Willkommen bei unserem großen Monokular Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Monokulare. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, das für dich Monokular zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir ein Monokular kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Monokular bedeutet “mit einem Auge”. Das Gegenteil, “mit beiden Augen”, ist binokular.
  • Ein Monokular ist ein optisches Instrument, das die Betrachtung eines entfernten oder auch eines nahen Gegenstandes erlaubt.
  • Monokulare kommen auch in der Photographie zum Einsatz. Photo-Monokulare können beispielsweise als Zusatz zur Handykamera über der Linse angebracht werden.

Monokular Test: Das Ranking

Platz 1: VEMTONA 10×42 Monokular Teleskop

Platz 2: CINBOS Monokular Teleskop 16X50

Platz 3: PROCHE Tragbares Zusammenklappbares Wasserdichtes Kapitäns Miniteleskop

Platz 4: Svbony Spektiv 20-60×60 SV29 IP68

Platz 5: Ueasy wasserdicht 12 x 50 Monokular Teleskop

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Monokular kaufst

Was ist ein Monokular?

Ein Monokular ist ein Fernglas mit einem Okular und einem Objektiv, das es dir erlaubt Dinge in der Nähe oder in der Ferne zu betrachten. Die Besonderheit eines Monokulars ist, dass man nur mit einem Auge hindurchschaut und so mit dem anderen die Umgebung weiterhin im Blick behalten kann.

Wofür verwendet man ein Monokular?

Monokulare werden zur Vergrößerung von Dingen in der Ferne und auch in der Nähe verwendet. Hand-Monokulare oder auch Hand-Fernrohre werden beispielsweise als optische Sehhilfe für Menschen mit einer Sehbehinderung eingesetzt. Dies ermöglicht ihnen beispielsweise Straßenschilder oder auch Kleingedrucktes zu lesen, je nachdem wie das Monokular eingesetzt wird.

Außerdem kann man Monokulare zur Tierbeobachtung, zum Beispiel von Vögeln, einsetzen. Hierfür eignen sich besonders Fernrohre.

Eine weitere Möglichkeit ist es Monokulare bei der Photographie einzusetzen. Hierbei werden sie auf die Linse der Kamera aufgesetzt und dienen als erweiterter Zoom für die Kamera.

Blick auf Ort durch Fernrohr

Mit einem Monokular kannst du weit entfernte Dinge nahe ans Auge heranholen. Es hat im Gegensatz zum klassischen Fernglas nur eine Linse wo du durchsiehst. (Foto: Hans / pixabay.com)

Für wen eignet sich ein Monokular?

Monokulare allgemein eignen sich für jeden, der gerne etwas in der Nähe oder Ferne beobachten möchte. Photo-Monokulare eignen sich für jeden, der gerne präzise und schöne Momentaufnahmen machen möchte, auch mit dem Handy.

Wie ist ein Monokular aufgebaut?

In der Regel werden Monokulare nach dem Porro-System gebaut. Porro ist die Abkürzung für Porroprismen. Diese Prismen wurden von Ignazio Porro erfunden und bereits 1854 patentiert.

Porroprismen sind sogenannte Umkehrprismen, die aus zwei einfachen rechtwinkligen Reflexionsprismen bestehen, welche zueinander um 90° gedreht sind.

Der eintretende Lichtstrahl passiert diese Prismen nacheinander und es entsteht eine vierfache Reflexion des Lichtstrahls. Die vierfache Reflexion erzeugt aufgrund des 90° Winkels der Reflexionsprismen beim Passieren des Porroprismas eine 180° Drehung des Bildes.

Dies bedeutet, dass das Bild wieder richtig herum wahrgenommen werden kann.

Was kostet ein Monokular?

Monokulare gibt es in den verschiedensten Preisklassen, von weniger als zehn Euro bis in den Tausender Bereich ist alles vertreten.

Als Hobbybeobachter muss man hier jedoch keine Unsummen ausgeben. Gute Monokulare erhält man bereits ab etwa 30 Euro.

Wenn du aber vorhast, dein Monokular viel zu nutzen, solltest du mit etwa 150 Euro rechnen und dir ein qualitativ hochwertiges Gerät zulegen.

Wo kann ich ein Monokular kaufen?

Monokulare findet man leicht und schnell im Internet auf verschieden Onlinehändlern:

  • amazon.de
  • saturn.de
  • mediamarkt.de
  • otto.de

Du kannst sie jedoch auch bei verschiedenen Elektrofachmärkten vor Ort finden:

  • Saturn
  • MediaMarkt

Entscheidung: Welche Arten von Monokularen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen vier unterschiedlichen Arten von Monokularen unterscheiden:

  • Monokulares Fernglas
  • Spektiv
  • Monokulares Nachtsichtgerät
  • Piratenfernrohr

Abhängig davon, welchen Verwendungszweck ein Monokular erfüllen soll, eignet sich eine andere Art von Monokular für dich.

Wir möchten dir im weiteren Verlauf dabei helfen herauszufinden, welche Art von Monokular sich am besten für dich eignet. Dazu stellen wir dir die vier oben genannten Arten von Monokularen vor und stellen übersichtlich dar, worin jeweils ihre Vorteile und Nachteile liegen.

Was zeichnet ein monokulares Fernglas aus und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Ein monokulares Fernglas ist klein, handlich und passt in jede Tasche. Mit 5 bis 10fachen Vergrößerungen sind sie ideal um in der Ferne Dinge zu beobachten.

Vorteile
  • Klein und handlich
  • Gut zu transportieren
Nachteile
  • Geringe Vergrößerung
  • Für längere Beobachtungen eher weniger geeignet

Ein monokulares Fernglas ist also in der Regel für jeden geeignet, der gerne unterwegs in die Ferne schauen möchte.

Was zeichnet ein Spektiv aus und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Spektive sind größer als monokulare Ferngläser und mit einer 20 bis 80fachen Vergrößerung ideal für die Naturbeobachtung.

Vorteile
  • Hohe Vergrößerung
  • Für längeres Beobachten geeignet
  • Wasserdicht und kompakt
Nachteile
  • Stativ muss zur Beobachtung verwendet werden

Spektive sind häufig wasserdicht, kompakt und leicht zu transportieren.  Sie werden in der Regel auf einem Stativ aufgebaut, um ein bequemes Beobachten über einen längeren Zeitraum zu ermöglichen.

Was zeichnet ein monokulares Nachtsichtgerät aus und worin liegen seine Vorteile und Nachteile?

Diese Art Monokular wird, wie der Name bereits verrät, zur Nachtsicht verwendet. Dazu verwenden die Geräte Restlicht (daher auch der Name Restlichtverstärker) beziehungsweise sind mit einem Infrarotstrahler ausgestattet, um auch bei völliger Dunkelheit das Sehen zu ermöglichen.

Vorteile
  • Beobachten bei schlechten Lichtverhältnissen möglich
Nachteile
  • Reine Restlichtverstärker
  • Ohne Infrarotstrahler nicht bei völliger Dunkelheit einsetzbar

Dieses Monokular ist für dich geeignet, wenn du gerne am Abend oder in der Nacht Dinge beobachten möchtest.

Was zeichnet ein Piratenfernrohr aus und worin liegen dessen Vorteile und Nachteile?

Piratenfernrohre sind einfache Fernrohre für Kinder, die meist aus Plastik gemacht sind. Sie haben keine besonders starke Vergrößerung und sind eher zum Spielen als zum wirklichen Beobachten geeignet.

Vorteile
  • Schon ab sehr jungem Alter geeignet
Nachteile
  • Eher zum Spielen und Nachahmen
  • Vergrößerung nicht sehr hoch

Diese Fernrohre kann man bereits für wenige Euro bei diversen Spielwarenhändlern kaufen.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Monokulare vergleichen und bewerten

Im Folgenden zeigen wir dir, anhand welcher Kriterien du Monokulare gut vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es für dich leichter, einen Überblick zu bekommen und dich für ein passendes und effektives Produkt zu entscheiden.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um folgende Kriterien:

  • Objektivdurchmesser
  • Vergrößerungszahl
  • Helligkeit
  • Distanzeinstellung
  • Dämmerungszahl
  • Vergütung
  • Wasserdichtigkeit
  • Zubehör

Nachfolgend kannst du lesen, was es mit den jeweiligen Kriterien auf sich hat und erfährst, weshalb es für dich sinnvoll ist ein Gerät mit dieser Funktion zu erwerben oder eben nicht.

Objektivdurchmesser

Der Objektivdurchmesser wird in Millimetern angegeben und gibt dir eine Angabe über die Fläche durch die das Licht in das Monokular gelangt. Je größer diese Fläche ist, umso mehr Licht kann eintreten, was besonders bei schlechten Lichtverhältnissen, wie in der Dämmerung oder bei Nacht von Vorteil sein kann.
Du solltest also überlegen wann und bei welchen Lichtverhältnissen du dein Monokular nutzen möchtest und dementsprechend den Objektivdurchmesser wählen.

Fernrohr auf Aussichtsplattform

Monokulare gibt es in den verschiedensten Ausführungen und mit den unterschiedlichsten Funktionen. (Foto: James Frid / pexels.com)

Vergrößerungszahl

Die Vergrößerungszahl gibt den Faktor an, um den ein Objekt näher beziehungsweise größer gesehen wird, wenn man durch das Monokular schaut.

Die Vergrößerung kann man bestimmen, indem man den Objektivdurchmesser durch die gemessene Austrittspupille teilt.

Bei der Vergrößerungszahl 6 gilt beispielsweise: ein Objekt welches 60m entfernt ist, sieht durch das Monokular aus als wäre es nur 10m entfernt. Grundsätzlich ist es sinnvoll eine 7 bis 8fache Vergrößerung zu haben, da sie einen vielfältigen Einsatz ermöglicht.
Bedenke bei der Wahl der Vergrößerung, dass mit zunehmender Zahl die Wahrscheinlichkeit steigt, dass das Bild verwackelt, da leichte Bewegungen mit der Hand immer deutlicher werden. Hier hilft ein Stativ.

Je größer die Vergrößerung deines Monokulars ist, umso kleiner wird das Sehfeld! Wenn du also sich Dinge in Bewegung beobachten möchtest, wie fliegende Vögel, solltest du ein Monokular mit großem Sehfeld, das heißt kleiner Vergrößerung wählen.

Helligkeit

Die Helligkeit des Monokulars ist abhängig vom Objektivdurchmesser. Je größer der Durchmesser ist, umso mehr Licht kann eintreten.

Distanzeinstellung

Bei vielen Monokularen lässt sich die Vergrößerung inzwischen umschalten. Das bedeutet, dass die Distanz zum Objekt auch relativ frei gewählt werden kann.

Generell gilt die eingestellte Vergrößerung zu beachten und dann nach folgendem Muster vorzugehen:

10fache Vergrößerung = 100m Entfernung zum Objekt, um es anschließend in 10m Entfernung wahrzunehmen

Dämmerungszahl

Die Dämmerungszahl gibt Informationen über die Leistung, zu der das Monokular bei Dämmerung in der Lage ist. Diese Zahl sollte idealerweise zwischen 12 und 25 liegen.

Multipliziert man die Vergrößerung und den Objektivdurchmesser miteinander und zieht aus dem Ergebnis die Quadratwurzel, so erhält man die Dämmerungszahl des Monokulars. Es gilt: je höher, umso heller.

Vergütung

Die Vergütung ist eine besondere Beschichtung der Linse, die zur Verringerung von Reflektionen dient und wird daher auch Antireflexbeschichtung genannt.

Du solltest unbedingt darauf achten, die Linse nicht zu grob zu reinigen, da die Vergütung extrem empfindlich reagiert und sofort Kratzer abbekommen kann.

Wasserdichtigkeit

Viele Monokulare sind wasserdicht, vor allem Spektive, jedoch nicht alle. Du solltest also unbedingt beim Kauf darauf achten, ob das Monokular deiner Wahl wasserdicht ist, um unschöne Situationen zu vermeiden.

Zubehör

An Zubehör gibt es auch für Monokulare einiges. Je nachdem welche Art von Monokular du verwendest, kannst du andere Dinge zusätzlich benötigen.

Grundsätzlich sind aber folgende Dinge sinnvoll:

  • Eine Schutztasche, damit dein Monokular nicht kaputt geht und du es sicher aufbewahren kannst
  • Ein Rucksack für unterwegs, um dein Monokular und was du sonst noch brauchst leicht transportieren zu können
  • Brillenputztücher, um das Objektiv und die Linse vorsichtig reinigen zu können
  • Druckluftspray zu Entfernung von Sand oder anderen kleinen Partikeln. Auf keinen Fall mit dem Brillenputztuch wegwischen! Sonst zerkratzt die Linse.
  • Einen Tragegurt, um dein Monokular zum Beispiel am Handgelenk befestigen zu können
  • Ein Stativ, damit du bequem für längere Zeit beobachten kannst

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Monokular

Was sind monokulare Doppelbilder?

Wenn sich die einfallenden Lichtstrahlen beispielsweise an der Linse unterschiedlich stark brechen, entstehen zwei Bilder. Das nennt man dann monokulares Doppelbild.

Am leichtesten zu verstehen ist dieses Phänomen, wenn du dir abwechselnd beide Augen zuhältst.

Was ist monokulares Sehen?

Das monokulare Sehfeld ist um 20°–30° Sehwinkel kleiner als das binokulare Sehfeld. Das bedeutet, dass nur eine beschränkte räumliche Wahrnehmung der Umwelt möglich ist.

Um das Sehfeld zu erweitern und mehr wahrnehmen zu können, muss der Kopf bewegt werden.

Halte dir ein Auge zu und probiere es aus!

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] https://physik.wissenstexte.de/fernrohr.htm


[2] https://lp.uni-goettingen.de/get/text/954

Bildnachweis: James Frid / pexels.com

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