlafsack bei dieser Temperatur auch noch kuschelig warm ist.

Für wie viel Grad sollte mein Schlafsack denn nun ausgerichtet sein?

Um mit der Verwirrung um die Temperaturangaben ein für alle Mal abzuschließen, haben wir für euch nachgeschlagen. In Europa wurde mit der EN 13537 eine Schlafsacknorm eingeführt.

Mithilfe dieser werden Tests an Dummies durchgeführt, um Temperaturangaben vergleichen zu können. Der Testdummy hat dabei ein langärmliges Shirt, eine Hose und Socken unter dem Schlafsack an.

Folgende Temperaturangaben werden zu den Schlafsäcken gemacht:

  • Extremtemperatur: Eine durchschnittliche Frau (60 kg Körpergewicht) muss mit beträchtlichen Schäden an ihrer Gesundheit rechnen. Starkes Frieren und Unterkühlung liegen vor. Der Schlafsack schützt nicht vor Erfrierungen.
  • Limit-/Grenztemperatur: Ein durchschnittlicher Mann (70 kg Körpergewicht) sollte es bei dieser Temperatur gerade noch schlafen können.
  • Komforttemperatur: Eine durchschnittliche Frau kann beim unteren Grenzwert der Komfortzone bequem schlafen kann und friert nicht.
  • Maximaltemperatur: Sie gibt die oberste Komfortgrenze eines Mannes an, der noch ohne Überhitzen schlafen kann.

Die verwendete Unterlage (Isolation zum Boden), Nässe, Wind und Pflege des Schlafsacks beeinträchtigen die Temperaturgrenzen erheblich!

Bist du also eher eine verfrorene Person, orientiere dich in jedem Fall am Komfortbereich und wähle lieber einen Schlafsack, der auch noch für kältere Temperaturen geeignet ist.

Die Temperaturwahrnehmung ist außerdem sehr subjektiv und hängt ab von:

  • Geschlecht
  • Erschöpfungsgrad
  • Gewöhnung ans Schlafen im Schlafsack
  • Nahrungs- und Flüssigkeitseinnahme am Tag
  • Alkoholeinfluss

Beispiel: Dein Profil ist weiblich, 25 Jahre alt, 62 kg und du plant bei Außentemperaturen bis zu -5 °C zu zelten. Es herrscht nasskaltes Wetter mit wenig Sonnenschein. Tagsüber läufst du mittellange Wanderwege und schlägst nachts dein Zelt auf.

Da du eher zum Frieren neigst, solltest du dich nach der Komforttemperatur richten. Der untere Grenzwert der Schlafsäcke im Outdoorshop liegt bei -5°C, -10°C bzw. -15°C.

Welches Packmaß und Gewicht sollte mein Schlafsack haben?

Der Platzbedarf, den dein Schlafsack in möglichst komprimierter Rollung einnimmt, wird als Packmaß bezeichnet. Es wird ausgedrückt in Länge x Breite x Höhe.

Als Camper und Wanderer hat man in den seltensten Fällen viel Platz zur Verfügung. Deshalb sind Schlafsäcke mit besonders kleinen Abmessungen vorteilhaft. Ein kleines Packmaß bietet zudem die Möglichkeit, den Schlafsack außen am Rucksack zu befestigen. Er stört nicht und du hast schnell Zugriff darauf.

Bezüglich des Gewichtes solltest du dir die Frage stellen, ob der Schlafsack nur im Auto oder in der Bahn von A nach B gefahren wird oder ob du ihn über viele Kilometer tragen musst. Auch wenn du mit dem Flieger unterwegs bist und dir das Einchecken von Gepäck ersparen möchtest, ist ein möglichst geringes Gewicht ratsam.

Für Trekkingtouren über mehrere Tage sollte der Schlafsack definitiv weniger als 1 kg wiegen. Die besten Modelle (für -5 bis +5 °C) bringen bei gleicher Wärmeleistung weit unter 700 g auf die Waage.

Selbstverständlich spielen Hütten- oder Sommerschlafsäcke in anderen Gewichtsklassen. Die dünnen Inletts haben ein Gewicht von nur etwa 200 bis 500 g.

Welche Größe und Form sollte der Schlafsack haben?

Im folgenden Abschnitt möchten wir dir Tipps zur richtigen Größenwahl geben und Vor- und Nachteile der verschiedenen Schlafsack-Formen erläutern.

Eine grobe Faustregel besagt: Außenlänge minus 30 cm = maximale Körpergröße.

Für welche der verbreiteten Formen Mumie, Rechteck oder Ei du dich entscheidest, hängt vor allem maßgeblich davon ab, wo du am meisten Bewegungsfreiheit benötigst.

Ziel bei der Größenwahl ist es, die Füllung nicht zusammenzudrücken, aber auch nicht zu viel Freiraum (und damit Luft) im Schlafsack zu haben, die man durch Körperwärme aufwärmen müsste. Dafür gibt es einen schnellen Praxistest:

  • Gestreckt auf den Rücken legen
  • Kapuze locker über den Kopf ziehen
  • Nun sollte am Fußende noch eine Handbreit Luft sein. Das stellt sicher, dass selbst bei Bewegung im Schlaf genügend Platz ist, um nicht anzustoßen.

Für sehr große Menschen bietet der Hersteller Mammut Schlafsäcke mit bis zu 2,15 m Länge an. Ein Schlafsack nach Maß ist derzeit noch nicht flächendeckend erhältlich. Aber einige Outdoorherstellern bieten einen Service, den Schlafsack nach dem Kauf auf dich anzupassen.

Verschiedene Schlafsackformen in der Übersicht:

Art Vorteile Nachteile
Mumienschlafsack Keine überflüssigen Lufträume zum Erwärmen, da sie an die Körperform angepasst ist, kleines Packmaß, leichter als Deckenform Kaum Bewegungsfreiheit, kann selten aufgeklappt werden
Deckenschlafsack / Rechteckform Viel Bewegungsfreiheit, aufklappen zur Decke möglich Schlechter für kalte Temperaturen geeignet (mehr Luftraum), größeres Packmaß, schwerer als Mumienschlafsack
Ei- Form Kompromiss aus Mumie und Deckenschlafsack/ Rechteckform, bietet viel Platz im Brust und Hüftbereich Kommt nicht ganz an die hervorragende Isolationsleistung der Mumienform heran
Der Overall (Schlafsack mit Armen und Beinen) Erreicht ein Maximum an Mobilität, optimale Belüftungsverteilung Wärmeerzeugung durch Berührung der Arme und Beine beschränkt, nicht für sehr kalte Temperaturen geeignet
Partnerschlafsack/ Doppelschlafsack Nutzung mit Partner/ Partnerin, zusätzliche Körperwärme, ausreichend Bewegungsfreiheit durch große Breite Meist nur als Deckenform erhältlich und damit nichteffizient genug für kalte Temperaturen

Ein enger Schlafsack ist leichter und dadurch, dass weniger Luft im Inneren aufgewärmt werden muss, wird er schneller und dauerhafter warm. Ein eher weiter Schlafsack ermöglicht dir mehr Bewegungsfreiheit.

Das ist besonders wichtig, wenn du jemand bist, der sich nachts viel bewegt.
Lasse mindestens so viel Spielraum, dass du nachträglich noch Inletts hinzufügen kannst, um deinen Schlafsack für andere Gegebenheiten aufzurüsten!

Welches Inlett oder Travelsheet sollte der Schlafsack haben?

Mit Baumwoll-, Synthetik-, Seideninletts oder Kombinationen aus diesen Materialien lässt sich die Isolationsleistung deines Schlafsacks erhöhen. Das Material ist je nach Klima und gewünschter Erhöhung des Temperaturbereiches zu wählen.

Was kann ein Inlett oder Travelsheet?

  • Geringere Verschmutzung des Schlafsacks von innen (Schweiß, Dreck, Feuchtigkeit)
  • Angenehmes Schlafklima durch kuscheliges Material
  • Ausweitung des Temperaturbereichs
  • Dampfbremse (engl. VBL: Vapor Barrier Liner)

Grundsätzlich handelt es sich bei einem Inlett oder Innenschlafsack um einen zweiten sehr dünnen Schlafsack, der zusätzlich zu einem Outdoor-Schlafsack genutzt wird.

Ein Inlett dient dazu, den Temperaturbereich zu steigern und die Feuchtigkeit abzuleiten, die dein Körper nachts abgibt. Das schont die Füllung deines Schlafsackes und er bleibt länger voll funktionsfähig.

Ein Baumwollinlett ist sehr atmungsaktiv und erhöht die Leistung deines Schlafsacks um bis zu 4 °C. Gleichzeitig ist es angenehm auf der Haut und führt nicht zu Irritationen für Menschen mit empfindlicher Haut. Baumwolle nimmt viel Feuchtigkeit auf, braucht daher aber länger, um zu trocknen.

Schlafsack-Camping

Ob unter freien Himmel, im Zelt oder in der Hütte – Schlafsäcke gibt es in allerlei Variationen und für jeden Zweck. (Bildquelle: pixabay.com / Pexels)

Ein synthetisches Inlett besteht aus maschinell hergestellten Fasern und damit in den meisten Fällen zu 100 Prozent aus Polyester. Aufgrund des synthetischen Materials bleibt es fast komplett milben- und bakterienfrei und eignet sich für Allergiker.

Fleeceschlafsäcke erhöhen die Temperaturleistung um bis zu 8 °C und Mikrofaserinletts um bis zu 3 °C. Synthetik ist in der Regel günstiger als Baumwolle und leicht zu reinigen. Fleeceschlafsäcke sind zwar kuschelig, jedoch bringen sie deutlich größere Abmessungen mit sich und können bis zu 800 g zusätzlich wiegen.

Ein Seideninlett ist klein und leicht und damit der perfekte Begleiter für deinen Trekking-Schlafsack. Deine Temperaturleistung wird um bis zu 5 °C gesteigert.

Aber auch in sehr warmen Regionen lohnt sich ein Seidenschlafsack. Er kann hier als alleiniger Schlafsack dienen und hat hauptsächlich eine Hygienefunktion. Seide ist ausgezeichnet in der Aufnahme von Feuchtigkeit und verhindert nächtliches Schwitzen.

foco

Wusstest du, dass Schlafsäcke mit Moskitonetzen ausgestattet sein können?

Ein Moskitonetz ist ebenfalls ein Inlett. Diese Schlafsäcke bewahren vor allem in tropischen Gebieten vor nervigen Stichen.

Ein Moskitonetz schützt Körper und Gesicht. Es ist mit Wirkstoffen behandelt, die Insekten abwehren.

Wieviel kostet ein guter Schlafsack?

Gut ist ein Schlafsack dann, wenn er deine Anforderungen für seinen Anwendungszweck vollständig erfüllt.

In der folgenden Tabelle möchten wir dir eine schnelle Übersicht über die Preisspannen für die unterschiedlichen Materialien geben:

Outdoor Preisspanne -Indoor(Inletts) Preisspanne
Daunen 60-800€ Baumwolle 18-60€
Kunstfaser 20-250€ Seide 12-60€
Wolle 30-250€ Babyschlafsack 15-120€

Ein Expeditionsschlafsack aus hochwertigen Gänsedaunen hat zwar seinen Preis, doch sichert er dir eine angenehme Nacht auch in bitterer Kälte.

Wenn du allerdings in gemäßigteren Temperaturen nächtigen möchtest, so gibt es sehr gute und günstige Modelle von namhaften Herstellern. Je hochwertiger das Material, desto teurer der Schlafsack. Gleichzeitig spielt vor allem die Ausrichtung für verschiedene Temperaturzonen eine große Rolle.

Schlafsäcke sind in verschiedenen Preiskategorien erhältlich. Die günstigsten Schlafsäcke beginnen bei ca. 16€, während der durchschnittliche Preis für einen Schlafsack ca. 30€ beträgt.

Ist ein Schlafsack für sehr kalte Temperaturen geeignet oder von ausgezeichneter Qualität einer führenden Marken, so sind die Preise höher. Basismodelle als Einstieg oder für gemäßigtes Klima sind schon für weit unter 100 Euro erhältlich.

Zusätzlich sind mittlerweile Schlafsäcke für spezifische Situationen auf dem Markt. Für tropische Reiseziele eignet sich ein Schlafsack mit integriertem Moskitonetz. Ein Paarschlafsack für zwei Personen oder Modelle, die sich ganz einfach koppeln lassen, sind der neueste Trend.

Ein Schlafsack mit Heizung soll demnächst hinzukommen und verspricht zusätzliche Wärme für Menschen, die schnell frieren. Schon ab 100 Euro sollen diese Gadgets mit akkubetriebenen Heizmodulen an Brust und Füßen erhältlich sein. Salewa und Ravean arbeiten derzeit an marktfähigen Modellen.

Wo kann ich einen Schlafsack kaufen?

Ein guter Schlafsack ist in allen großen Outdoorshops und in jedem Campingzubehör-Laden erhältlich.

Die Marktführer wie Deuter, Cocoon, Vaude oder Jack Wolfskin haben überall in Deutschland große Stores, in denen du die verschiedenen Schlafsäcke direkt sehen und ausprobieren kannst.

Aber auch Sportfachgeschäfte wie Decathlon oder Intersport bieten eine große Auswahl an. Wenn dir die Zeit fehlt, dafür in die Stadt zu fahren und einen Store nach dem nächsten abzuklappern, bieten sich zahlreiche Onlineshops an.

Darunter fallen zum einen die Shops der Hersteller selbst und zum anderen die vielen Verkaufsportale. Hier findest du eine kurze Übersicht über die größten Onlineshops:

  • Deuter.com
  • Jack-wolfskin.de
  • Yeti.com
  • Cocoon.at
  • Vaude.de
  • Globetrotter.de
  • Bergfreunde.de
  • Amazon.de
  • Ebay.de

Auch Bekleidungsgeschäfte und Discounter wie H&M, C&A oder Aldi und Lidl hatten in den letzten Jahren immer wieder Schlafsäcke in ihrem Angebot.

Jedoch solltest du hier noch stärker auf die Qualität des Futtermaterials achten, da diese nicht durch die Premiumqualität der Marktführer sichergestellt wird.

Welche Alternativen gibt es zu einem Schlafsack?

Eine perfekte Alternative zu einem Schlafsack gibt es nicht. Es gibt jedoch auch andere Möglichkeiten, dich nachts warmzuhalten.

Natürlich kannst du einfach mehr warme Kleidung tragen, um nicht zu frieren. Wenn du warm bleiben möchtest, solltest du mehrere Schichten tragen und nicht nur auf ein warmes Kleidungsstück setzen.

Eine beliebte Alternative, um beim Campen gemütlich zu übernachten, ist eine aufblasbare Matratze. Diese lässt sich einfach transportieren und ist eine geeignete Unterlage, mit derer Hilfe du komfortabel übernachten kannst. Für die Matratze brauchst du natürlich trotzdem eine Auflage sowie eine Decke.

Ein Schlafsack is dennoch schwer zu ersetzen. Nur der passende Schlafsack kann wirklich garantieren, dass du warm und komfortabel schläfst. Es gibt so viele verschiedene Schlafsäcke, dass du bestimmt auch den richtigen für dich findest.

SternWochenmagazin

Falls du deinen Schlafsack nicht ins Bett legst, sondern direkt auf den Boden, dann brauchst du unbedingt eine Unterlage.

Die beste Alternative ist eine Isomatte mitzunehmen. Wenn du Platz und Gewicht im Rücksack sparen möchtest, kannst du auch eine wasserdichte Folie oder einen Biwaksack verwenden. Sie nehmen wenig Platz ein und schützen vor Nässe, Schmutz und Wind.

Wenn du dich spontan entscheidest, zu reisen und über keine Unterlage verfügst, kannst du auch Gras oder weiche Hölzer benutzen, um eine zu bauen.

(Quelle: stern.de)

Entscheidung: Welche Arten von Schlafsäcken gibt es und welche ist die richtige für dich?

Es gibt so viele verschiedene Schlafsäcke wie Sand am Meer. Doch grundsätzlich lassen sie sich grob in zwei Kategorien einteilen:

  • Outdoor Schlafsäcke (Daunenschlafsack, Kunstfaserschlafsack, Schlafsack aus Schurwolle)
  • Indoor Schlafsäcke (Baumwollschlafsack, Seidenschlafsack, Babyschlafsack)

Die verschiedenen Arten von Schlafsäcken unterscheiden sich maßgeblich in ihrem Material. Welcher Schlafsack für dich der richtige ist, hängt davon ab, wofür genau du ihn benötigst.

Je nach Materialeigenschaften ist ein Schlafsack für eine oder mehrere Anwendungen konzipiert.

In den folgenden Abschnitten möchten wir dir deshalb die verschiedenen Materialien vorstellen sowie die Vor- und Nachteile evaluieren.

Was zeichnet einen Daunenschlafsack aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Daunenschlafsäcke sind der Spitzenreiter im Warmhalten. Sie zeichnen sich zudem durch ein sehr geringes Gewicht aus. Die Schlafqualität in einem Daunenschlafsack ist außergewöhnlich hoch, da Daunen viel Feuchtigkeit aufnehmen können.

Daher wird das lästige Schwitzen in Schlafsäcken minimiert. Daune lässt sich außerdem gut komprimieren und schmeichelt daher mit einem kleines Packmaß.

Ein Daunenschlafsack eignet sich daher vor allem für Reisen, auf denen ein geringes Gewicht des Schlafsacks gewünscht ist. Er ist damit der richtige Begleiter für Trekkingausflüge und Wanderungen.

Der Daunenanteil der Fütterung bestimmt die Temperaturgrenze bis zu der dich dein Schlafsack noch warm genug hält. Das zur Wärmedämmung verwendete Material sind Daunenfedern, meist von Gänsen.

Die Daunen der Gans sind dabei qualitativ hochwertiger als Entendaunen.

Vorteile
  • Beste Wärmeisolation
  • Hohe Feuchtigkeitsaufnahme
  • Kleines Packmaß
  • Geringes Gewicht
Nachteile
  • Trocknet langsam
  • Nicht für nasse Touren geeignet
  • Teurer

Das sogenannte Mischungsverhältnis (z.B. 90:10) gibt das Verhältnis von Daunen zu herkömmlichen Federn in Prozent an. Daher ergeben sich erhebliche Qualitätsunterschiede. Ein guter Schlafsack sollte kein geringeres Verhältnis von Daunen zu Federn haben als 80:20.

Die Bauschkraft oder häufig auch als Fillpower angegebene Kennzahl (gemessen in „cuin“ bzw. Kubikzoll pro Unze) gibt an, wie gut die Wärmedämmung ist

. Je höher der Wert, desto besser. Um eine hohe Isolationswirkung zu erzeugen, sind mindestens 600 cuin empfehlenswert. Sehr hochwertige Daunen weisen 700 bis 800 cuin auf.

Da die Daunen allerdings bei zu hoher Feuchtigkeit leicht verklumpen, müssen Daunenschlafsäcke trocken gelagert werden und direkte Nässe sollte vermieden werden.

Der Daunenschlafsack ist ein langlebiger Begleiter, wenn er entsprechend gepflegt und korrekt gelagert wird. Hierzu sollte er nach dem Schlafen kurz zum Trocknen in die Sonne gelegt oder aufgehängt werden. So erhältst du die exzellente Isolationsqualität deines Daunenschlafsack.

Was zeichnet einen Kunstfaserschlafsack aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Ein Schlafsack aus Kunstfaser ist ein Multitalent. Er ist die preiswertere Alternative zum Daunenschlafsack. Eine qualitativ hochwertige Kunstfaser kann mittlerweile in fast allen Kriterien mit dem Konkurrenten mithalten.

Sogar im nassen Zustand können die künstlich hergestellten Fasern eine höhere Isolationswirkung haben. Sie trocken schnell, sind aber etwas schwerer im Gewicht. Außerdem wird der Schlafkomfort von vielen Testern als angenehmer empfunden.

Der wahrscheinlich größte Vorteil der Kunstfaser ist der deutlich günstigere Preis. Gute Kunstfaserschlafsäcke kosten etwa 50 bis 100 Euro weniger als die mit Daunen.

Ein weiterer Nutzen der künstlichen Fasern ist die hohe Isolationswirkung bei Nässe. Im Vergleich zur Daune nehmen sie weniger Feuchtigkeit auf und verklumpen daher kaum.

Aus diesem Grund trocknen Kunstfaserschlafsäcke deutlich schneller. Sie eignen sich ausgezeichnet für mehrtägige Touren, bei denen tägliche Trocknungsmöglichkeiten eher selten sind (z. B. längere Touren im Winter, Kajaktouren oder schlicht kalte und feuchte Regionen ohne regelmäßigen Sonnenschein).

Vorteile
  • Preiswert
  • Hoher Schlafkomfort
  • Trocknet schnell
  • Für feuchte Regionen geeignet
Nachteile
  • Höheres Gewicht
  • Größeres Packmaß

Die Kunstfasern gibt es in Form von Stapel- oder Endlosfasern. Endlosfasern schließen die Luft besser ein und sind stabiler. Stapelfasern sind geschnittene Bauschvliese mit Hohlkammern.

Sie werden meist mit Endlosfasern kombiniert. Wenn du dich für einen Kunstfaserschlafsack entscheiden möchtest, achte daher auf einen hohen Anteil an Endlosfasern.

Leider ist Kunstfaser schwerer und daher schlechter komprimierbar. Das so entstehende größere Packmaß ist ungünstig, wenn leichtes Gepäck gewünscht ist.

Falls Gewicht bei deiner Reise aber keine Rolle spielt, weil du mit dem Auto oder Zug unterwegs bist oder nur eine kurze Tour planst, ist ein Kunstfaserschlafsack der richtige für dich.

Was zeichnet einen Wollschlafsack aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Wolle – die natürliche Alternative, die die Eigenschaften der Daune mit denen der künstlichen Fasern verbindet. Hergestellt wird ein Wollschlafsack aus Schurwolle von Schafen.

Er besitzt die Fähigkeit der künstlicher hergestellten Fasern, relativ viel Feuchtigkeit aufnehmen zu können, ohne dass sich die Isolationsqualität maßgeblich verringert.

Gewichtstechnisch ist Wolle diesen weit voraus, aber muss hinter der Daune leicht zurückstecken. Schurwolle ist bestens geeignet für Trekking in gemäßigter Temperatur oberhalb von 0 °C.

Schurwolle ist der natürliche Konkurrent zur Daune. Wie beim Schaf auf seiner Wiese auch kühlt Wolle bei Hitze und wärmt bei Kälte.

Der nachwachsende Rohstoff ist der neue Trend in Sachen Schlafsack. Auch in der Outdoor-Bekleidungsindustrie wird Wolle immer häufiger als Hybridmaterial gewählt.

Vorteile
  • Hohe Feuchtigkeitsaufnahme
  • Geringes Gewicht
  • In Waschmaschine waschbar
  • Nachwachsender Rohstoff
Nachteile
  • Noch nicht für unter 0 °C erhältlich
  • Wenig Auswahl an Herstellern

Aufgrund der äußerst feinen Kapillaren in der Wolle erreicht diese eine schnelle und sehr gute Isolierung, Feuchtigkeitsresistenz und ein angenehmes Liegegefühl.

Um die Trocknungszeit der Wolle unterhalb derer von Daune zu halten, wird Schurwolle häufig mit maisbasierter Faser gemischt. Wollschlafsäcke von Grüzi Bag können sogar in der Waschmaschine mit speziellem Wollwaschmittel gewaschen werden.

Optimal ist das Wärme-zu-Gewicht-Verhältnis: Es hält mit dem der Daune mit. Leider gibt es noch keine Wollschlafsäcke für sehr kalte Temperaturen weit unter 0 °C. Hier müssen die beiden Konkurrenten herhalten.

Zusätzlich werben Hersteller mit ruhigerem Schlaf als in der Kunstfaser-Alternative.

Was zeichnet einen Baumwollschlafsack aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Ein Baumwollschlafsack ist ein langlebiger und einfach zu handhabende Indoor-Schlafsack. Er ist für drinnen gedacht und fungiert als Innen- (Inlett) oder Hüttenschlafsack.

Er soll vor allen Dingen für Hygiene im Schlafsack oder in Hüttenbetten sorgen. Baumwollschlafsäcke haben im Vergleich zu den Alternativen ein etwas höheres Gewicht.

Die Baumwollfasern sorgen für eine dünne Isolationsschicht, die nicht nur den eigenen Schlafbereich abgrenzt, sondern auch bis zu 4 °C Zusatzwärme spendet. Das Material ist angenehm auf der Haut und kuschelig.

Sie sind äußerst atmungsaktiv, sodass Schwitzen vermieden wird. Das begründet sich in den Eigenschaften der Wolle. Die Hohlfasern der Baumwolle ermöglichen den guten Flüssigkeitsabtransport.

Vorteile
  • Langlebig
  • Einfach zu reinigen
  • Warm
  • Atmungsaktiv
Nachteile
  • Vergleichsweise höheres Gewicht
  • Vergleichsweise größeres Packmaß

Zusätzlich ist Baumwolle unglaublich pflegeleicht. Die Baumwollschlafsäcke lassen sich meist einfach in der Waschmaschine mit Baumwollwaschmittel reinigen.

Der nachwachsende Rohstoff ist für Allergiker geeignet und lädt sich nicht statisch auf wie sein Konkurrent aus Seide. Ist gerade kein Wäschetrockner zur Hand, dauert das Trocknen vergleichsweise lang.

Leider sind Baumwollschlafsäcke vergleichsweise schwer und bringen etwa 500 g auf die Waage. Gleichzeitig benötigen sie mehr Platz im Rucksack und haben daher ein größeres Packmaß als Schlafsäcke aus Seide.

Was zeichnet einen Seidenschlafsack aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Seidenschlafsäcke sind leicht wie eine Feder und mit ihrem kleinen Packmaß hervorragend für gewichtsensible Touren ins Warme geeignet.

Seide ist unglaublich dünn und benötigt deshalb fast gar keinen Platz in deinem Wanderrucksack. Sie ist praktisch für Reisen in warme bis hin zu tropischen Ländern.

Es lässt sich darin auch bei Wärme sehr gut schlafen, da sie keine so hohe zusätzliche Wärmeisolation erzeugt wie die Baumwolle. Deshalb haben Seidenschlafsäcke nachts einen angenehmen kühlenden Effekt.

Vorteile
  • Leicht und klein
  • Trocknet schnell
  • Einfache Reinigung unterwegs
  • Gute Feuchtigkeitsregulation
Nachteile
  • Keine zusätzliche Wärmfunktion
  • Sensibles Material

Seide fühlt sich auf der Haut sehr angenehm glatt an und ist unter anderem deshalb die erste Wahl unter Trekkingfreunden.

Grund Nummer eins ist aber eher das ultra leichte Gewicht sein. Mit meist weit weniger als 400g sind sie Leichtgewichte und damit super praktisch für einen leichten Rucksack.

In der Pflege ist Seide nicht ganz so robust wie Baumwolle, doch auf der Reise steht einem in der Regel sowieso keine Waschmaschine zur Verfügung.

Seidenschlafsäcke lassen sich ganz leicht mit der Hand und lauwarmem Wasser waschen. Außerdem trocknen sie an der frischen Luft wie im Handumdrehen.

Was zeichnet ein Babyschlafsack aus und worin liegen die Vor- und Nachteile?

Unsere kleinen Lieblinge sollen sie nachts warmhalten und einen erholsamen Schlaf ermöglichen, damit sie am nächsten Morgen strahlend aufwachen.

Da sich Babys im Schlaf genauso wie wir bewegen, strampeln sie sich in der Nacht oft die Decke vom Körper. Das lässt sie frieren und prophezeit schlechten Schlaf.

Vorteile
  • Kein nächtliches Aufdecken
  • Ruhigerer Schlaf
  • Eliminiert Erstickungsgefahr unter Bettdecken
Nachteile
  • Limitierter Bewegungsfreiraum
  • Eventuell zu warm und Baby kann sich in der Nacht nicht befreien

Babyschlafsäcke wirken genau dem entgegen. Sie sorgen dafür, dass das Baby die ganze Nacht sicher im Schlafsack bleibt und zugedeckt ist.

Gleichzeitig bewahrt er vor der akuten Erstickungsgefahr, die dadurch entsteht, dass Säuglinge unter die Bettdecke rutschen und keine Luft mehr bekommen können.

Der Schlafsack arbeitet meist mit Trägern und hält das Kind so in der gewünschten Position, gibt ihm aber trotzdem genügend Bewegungsfreiraum.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Schlafsäcke vergleichen und bewerten

Nachfolgend möchten wir dir dabei helfen, herauszufinden, ob ein Schlafsack für dich der richtige ist. Dazu haben wir die wichtigsten Kaufkriterien für dich zusammengetragen.

Zusammenfassend handelt es sich dabei um:

  • Material (Füllung)
  • Temperaturgrenzen
  • Gewicht
  • Packmaß
  • Länge und Form
  • Zusätzliche Produkteigenschaften

Es gibt nicht das optimale Material, das optimale Gewicht und die optimale Größe. Einen Schlafsackkauf kann man mit dem Kauf einer Jacke vergleichen.

Für jeden Anwendungszweck gibt es Kriterien, die mehr oder weniger stark ins Gewicht fallen. Zudem muss auch ein Schlafsack „passen“, d. h. er muss für deine Körperform und -größe geeignet sein.

Eine Jacke, die viel zu groß ist, hält dich nicht warm. Und eine viel zu enge ist unangenehm zu tragen.

Material (Füllung)

Das Füllmaterial eines Schlafsacks ist das A und O seiner Qualität und Leistung. Warum? Schlafsäcke sind keine Wärmeerzeuger, sondern minimieren den Verlust der Körperwärme durch Isolation.

Isolation wird dadurch erzeugt, dass die Lufteinschlüsse innerhalb der Isolierschicht nicht frei werden und der Körper diese verlorengegangene Wärme erneut erzeugen müsste. Isolieren kann generell fast jedes Material.

Doch es kommt auf den Wirkungsgrad des Materials an. Er bestimmt wie gut oder weniger gut dieses isoliert.

  • Daunenschlafsack: Achte darauf, dass Gänsedaunen verwendet werden und nur ein geringer Anteil aus Entendaunen besteht.
  • Kunstfaserschlafsack: Achte auf einen hohen Anteil an Endlosfasern und den Temperaturbereich. Ist letzterer eher für sehr kalte Temperaturen ausgelegt, kannst du von einem hochwertigen Füllungsmaterial ausgehen.
  • Im Allgemeinen: Achte auf die Dichte der Füllung. Sie wird in Gramm pro Quadratmeter angegeben (g/m2). Je höher die Dichte der Füllung, desto höher ist ihre Isolationsleistung und desto wärmer ist der Schlafsack.

Achte bei deinem Kauf also insbesondere darauf, dass dein gewähltes Material von hoher Qualität ist. Je voluminöser das Füllmaterial und je feiner die Faserung ist, desto mehr warme Luft wird gehalten und desto wärmer ist der Schlafsack.

Das Material spiegelt sich außerdem am Preis wieder. In der nachfolgenden Tabelle findest du eine Übersicht:

Daune Kunstfaser Schurwolle
Preis Hoch für hohe Qualität 50 bis 100 Euro günstiger für vergleichbare Qualität wie Daune Mittel für hohe Qualität
Packmaß / Komprimierbarkeit Klein / hohe Komprimierbarkeit Mittel/ mittlere Komprimierbarkeit Mittel  / mittlere Komprimierbarkeit
Langlebigkeit Sehr lang bei guter Pflege Lang bei guter Pflege Sehr lang bei guter Pflege
Gewicht Gering Mittel – hoch Mittel
Feuchtigkeit Hohe Empfindlichkeit gegenüber Nässe Geringe Empfindlichkeit gegenüber Nässe Geringe Empfindlichkeit gegenüber Nässe
Wärmeleistung – Gewicht Verhältnis Sehr gut Gut Sehr gut, allerdings nicht für Temperaturen deutlich unter dem Nullpunkt
Trocknungsgeschwindigkeit Langsam Schnell Langsam

Temperaturgrenzen

Die Frage, die sich jeder stellt, aber die so schwer wie keine andere zu beantworten ist. Temperaturempfinden ist äußerst subjektiv. Das macht es zum einen schwer genaue Messdaten zu erheben und zum anderen diese auf die individuellen Käufer anzuwenden.

Seit 2005 gibt es in der Europäischen Union die Norm EN 13537, nach der einheitliche Angaben für drei Temperaturgrenzen gemacht werden müssen.

Diese umfassen die sogenannte Extrem-, Komfort- und Grenztemperatur. Während eines Dummy-Tests werden die Temperaturgrenzen ermittelt und dürfen anschließend vom Hersteller publiziert werden.

Die Dummy-Puppe trägt dabei lange Funktionswäsche und ein langärmliges Shirt. Im Labor wird dabei geschlechterspezifisch die Temperaturempfindung festgestellt.

Letztlich werden folgende drei Angaben ermittelt:

  • Komfortbereich (Komforttemperatur TCom): Bei dieser Temperatur kann eine durchschnittliche Frau (25 Jahre, 60 kg, 160 cm) angenehm schlafen ohne aufgrund von Kälte nachts aufzuwachen.
  • Unterer Grenzbereich (Grenztemperatur TLim): Anhand dieser Temperaturgrenze lässt sich bestimmen, bis wann ein durchschnittlicher Mann (25 Jahre, 70 kg, 173 cm) gerade noch schlafen kann ohne von der Kälte aufzuwachen.
  • Überlebensbereich (Extremtemperatur): Die Extremtemperatur ist nicht zur Kaufentscheidung heranzuziehen. Starke Unterkühlung und Erfrierungen können die Folge sein. Der Schlafsack dient gerade noch dem Überleben des Probanden.

Es gibt (außer bei Winterschlafsäcken) keine wirkliche Höchstgrenze für Temperaturen. Wird es im Schlafsack mal zu warm, kann man diesen einfach öffnen und sich damit nur zudecken.

Für Winterschlafsäcke wird das gefährlich, weil kalte Luft an die geschwitzte Haut gelangt. Ein grundsätzlicher Lösungsweg ist erstmal einen wärmeren Schlafsack zu kaufen und die Öffnung des äußeren Schlafsacks durch ein vorhandenes Inlett möglich zu machen.

Leider sind die Norm Angaben nicht unbedingt als genaues Temperaturmaß anzusehen. Temperaturempfinden hängt zusätzlich deutlich von mehreren Faktoren ab:

  • Erschöpfungsstadium
  • Körperliche Fitness
  • Ernährung
  • Stoffwechselaktivität
  • Verteilung von Fett- und Muskelgewebe
  • Kleidung die im Schlafsack getragen wird
  • Luftfeuchtigkeit

Um für dich also die richtige Temperaturgrenze zu ermitteln, musst du ungefähr einschätzen, nach welcher Temperaturangabe du dich richten solltest.

Als junge aber sehr schlanke Frau solltest du auf die Komforttemperatur noch ein paar Grad aufschlagen. Als gut gebauter Mann darfst du von der Grenztemperatur noch ein paar Grad abziehen.

Für deinen Reiseplan:

1. Überprüfe die zu erwartenden Temperaturen in deinem Reisegebiet

Die Komforttemperatur sollte mindestens der Tiefsttemperatur entsprechen
Für unabsehbare Kälteeinbrüche kann dann mit zusätzlicher Kleidung oder einem zusätzlichen Inlett im Schlafsack isoliert werden

2. Konditionen während der Nacht

Ist dein Schlafsack vor Wind geschützt? Wenn nicht, dann berücksichtige nochmal zwischen 2 und 8 °C kälter bei deinem Komfortbereich.

3. Zusätzliche Faktoren bedenken

Machst du tagsüber eine anstrengende Tour? Wie viel Nahrung hast du über den Tag aufgenommen und wie erschöpft bist du?

Erfahrungen zeigen, dass du auch hier zwischen 5 und 15 °C weniger in der Komforttemperatur berücksichtigen solltest (je nach Reiseziel)

Gewicht

Das Gewicht eines Schlafsackes sagt nur indirekt etwas über seine Qualität aus. Viel wichtiger ist es für dich zu wissen, wofür du das Produkt benötigst.

Spielt das Gewicht keine große Rolle, weil du dein Equipment größtenteils mit dem Auto transportierst, oder bist du mehrtägig nur mit einem Rucksack und zu Fuß unterwegs?

Wie bereits oben erläutert bedeutet eine höhere Dichte der Füllung eine bessere Wärmespeicherung. Du musst nun für dich entscheiden was auf deiner Reise Priorität hat, denn warm bedeutet in den meisten Fällen auch relativ schwer.

Marktstudie (11/20): Mithilfe von wissenschaftlichen Methoden haben wir eine Marktstudie durchgeführt, in der wir uns 84 Produkte der Kategorie Schlafsack genauer angesehen haben. Wir wollen dir damit die Frage beantworten, wie die Produkteigenschaft Gewicht quer über den Markt verteilt ist. Damit kannst du besser einschätzen welcher Produkttyp für dich geeignet ist. Du kannst die Ergebnisse unserer wissenschaftlichen Studie hier oben in dem Graph betrachten. (Quelle: Eigene Darstellung)

Es gibt gute Kompromisse aus den Lagern Daune und Kunstfaser. Entscheide dich zunächst für einen Temperaturbereich, um die Gewichtsspanne festzulegen.

Danach musst du anhand des Preises entscheiden, ob dir ein paar Gramm weniger auf dem Rücken ein auch paar weniger Euro im Portemonnaie wert sind. Je besser das Wärme-Gewicht Verhältnis ist, desto teurer sind die Schlafsäcke.

Packmaß

Ebenso wie das Gewicht, hängt die Wichtigkeit des Kriteriums des Packmaßes von deinem Anwendungswunsch ab. Wie viel Packraum hast du in deinem Rucksack?

In welchem Klima bist du unterwegs? Kann dein Schlafsack also auch außen am Rucksack angebracht werden? Oder wirst du den Schlafsack nur im Auto transportieren?

foco

Wusstest du, dass es besser für den Schlafsack ist, ihn in den Beutel zu stopfen als eingerollt unterzubringen?

Dies mag zwar etwas ungewöhnlich erscheinen, ist aber für die Füllung des Schlafsacks westenlich besser, denn durch das Einrollen wird der Schlafsack immer an den selben Stellen geknickt und kann deshalb dort schneller kaputt gehen.

Meist musst du beim Packmaß Kompromisse eingehen, wenn du Isolationsgewebe für kalte Nächte benötigst. Hochwertige Daune oder Kunstfaser ist sehr voluminös und leisten nur deshalb eine hervorragende Wärmespeicherung.

Die Abmessungen eines eingepackten Schlafsacks sind abhängig von der Kompressionsfähigkeit des Füllmaterials.

Ein Schlafsack sollte einfach zu transportieren sein. Daher lassen sie sich gut zusammenrollen. Auch gibt es spezielle Tragetaschen für Schlafsäcke. (Bildquelle: 123rf.com / belchonock)

Kunstfaser ist in der Regel weniger stark komprimierbar als Daune. Teurere Schlafsäcke verwenden qualitativ hochwertigeres Füllmaterial und du musst für dich entscheiden ob die Platzersparnis die zusätzlichen Kosten wert sind.

Länge und Form

Die individuelle Länge der Schlafsäcke im Handel liegt etwa zwischen 190 und 230 cm. Wie lang ein Schlafsack sein sollte, hängt maßgeblich von deiner Körpergröße ab.

Eine gute Faustregel lautet: Körpergröße in cm + 30 cm = Optimale Länge des Schlafsacks.

Das hat damit zu tun, dass du dich nachts noch ausreichend bewegen können musst, aber gleichzeitig im Fußraum nicht zu viel Luft bleiben sollte. Denn je mehr Luft dein Körper durch Stoffwechsel erwärmen muss, desto eher könntest du beginnen zu frieren.

Die für dich richtige Form hängt vom Anwendungszweck und deiner Körperfigur ab. Im Allgemeinen besteht bei der Entscheidung über die optimale Form immer der Kompromiss zwischen Bewegungsfreiraum und optimaler Wärmeisolierung.

Der Deckenschlafsack beziehungsweise die Rechtecksform gibt dir nachts annähernd den gleichen Freiraum wie du ihn unter einer Bettdecke hast. Jedoch entsteht durch die Ecken am oberen und unteren Ende des Schlafsacks zusätzlicher Luftraum, der beheizt werden muss.

Diese Form ist dann zu empfehlen, wenn du deinen Schlafsack für Übernachtungen bei Freunden oder für Camping bei sommerlichen Temperaturen verwenden möchtest. Er gibt dir viel Bewegungsfreiheit und erfüllt vollkommen seinen Zweck:  Dir eine angenehme Nacht in einem kuscheligen Schlafsack bescheren.

Ein Schlafsack, der nach unten hin zuläuft und die Form einer Mumie nachahmt wird weitläufig auch als Mumienschlafsack bezeichnet. Er verläuft sehr eng am Körper um möglichst wenig überflüssige Lufträume entstehen zu lassen.

Der Mumienschlafsack verläuft eng am Körper.

Dadurch versprechen Mumienschlafsäcke eine deutlich bessere Wärmeisolation doch schränken deine Bewegungsfreiheit ein wenig ein. Du solltest also bei Mumienschlafsäcken darauf achten, dass du trotzdem noch ausreichend Platz in alle Richtungen hast.

Vor allem Menschen mit breiten Schultern und Oberkörper sollten auf genügend Freiraum bei den Breitenmaßangaben achten.

Marktstudie (11/20): Mithilfe von wissenschaftlichen Methoden haben wir eine Marktstudie durchgeführt, in der wir uns 84 Produkte der Kategorie Schlafsack genauer angesehen haben. Wir wollen dir damit die Frage beantworten, wie die Produkteigenschaft max. Körpergröße quer über den Markt verteilt ist. Damit kannst du besser einschätzen welcher Produkttyp für dich geeignet ist. Du kannst die Ergebnisse unserer wissenschaftlichen Studie hier oben in dem Graph betrachten. (Quelle: Eigene Darstellung)

Für Kinder gibt es spezielle Modelle die verlängerbare Fußenden besitzen. Das ist praktisch um nicht für jeden Campingurlaub neue Schlafsäcke kaufen zu müssen. Generell sollte ein Kinderschlafsack eher eine Mumienform haben, da er schneller warm wird und frieren effektiver verhindert.

Zusätzliche Produkteigenschaften

Reißverschluss

Der Reißverschluss ist neben den Kältebrücken (Nähte zwischen den mit Isolierung gefüllten Bereichen) eine der Schwachstellen an der der Schlafsack Wärme abgeben kann.

Eine Reißverschlussabdeckung beziehungsweise eine Stoffverstärkung in der Nähe des Reißverschlusses geben hier Abhilfe und verhindern zusätzlich das „Verhaken“.

Da du in einem Schlafsack die ganze Nacht verbringst, sollte er bequem sein und deinen Ansprüchen entsprechen. (Bildquelle: 123rf.com /  Volodymyr Shevchuk)

Ein Zwei-Wege Reißverschluss ermöglicht es, den Schlafsack in zwei Richtungen zu Öffnen. Dadurch kann man zum Beispiel das Fußende öffnen, ohne den gesamten Reißverschluss aufmachen zu müssen.

Abhängig von der Seite an der der Reißverschluss befestigt ist (links oder rechts) ist zudem die Möglichkeit zwei Schlafsäcke zu verbinden.

Wärmekragen

Das physikalische Prinzip der Umwälzung beziehungsweise Konvektion besagt, dass warme Gase aufsteigen und kalte absinken. Deshalb sollte die Öffnung zu deinem Gesicht so gering wie nur möglich sein.

Ein Wärmekragen ist ein weiterer mit Isoliermaterial gefüllter Teil des Schlafsackes, der im Bereich der Schultern liegt. So wird verhindert, dass mehr warme Luft aus dem Inneren nach außen gelangt.

Ein Wärmekragen ist daher gerade bei sehr kalten Temperaturen sehr sinnvoll. Oberhalb von 0 °C sind diese aber nicht zwingend notwendig, wenn die Kapuze sich mit einer Schnur zuziehen lässt.

Innentasche/Dokumentenfach

Viele Modelle besitzen ein kleines Innenfach welches vor allen Dingen für Wertsachen und andere kleine Gegenstände geeignet ist. Es ist zwar praktisch, aber solche Habseligkeiten können auch in einer Hüfttasche oder Sonstigem verstaut werden.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Schlafsack

Im Folgenden möchten wir nun dein Wissen zum Schlafsack abrunden. Dazu haben wir weitere interessante Informationen zu diesem Thema zusammengefasst und Fragen beantwortet, die noch offen geblieben sein könnten.

Warum und wie lange sollten Babys in einem Schlafsack schlafen?

Babyschlafsäcke bewahren Babys vor dem nächtlichen Frieren durch das Freiliegen der Extremitäten sowie vor dem Ersticken unter einer Decke.

Sie sollten solange verwendet werden, bis die Mutter sicher ist, dass das Kind korrigierend reagiert – zum Beispiel, wenn es in der Nacht kalt wird beziehungsweise der Kopf unter der Decke liegt.

Aus einem Babyschlafsack kann der Säugling sich nicht freistrampeln.

Ein Babyschlafsack ist der Ersatz einer Bettdecke für Säuglinge. In ihm liegen die Kleinen geschützt und er verhindert, dass sie sich in der Nacht freistrampeln und frieren.

Ein wichtiger Grund für einen Babyschlafsack ist allerdings der Schutz vor dem Kindstod durch Ersticken, wenn sie nachts unter die Decke rutschen. Schlafsäcke für Babys sollten gerade die richtige Länge haben, damit das Baby nicht hineinrutscht.

Aus diesem Grund lässt sich generell sagen: Der Zeitpunkt des Umstiegs auf eine herkömmliche Bettdecke ist dann gekommen, sobald das Kind seinen Kopf eigenständig außerhalb der Decke behält und Korrekturen vornimmt.

Das genaue Alter ist für jedes Kind individuell. Es kann bereits nach sechs Monaten soweit sein, aber auch bis zu drei Jahre dauern. Schlafsackhersteller empfehlen in der Regel mindestens 18 Monate.

Welcher Schlafsack ist der richtige für mein Baby?

Welcher Schlafsack der richtige für das Kleine ist, hängt insbesondere davon ab, wie groß das Baby ist. Die Größe des Schlafsacks sollte so gewählt werden, dass der Kopf bei ausgestreckter Körperlänge nicht in den Schlafsack rutschen kann.

So wird sichergestellt, dass das Kind die ganze Nacht Luft bekommt. Der Babyschlafsack darf nicht zu breit sein, da zu viel Spielraum für kühle Räume sorgt. Trotzdem muss genügend Platz für ein nächtliches Bewegen bleiben.

Verstellbare Schlafsäcke

Verstellbare Träger sind praktisch, um das Kind im Wachstum zu begleiten und nicht mehrere Schlafsäcke kaufen zu müssen.

Dieses Modell ist zwar etwas preisintensiver, jedoch lohnt es sich im Vergleich zum Erwerb mehrerer Babyschlafsäcke in zunehmenden Größen.

Gibt es Schlafsäcke nach Maß?

Persönlich auf individuelle Bedürfnisse angepasste Schlafsäcke sind zwar erhältlich, aber sehr selten und daher auch entsprechend hochpreisig. Die Firma „Outdoor Services“ stellt Schlafsäcke nach persönlichen Wünschen her.

Für die meisten Menschen gibt es die korrekte Schlafsackgröße von jedem Hersteller. Diese bieten meist Größen von „small“ bis „large“ an und mit der Wahl der Form (Mumie, Rechteck oder Ei) wird die Passform optimiert.

Schlafsäcke in Übergröße, zum Beispiel für Menschen mit einer Körpergröße über 2 m, gibt es in reduzierter Auswahl bei den größten Herstellern (z.B. Mammut).

Gibt es verstellbare Schlafsäcke?

Sowohl bei Indoor-Babyschlafsäcken als auch bei Kinderschlafsäcken fürs Familiencamping sind verstellbare Modelle im Handel verfügbar.

Verstellbare Babyschlafsäcke

Um Mehrfachkäufe während des ersten Lebensjahres zu vermeiden, gibt es Modelle mit verstellbaren Trägern. Damit kann die Länge des Schlafsacks nach jedem Wachstumsschub angepasst werden.

Dadurch ragt das Baby weder zu weit aus dem Schlafsack heraus, noch besteht die Gefahr eines Hineinrutschens. Modelle dieser Art gibt es zum Beispiel von Sterntaler.

Verstellbare Kinderschlafsäcke

Damit der Campingurlaub auch zwei Jahre später noch Spaß macht und man nicht wieder neues Equipment kaufen muss, haben sich die Hersteller etwas einfallen lassen.

Mit verstellbaren Schlafsackteilen bietet zum Beispiel Deuter eine Lösung an. Zusätzliche 30 cm Länge lassen sich durch ein Fußteil hinzufügen.

Wie verbinde ich mehrere Schlafsäcke miteinander?

Damit zwei Schlafsäcke koppelbar sind und zu einem großen verbunden werden können, benötigst du kompatible Modelle. Hierzu ist es sehr ratsam Schlafsäcke vom gleichen Hersteller zu wählen. Ausschlaggebend ist die identische Größe der Reisverschlusszähne.

17. August 2020

Wenn es sich um zwei Mumienschlafsäcke handelt, müssen die Reisverschlüsse jeweils auf unterschiedlichen Seiten sein. Das erkennst du, indem du sie beide mit der Kopföffnung nach oben auslegst.

Handelt es sich um zwei rechteckige Schlafsäcke / Deckenschlafsäcke, musst du nicht auf die Seite der Reisverschlüsse achten.

Hier findest du ein hilfreiches Video eines amerikanischen Schlafsack Herstellers, in dem genau erklärt wird was du machen musst.

Da die Reisverschlüsse in einer „L-Form“ vorliegen: Öffne beide Schlafsäcke komplett
Falte sie auf und lege sie aufeinander (Die Innenfütterungen liegen dabei aufeinander)
Schließe die Reisverschlüsse von der Mitte der Fußteile ausgehend um die beiden Schlafsack Umrisse herum.

Wie befestige ich meinen Schlafsack an einem Rucksack?

Der richtige Schlafsack ist gekauft. Doch jetzt fragst du dich, wo und wie in aller Welt du ihn am geschicktesten an deinen Wanderrucksack bindest? Hier ist alles, was du wissen musst:

Um deinen Schlafsack sinnvoll an deinem Backpack zu befestigen, musst du zunächst herausfinden, wo er am besten hält und dich beim Gehen nicht stört.

Es gibt natürlich viele alternative Möglichkeiten, dein Equipment zu befestigen. Hier findet ihr ein inspirierendes Video zu sämtlichen Befestigungsmöglichkeiten eines Schlafsackes an deinem Wanderrucksack:

Ein typischer Anfängerfehler ist, den Schlafsack an der Schließlasche hinter die Schnallen zu packen. Doch du willst doch einen trockenen Schlafsack haben, auch wenn es während der Tagestour regnet.

Viele Wanderrucksäcke haben deshalb spezielle Innenfächer, zumeist an der Unterseite des Rucksacks. Dort, wo häufig auch die Regencapes untergebracht sind.

Falls dein Rucksack kein Fach besitzt, versuche ihn quer zu befestigen. Das stellt eine gleichmäßige Gewichtsverteilung sicher und du bleibst nicht ständig irgendwo hängen.

Was sollte ich unter meinem Schlafsack tragen?

Wichtig: Nicht nichts! Zunächst wollen wir uns über Outdoorschlafsäcke unterhalten. Das Märchen, dass im Schlafsack weniger mehr ist, ist falsch.

Jede zusätzliche Schicht Isolation hält mehr Wärme im Inneren. Feuchtigkeit senkt die Isolationsleistung, daher solltest du es in jedem Fall vermeiden in feuchter (Schweiß oder mitgebrachte Feuchtigkeit von draußen) Kleidung zu schlafen.

Kleidung, die du unter deinem Schlafsack trägst, sollte daher Feuchtigkeit gut nach außen leiten. Das bedeutet, dass sich Kunstfaserbekleidung hier am besten eignet. Baumwolle hat die Eigenschaft, Feuchte aufzusaugen und lange zu halten, weshalb das eine schlechte Wahl ist.

Die gleichen Regeln gelten hierbei für Schlafsäcke, die draußen beim Camping benutzt werden, als auch für Indoorschlafsäcke. Der einzige Unterschied – die Temperatur – ist anhand der Anzahl an Schichten oder Länge der Kleidungsstücke zu berücksichtigen.

Für Kleinkinder im Babyschlafsack bedeutet das: ein langärmliges Shirt, einen Body und einen dünnen Schlafanzug.

Da man seinen Schlafsack nicht besonders häufig waschen kann, ist es generell ratsam immer etwas darunter zu tragen. Nackt im Schlafsack zu schlafen, fördert weder die Isolationsleistung noch schwächt es sie ab.

Für kältere Temperaturen solltest du in der Nacht aber mindestens Funktionsunterwäsche tragen. Ein Inlay oder Innenschlafsack kann dir für moderate Temperaturen aber auch das Schlafen ohne Klamotten ermöglichen und die Lebenszeit deines Schlafsackes verlängern.

Die meiste Wärme verliert unser Körper über unseren Kopf. Daher ist es in kalten Nächten eine gute Idee, eine Mütze oder Sturmhaube zu tragen.

Lege deine Klamotten für den nächsten Tag in das Fußteil deines Schlafsackes. Das bewahrt dich davor, morgens in kalte und eventuell feuchte Klamotten schlüpfen zu müssen.

Wie kann ich den Schlafsack für niedrige Temperaturen optimieren?

Ein Schlafsack hält dich nur warm, wenn du den geeigneten Schlafsack wählst und ihn auch richtig benutzt. Das ist besonders wichtig, wenn du bei niedrigen Außentemperaturen im Schlafsack übernachten möchtest.

Im folgenden fassen wir die fünf wichtigsten Tipps zusammen:

  1. Inletts oder Travelsheet (häufig auch als Hüttenschlafsack bekannt): Viele Inletts helfen, die Komforttemperatur um bis zu 5 °C zu erhöhen. Das schafft zum Beispiel ein Travelsheet aus Baumwolle, das man zusätzlich in den Schlafsack einlegt. Es bietet zusätzliche Isolation und Komfort.
  2. Größe: Zu große oder kleine Schlafsäcke halten entweder zu viel oder zu wenig isolierende Luft im Inneren, wodurch man schneller unterkühlt. Das Fußteil sollte groß genug sein, sodass die Zehen in Rückenlage die Schlafsackfüllung nicht eindrücken.
  3. Schnitt: Stelle sicher, dass dein Schlafsack so breit wie notwendig und so schmal wie möglich ist. Dadurch fühlt man sich weder eingeengt, noch sind zu große Luftbereiche frei, die ein Frieren zulassen.
  4. Kapuze: Die meiste Wärme geht über unseren Kopf verloren. Die Kapuze muss deinen Kopf eng umschließen und ausreichend gefüttert sein. Ein Wärmekragen ist ein nach innen gelagerter Kragen, der eng am Hals anliegt. Er verhindert das Verlassen der warmen Luft nach außen.
  5. Isolation von unten: Falls es doch einmal kälter werden sollte als du es erwartet hast, helfen Kleidungsstücke unter deiner Isomatte. Das zusätzliche Luftpolster minimiert den direkten Kontakt zum kalten Zeltboden.

Wie wasche und lagere ich meinen Schlafsack richtig?

Wenn die individuelle Schlafsackfüllung nicht mehr genügend Bauschkraft besitzt (Maß für Wärmedämmung), oder er Verschmutzungen aufweist, sollte er gewaschen werden.

Grundsätzlich verliert ein Schlafsack mit jedem Waschgang an Lebensdauer. Kunstfaserschlafsäcke und Daunenschlafsäcke unterscheiden sich im Waschvorgang nicht.

Ein Schlafsack sollte niemals in der Waschmaschine gewaschen werden. Er sollte in der Badewanne mit einem speziellen Daunenwaschmittel und lauwarmem Wasser händisch gereinigt werden.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Waschvorgang:
  1. Lauwarmes Wasser einfüllen
  2. Schlafsack vollständig nass machen
  3. Waschmittel (Dosierung nach Packungsanweisung) auftragen und einkneten
  4. Wasser ablassen und Schlafsack einrollen
  5. Frisches Wasser einlassen und Waschmittel ausspülen
  6. Prozess so lange wiederholen, bis sämtliches Waschmittel ausgewaschen ist.
Trocknen:
  1. Geöffneten Schlafsack auf einen Wäscheständer hängen
  2. Bei Daunen regelmäßig heruntergelaufenes Wasser aus den Daunen wringen
Gesamte Trocknungszeit:
  • Daunenschlafsack: zwei bis drei Tage
  • Kunstfaserschlafsack: ein bis zwei Tage
Aufschütteln:
  1. Mehrmals am Tag aufschütteln
  2. Zurück auf den Wäscheständer hängen
  3. Wiederholung etwa drei bis vier Tage lang, danach ist der Schlafsack trocken und kann zurück in die Lagerung

Die richtige Lagerung für alle Formen von Schlafsäcken ist trocken und bei Raumtemperatur. Nach einer erfolgreichen Wandertour, sollten die Schlafsäcke ein bis zwei Tage aushängen und trocknen. Danach kannst du sie wie gewohnt zusammenrollen und im Schrank lagern.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://www.greenpeace.org/austria/de/presse/presseaussendungen/Konsum/Greenpeace-Studie-Gefahrliche-Chemikalien-in-Outdoor-Ausrustung/

[2] http://www.deuter.com/DE/de/schlafsacktipps.html

[3] https://www.bergfreunde.de/basislager/gute-nacht-ueber-das-erholsame-und-warme-schlafen-im-schlafsack/

Bildquelle: 123rf.com / Olena Kachmar

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