Bei Touren hoch oben in den Bergen sind die Wege nicht immer rege benutzt oder gerade im Ausland oft wenig bis gar nicht gekennzeichnet. Das Wetter kann sich schnell ändern und plötzlich stehst du vor einer Nebelwand, was die Orientierung nach Sicht unmöglich macht. Um sich selbst zu lokalisieren, sind Outdoor Uhren sehr nützlich.

Die kleinen Technikwunder vereinen viele Funktionen und helfen, nicht vom rechten Weg abzukommen, eine alternative Route spontan einzuschlagen oder sich rechtzeitig vor schlechter Witterung in Sicherheit zu bringen.

Outdoor Uhren unterstützen Sportler mit Funktionen wie Pulsmesser und Kalorienverbrauch, um gezielter trainieren zu können. Für Wassersportler gibt es Modelle mit Tiden- und Mondkalender.

Hoch oben in abgelegenem Terrain leistet eine Outdoor Uhr wertvolle Dienste. (Foto: eberhard grossgasteiger / pexels.com)

Wie funktioniert meine Outdoor Uhr?

Moderne Outdoor Uhren verfügen über eine riesige Bandbreite an Funktionen. Je nach Einsatzgebiet, solltest du eine Uhr kaufen, welche dich gezielt in deiner Sportart unterstützt. Ein GPS und weitere Gadgets vereint am Handgelenk sind vor allem in den Bergen oder auf ausgedehnten Radtouren sehr nützlich.

Wie funktioniert der Höhenmesser?

Ein Höhenmesser, auch Altimeter, misst die Höhe, welche über einer definierten Referenzfläche gemessen wird. Zu Beginn einer Tour solltest du auf deiner Uhr die richtige Höhe einstellen.

Da die Höhenmesser wie das Barometer mit Luftdruck arbeiten, kann es sein, dass die Werte auf dem Display deiner Outdoor Uhr im Vergleich zur Landkarte, zum Wegweiser oder zum GPS abweichen.

Beachte, dass 100 Höhenmeter einer Senkung des Luftdrucks um rund 12 Hektopascal entsprechen.

Je nach Uhrenmodell errechnet das Gerät aus verschiedenen Werten die Höhe, auf welcher du dich gerade befindest. Diese digitalen Höhenmesser sind sehr genau und können zum Beispiel erfassen, wie viel Zeit du für eine bestimmte Strecke und bestimmte Höhenmeter benötigt hast.

Werte wie die gesamte zurückgelegte Höhendifferenz sowie Maximalwerte werden ebenfalls angezeigt.

Wie funktioniert das Barometer?

Das Barometer zeigt den Luftdruck an und hilft somit, das Wetter vorherzusehen. Diese Funktion kann bei Outdoor-Aktivitäten von großem Nutzen sein. Wenn der Druck innerhalb von kurzer Zeit rapide abfällt, zieht schlechtes Wetter auf.

Der Sportler kann früh erkennen, dass eine Front aufzieht und sich in Sicherheit bringen. Teilweise verfügen neue Uhren über eine Warnfunktion, welche Wetterumschwünge mit einem Alarm anzeigen.

Das Barometer ist bei stabiler Wetterlage zudem ebenfalls ein Indikator für die Höhe, in welcher du dich befindest. Um beim Aufstieg die Höhe bestimmen zu können, sollte das Gerät am Ausgangspunkt kalibriert werden.

Wie funktioniert das GPS?

GPS bedeutet Global Positioning System und empfängt Satellitendaten. Deshalb ist die Positionsbestimmung mittels GPS sehr genau und einfach. Besonders nützlich ist dies im Falle eine Rettung. Dank der Angabe exakter Koordinaten werden die in Not geratenen Sportler schnell gefunden.

Der Betrieb von GPS braucht viel Akkuleistung und sollte deshalb bei aufladbaren Uhren nur genutzt werden, wenn es notwendig ist.

Da das Display einer Outdoor Uhr relativ klein ist, macht es wenig Sinn, das GPS als Navigationssystem wie zum Beispiel im Auto einzusetzen. Für die Aufzeichnung des zurück gelegten Weges oder zur Standortbestimmung leisten die integrierten GPS jedoch gute Dienste.

Viele Outdoor-Uhren verfügen über einen integrierten Kompass. (Foto: Pixabay / pexels.com)

Wie funktioniert der Kompass?

Das Magnetfeld der Erde macht es möglich, dass feine Sensoren in deiner Outdoor Uhr erkennen, wo sich Norden befindet. Da diese Sensoren jedoch abgelenkt werden können von Magneten in deiner Umgebung, solltest du den Kompass deiner Uhr vor dem Einsatz kalibrieren.

Falls du vergisst, diese Ausrichtung vorzunehmen, kann es sein, dass deine Uhr dir ein etwas ungenaues Ergebnis liefert, jedoch meistens noch ungefähr zum Norden weist.

Was bedeuten die Angaben auf meiner Outdoor Uhr?

Integrierte Höhenmesser, Barometer, Kompass und anderes sind nur nützlich, wenn sie richtig interpretiert werden können. Am besten liest du dazu auch die Bedienungsanleitung deiner Uhr durch, damit du dir im Klaren bist, welche Einstellungen du vor deiner Tour vornehmen solltest.

Wann ist ein Höhenmesser besonders nützlich?

Das Altimeter kommt nicht nur zum Einsatz bei der Bestimmung zur Anzahl zurück gelegten Höhenmeter, sondern dient auch der Orientierung.

Bei schlechter Sicht, stürmischem Wind oder bei starkem Niederschlag kannst du in den Bergen die Orientierung verlieren und du merkst nicht, ob du gerade auf- oder absteigst. In solchen Situationen hilft dir der Höhenmesser, damit du dich nicht verirrst.

Neben dem von der Outdoor-Uhr gemessenen Luftdruck, sollten zur Wetterbestimmung immer auch die Wolken im Auge behalten werden. (Foto: Pixabay / pexels.com)

Wie genau ist die Wettervorhersage meiner Outdoor Uhr?

Aufgrund des Luftdrucks können Veränderungen des Wetters bestimmt werden. Allerdings sind diese Vorhersagen mit Hilfe einer Sportuhr meist nur sehr kurzfristig möglich.

Damit eine zuverlässige Prognose vom Barometer abgelesen werden kann, sollte dieses sich an einem fixen Standort befinden. Die Wetterfunktionen deiner Uhr können also schon mal von der Realität abweichen.

Es ist sehr wichtig vor jeder Tour, sich nach den Wetterverhältnissen im Zielgebiet zu erkunden. Achte dich dazu nicht nur auf einen wolkenfreien Himmel, sondern erkundige dich auch nach den Windprognosen. Oft verfügen auch Berghütten über aktuelle meteorologische Daten.

Wenn du unterwegs bist, beobachte das Wetter. Wolken und Temperaturen sind gute Indikatoren zur Bestimmung des Witterungsverlaufs. Hier ein paar Beispiele:

  • Sich am Nachmittag auflösende Cumuluswolken (weiße, große Federwolken), verheißen gutes Wetter
  • Auffrischender Wind von Westen oder Südwesten bringt meist eine Regenfront mit
  • Kalte und klare Nächte stehen für gutes Wetter am Folgetag

Wie genau funktioniert die Temperatur-Anzeige auf dem Display?

Da du deine Outdoor Uhr meist am Körper tragen wirst, ist sie starken Temperaturschwankungen unterworfen.

Die Anstrengung eines Aufstiegs sowie das Gehen in der Sonne führen zu höheren Temperaturen rund um das Gerät, als es in der Umgebung tatsächlich der Fall ist.

Veränderungen der Lufttemperatur können auf einen Witterungswechsel hinweisen.

Allerdings können die Werte genau gemessen werden, wenn die Uhr bei einer Pause oder am Abend in der Hütte abgelegt wird.

Welche weiteren Geräte sind neben der Outdoor Uhr hilfreich?

Da elektronische Geräte ausfallen können, ist es empfehlenswert in jedem Fall eine Karte des Gebietes mitzunehmen und diese vorher zu studieren.

Es gibt externe GPS Empfänger, welche über ein Signal mit deiner Outdoor Uhr interagieren. Solche Geräte sind sehr beliebt bei eingefleischten Berggängern. Der Vorteil ist, dass sie über ein größeres Display verfügen, was die Bedienung erleichtert.

Einen weiteren Kompass im Gepäck zu haben ist ebenfalls nicht verkehrt, vor allem auf längeren Touren in sehr abgelegenen Gebieten. Zusammen mit der Landkarte ist gewährleistet, dass du den Norden zur Orientierung immer bestimmen kannst.

Die Natur selbst kann dir als Barometer dienen. Wenn du ein Feuer entfachst und der Rauch gut emporsteigt, bedeutet das, der Luftdruck ist hoch. Beachte auch die Blasen in deinem Kaffee. Bei tiefem Luftdruck sammeln sie sich am Tassenrand und bei hohem Druck in der Mitte.

Fazit – Welche Funktionen besitzt eine Outdoor Uhr?

Als Unterstützung für Aktivitäten in der Natur bringt eine Outdoor Uhr besonders nützliche Dienste mit.

Du brauchst nicht mehr Berechnungen zu erstellen oder ein eingefleischter Profi im Lesen von Höhenprofilen zu sein. Deine Uhr hilft dir, deine Position zu bestimmen, schlechtes Wetter kommen zu sehen oder dein Training gezielt auszuwerten.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6henmesser


[2] https://www.digitec.ch/de/s1/page/die-daten-deiner-sportuhr-verstehen-und-richtig-deuten-2605

Bildquelle: unsplash.com / RANGGI MANGGALA

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