Lenkbob

Seit Generationen erfreuen sich häufig junge und jung gebliebene Menschen im Winter an dieser sportlichen Aktivität – die Rede ist vom Lenkbobfahren. Die Voraussetzungen dafür sind besonders simpel, sobald der Boden von einer dünnen Schneeschicht bedeckt ist und man einen entsprechenden Lenkbob mit passender Strecke zur Verfügung hat, kann es losgehen. Dabei finden sich die verschiedensten Arten von Bobs auf den Strecken wieder, von Einsitzern über Zweisitzer bis hin zu Modellen, die extra für Erwachsene ausgelegt sind.

Mit unserem großen Lenkbob-Test 2020 wollen wir dir dabei helfen, für dich das passende Modell zu finden. Wir haben Einsitzer und Zweisitzer für Kinder und Erwachsene miteinander verglichen und dir die entsprechenden Vor- und Nachteile dazu aufgelistet, um dir die Kaufentscheidung so einfach wie möglich zu machen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Lenkbob muss stabil genug sein, um die auf ihn wirkenden Kräfte zu kompensieren. Entsprechend getestete Bobs verfügen über ein TÜV-Siegel und/ oder ein GS-Siegel, welches bescheinigt, dass das entsprechende Modell alle Vorgaben zur Produktsicherheit erfüllt.
  • Bei aller Stabilität sollte man in eigenem Interesse darauf achten,dass der Lenkbob nicht zu schwer ist, da dieser vor der Abfahrt erst auf den Berg hinauftransportiert werden muss. Eine montierte Kordel erleichtert diesen Prozess dabei erheblich.
  • Die Steuerung ist meist relativ leicht zu erlernen, sodass sich Kinder schon in jüngeren Jahren das sichere Bobfahren aneignen können. Alternativ bietet sich auch ein Zweisitzer an, bei dem ein Erwachsener entsprechend das Lenken und Bremsen übernimmt.

Lenkbob Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Lenkbob für Kinder

Dieser Lenkbob der Marke KHW verfügt über eine breite Auflagefläche und rutschsichere Haltestege im Fußbereich, was einen sicheren Halt für Fahranfänger gewährleistet. Der Bob besteht aus leichtem, kältebeständigem Kunststoff und kann über eine Einhandbremse aus Stahl abgebremst werden.

Wenn du dich für einen Lenkbob für Kinder interessierst, ist dieses Modell für dich das Richtige.

Der beste Lenkbob für Erwachsene

Dieser Lenkbob hat eine Gewichtskapazität von min. 80kg, ist laut Meinung einiger Kunden auch deutlicher belastbarer. Der Bob verfügt über eine lange Sitzfläche und kann über eine Handbremse aus Stahl abgebremst werden.

Wenn du einen soliden, zuverlässigen Lenkbob für Erwachsene suchst, ist dieses Modell von Stiga genau das Richtige für dich.

Der beste Zweisitzer

Dieses Modell von Stiga ist für zwei Personen ausgelegt und dementsprechend stabil. Kunden, die dieses Modell gekauft haben, schätzen die direkte Lenkung des Bobs, kritisieren jedoch teilweise das vergleichsweise höhere Gewicht.

Wenn du also auf der Suche nach einem stabilen Lenkbob für zwei Personen bist, dann ist dieses Modell von Stiga für dich empfehlenswert.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Lenkbob kaufst

Wofür benötigt man einen Lenkbob?

Lenkbobs sind unmotorisierte, sportliche Schlitten, die im Winter zu Vergnügungszwecken für Bergabfahrten genutzt werden. Schon kleinste schneebedeckte Flächen reichen dabei aus, um dem Fahrer eine reibungslose Abfahrt zu ermöglichen.

Für wen eignet sich ein Lenkbob?

Da Lenkbobs vergleichsweise einfach per Lenkrad zu steuern sind und über eine Fuß- oder Handbremse abgebremst werden können, ist es Kindern schon in jungen Jahren möglich, mit dem Lenkbob die Schneepiste hinabzufahren.

Risiko und Aufwand sind beim Lenkbobfahren in den meisten Fällen gering, der Spaßfaktor ist dabei meistens um so größer. Deshalb eignet sich ein Lenkbob sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene gleichermaßen.

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Lenkbobs sind durch ihre einfache Steuerung schon für Kinder in jüngeren Jahren geeignet.
(Bildquelle: unsplash.com / Cooper Le)

Ab welchem Alter sind Lenkbobs für Kinder geeignet?

Das Risiko beim Lenkbobfahren ist vergleichsweise gering, dennoch sollte man bei Kindern folgende Dinge beachten, wie die zu befahrende Strecke und die Erfahrung mit Lenk- und Bremsbewegungen.

Da Lenkbobs über keinen Motor verfügen, ist das Gefälle der Strecke und deren Länge entscheidend für die Geschwindigkeit, die der Bob erreichen kann. Wenn die ausgewählte Strecke über ein entsprechend starkes Gefälle verfügt, sollten sie darauf achten, dass ihr Kind mit dem Abbremsen des Bobs vertraut ist.

Ähnlich verhält es sich mit dem Lenken, wenn die Piste schmal oder besonders uneben ist. Vor allem dann sollte das Kind mit dem Lenken vertraut sein, bevor es die Strecke befährt. Daher lässt sich pauschal keine Altersvorgabe bestimmen, da der Schwierigkeitsgrad abhängig von der Strecke ist.

Doch selbst wenn das Kind noch nicht erfahren genug ist, um den Bob zu steuern, bietet sich immer noch die Möglichkeit, bei einem Zweisitzer-Bob beispielsweise einen Erwachsenen die Lenkung und das Bremsen übernehmen zu lassen.

Was kostet ein Lenkbob?

Modelle für Erwachsene sind in manchen Fällen etwas preisintensiver als Kinder-Lenkbobs. Dennoch sind sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene schon Lenkbobs ab ca. 25 € erhältlich. Lampen sind serienmäßig bei den meisten Lenkbobs nicht verbaut, zusätzliche Lampen sind für größere Lenkbobs erhältlich und ab ca. 20 € zu bekommen. Jedoch ist es ratsam vorab zu überprüfen, ob sich eine Lampe am entsprechenden Lenkbob überhaupt anbringen lässt.

Modellart Preisspanne
Lenkbob für Kinder 25 – 149 €
Lenkbob für Erwachsene 25 – 449€
Anbringbare Lampe ca. 20€

Wo kann ich Lenkbobs kaufen?

Lenkbobs sind auf folgenden Webseiten erhältlich:

  • amazon.de
  • idealo.de
  • ebay.de
  • decathlon.de
  • mytoys.de
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Die klassische Alternative zum Lenkbob ist der Holzschlitten,der im Vergleich aber weder über ein Lenkrad, noch über Bremsen verfügt und damit schwieriger zu steuern ist.
(Bildquelle: unsplash.com /Igor Cancarevic)

Welche Alternativen gibt es zu einem Lenkbob?

Die klassische Alternative zum Lenkbob sind Rodelschlitten aus Holz. Diese Schlitten verfügen in den meisten Fällen nicht über ein Lenkrad und Bremsen, weshalb diese Modelle wohl eher für erfahrenere Schlittenfahrer geeignet sind, da das Abbremsen über die Füße gesteuert und dosiert werden muss.

Holzschlitten zählen dennoch seit Jahren zu den beliebtesten Schlittenmodellen.

Entscheidung: Welche Arten von Lenkbobs gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du dir einen Lenkbob zulegen möchtest, solltest du dir erstmal die Frage stellen, für wie viele Personen der Bob ausgelegt sein soll. Man unterscheidet dabei zwischen zwei Varianten:

  • Einsitzer
  • Zweisitzer

Desweiteren macht es einen Unterschied, ob der Bob von einem Erwachsenen oder einem Kind genutzt wird, da Modelle für Erwachsene etwas stabiler sein müssen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal liegt darin, dass manche Lenkbobs mit einem Licht ausgestattet sind, andere wiederum keines besitzen.

Einsitzer/Zweisitzer

Zuallererst die wichtigste Frage, wenn es um Lenkbobs geht: Soll es ein Einsitzer oder ein Zweisitzer sein?

Zwei Personen erreichen oft höhere Geschwindigkeiten, als einzelne.

Diese Frage lässt sich zu Beginn relativ einfach beantworten, wenn man weiß, wie viele potenzielle Fahrer man hat. Dazu lässt sich jedoch anmerken, dass es bei sehr jungen Kindern aus Sicherheitsgründen von Vorteil sein kann, wenn ein Erwachsener bei einem Zweisitzer für das Kind das Lenken und Bremsen übernimmt, um mögliche Risiken zu minimieren.

Nicht nur die Sicherheit kann in diesem Falle ein Entscheidungsaspekt sein, sondern auch der Spaßfaktor. Denn wer zu zweit rutscht bringt eine höhere Masse mit, als eine einzelne Person. Dieser Unterschied wirkt sich wiederum positiv auf die Geschwindigkeit aus.

Für Kinder

Viele Bobs sind für Kinder ausgelegt. Das heißt, sie sind einfach zu steuern und brauchen keine höhere Gewichtskapazität. Dies wirkt sich häufig auch positiv auf das Gesamtgewicht des Schlittens aus.

Dies sollte auch nicht unterschätzt werden, denn bevor man die Strecke hinabfährt, muss der Schlitten (per Hand) nach oben transportiert werden. Deshalb sollte man bei Kindern darauf achten, dass der Bob stabil genug, aber wiederum nicht zu schwer ist.

Vorteile
  • Einfache Bedienung
  • Geringes Gewicht
Nachteile
  • Wenig robust
  • Nur bis zu einer gewissen Körpergröße nutzbar

Für Erwachsene

Bei Erwachsene gilt es, das Augenmerk auf die Gewichtskapazität des Schlittens zu legen, da die Gewichtsbelastung auf den Schlitten bei Erwachsenen höher ist, als bei Kindern.

Wenn das nicht auf Kosten eines übermäßig hohen Gesamtgewichts geht, ist der Schlitten in dieser Hinsicht empfehlenswert, da auch hier der Schlitten vor der Abfahrt erst auf den Berg hinauftransportiert werden muss.

Ansonsten unterscheiden sich die meisten Lenkbobs für Erwachsene nicht weiter von denen für Kinder, Lenkung und Bremse sind meistens ähnlich. Darüber hinaus müssen Bobs für Erwachsene vor dem ersten Gebrauch häufig noch zusammengebaut werden, da der Lenkbob aus mehreren Teilen besteht.

Vorteile
  • Robust
  • Höhere Gewichtskapazität
  • Unlimitierte Körpergröße
Nachteile
  • höheres Gesamtgewicht
  • Konstruktion muss noch zusammengebaut werden

Mit Licht

Aus Sicherheitsgründen kann es durchaus sinnvoll sein, ein Licht an seinem Bob zu haben. Im Winter ist die Sicht nicht selten durch Schnee, Nebel oder Dunkelheit eingeschränkt. Um selbst besser sehen zu können und vor allem von anderen besser gesehen zu werden ist ein Licht besonders empfehlenswert.

Denn häufig ist man nicht allein auf der Strecke, deshalb kann ein Licht das Risiko von Zusammenstößen durchaus minimieren, was sicherlich im Sinne aller Beteiligten ist. Die meisten Bobs verfügen jedoch nicht ab Werk über ein solches Licht, daher muss man dieses häufig zusätzlich zum Bob erwerben.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Lenkbobs vergleichen und bewerten

Nachfolgend werden wir dir zeigen, anhand welcher Aspekte du dich zwischen den verschieden Varianten an Lenkbobs entscheiden kannst.

Die Kriterien, anhand deren du Lenkbobs vergleichen kannst, lauten:

In den kommenden Absätzen erläutern wir detaillierter, worauf es bei den einzelnen Kriterien ankommt.

Gewicht

Wie Newtons Axiom besagt: Kraft = Masse * Beschleunigung. Dies wiederum bedeutet, je größer die Masse, desto mehr Kraft muss aufgebracht werden, um das Objekt zu beschleunigen. Da unser Schlitten nun vor der Abfahrt erst auf den Berg hinauftransportiert werden muss, bietet es sich an, einen Lenkbob zu haben, dessen Masse möglichst gering ist.

Gerade Kinder können überfordert sein, wenn es gilt, einen schweren Schlitten gegen das Gefälle zu bewegen. Um das zu vermeiden sollte man darauf achten, dass das Gesamtgewicht des Bobs nicht zu hoch ist. Somit lässt er sich leichter und häufiger auf den Berg ziehen, sodass man sich wieder dem erfreulichen Teil, der Abfahrt, widmen kann.

TÜV-Siegel

Um zu wissen, ob der ausgesuchte Lenkbob auch den Sicherheitsvorgaben entspricht, bietet es sich an, nach dem TÜV- und GS-Siegel Ausschau zu halten. Diese Siegel bescheinigen, dass das entsprechende Modell allen Voraussetzungen des Produktsicherheitsgesetzes entspricht.

Wenn dies gegeben ist, kann man davon ausgehen, dass der entsprechende Bob für seinen Zweck geeignet ist. Das ist an dieser Stelle auch nicht unerheblich, da sich mit einem Lenkbob auch durchaus höhere Geschwindigkeiten erreichen lassen, bei denen er stabil und funktionstüchtig sein muss.

Gewichtskapazität

Es gilt, ein goldenes Mittelmaß zwischen Stabilität und Gewicht zu finden.

Auch an dieser Stelle möchten wir nochmal ausführlich darauf hinweisen, dass Lenkbobs für Erwachsene auch für diese ausgelegt sein müssen, da die Gewichtsbelastung im Vergleich zu Kindern höher ist. Es kann also sinnvoll sein sich einen Bob zuzulegen, der möglicherweise etwas schwerer, aber dafür auch deutlich stabiler ist. Wiederum sollte der Lenkbob auch nicht zu schwer sein.

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Der Bob lässt sich einfacher ziehen, wenn an ihm eine Kordel angebracht ist, die man greifen oder umbinden kann, wie in diesem Beispiel.
(Bildquelle: unsplash.com / Viktor Talashuk)

Kordel

Ein etwas beschwerliches Thema ist natürlich das Hinaufbefördern des Schlittens auf den Berg. Dabei bietet es sich häufig an, den Schlitten zu ziehen anstatt ihn zu tragen. Da die meisten Schlitten jedoch tief gelegen sind, lassen sie sich meist nur umständlich ziehen.

Es sei denn, sie verfügen über eine Kordel, die idealerweise noch einen Griff als Abschluss besitzt, womit sich der Schlitten bequem hinter sich herziehen lässt. Deshalb ist es sinnvoll schon vor dem Kauf darauf zu achten, ob das Modell der Wahl über eine solche Kordel verfügt, damit man diese nicht im Nachhinein noch extern besorgen und anbringen muss.

Denn auch an dieser Stelle gilt leider: Man kann den Berg nur so oft hinunterfahren, wie man ihn vorher hinaufgegangen ist.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Lenkbob

Womit kann ich meinen Lenkbob wachsen und was bewirkt das Wachs?

Für viele Lenkbobfahrer steigt der Fahrspaß mit steigender Geschwindigkeit. Da Lenkbobs ja bekannterweise über keinen Motor verfügen, gilt es, den Bodenwiderstand möglichst gering zu halten, sprich die Reibung zu verringern.

Dies gelingt häufig, indem man die Auflagefläche des Bobs mit einem speziellen Wachs beschichtet, der speziell für diesen Zweck entwickelt wurde. Das Prinzip ist entsprechend simpel, je geringer der Widerstand durch Reibung ist, desto schneller wird der Schlitten.

Der Wachs sorgt dafür, dass selbst kleinste, unebenere Flächen ausgeglichen und kurzfristig geglättet werden, sodass sich die Reibung verringert.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.snowplaza.de/weblog/6540-rodeln-die-besten-rodelbahnen-zum-schlittenfahren/

[2] https://www.rodelschlitten.org/sportwachs/

Bildquelle: Schmelzer/ flickr.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Martin war bereits als kleines Kind regelmäßig mit seinen Eltern in den Bergen unterwegs. Heute leitet er verschiedene Touren durch Deutschland und Österreich. Er kennt sich bestens mit Wanderausrüstung aus.