Kletterset

Wenn du gerne abseits der Wege quer über einen Berg kletterst, brauchst du zu deiner eigenen Sicherheit unbedingt ein Klettersteigset. Dieses sichert dich auch bei den schwierigsten Aufstiegen und bewahrt dich vor einem Fall in die Tiefe. Dabei solltest du dir aber unbedingt ein neues Klettersteigset kaufen, da diese ein Haltbarkeitsdatum besitzen.

Mit unserem großen Klettersteigset Test 2019 wollen wir dir dabei helfen, das für dich beste Klettersteigset zu finden. Wir haben das Steigset sowohl in V- als auch in Y-Form getestet und dir die jeweiligen Vor- sowie Nachteile dazu aufgelistet. Damit wollen wir dir die Kaufentscheidung so einfach wie möglich machen.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Klettersteigset darf bei einem Bergsteigerausflug auf keinen Fall fehlen. Da die Sets ein Haltbarkeitsdatum besitzen, solltest du deine Ausrüstung vor jedem Ausflug genau überprüfen.
  • Je nach Bauart unterscheidet man zwischen einem Klettersteigset in klassischer V-Form und einem Klettersteigset in moderner Y-Form.
  • Je nach Vorliebe und Einsatzbereich solltest du bei der Wahl eines geeigneten Klettersteigsets die Bruchlast, das Gewicht der Ausrüstung und dein Eigengewicht miteinberechnen.

Klettersteigset Test: Favoriten der Redaktion

Das Klettersteigset mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis

Das robuste Klettersteigset ist für Personen zwischen 50 – 120 kg gedacht. Es bietet durch ein zusätzliches Backup-System weitere Sicherheitsreserven und ist besonders komfortabel in der Anwendung. Dieses robuste Klettersteigset verfügt über solide, elastische Arme, die eine asymmetrische Länge aufweisen. Es besticht durch eine einfache und sichere Handhabung und verfügt über mehrere Sicherheitsreserven.

Als Bremssystem fungieren kleine, leichte und kompakte Bandfalldämpfer. Diese dämpfen den Fangstoß im Falle eines Sturzes deutlich ab. Der leichtgängige Verschluss der robusten Karabiner ist besonders komfortabel in der Anwendung und lässt sich durch Handballendruck einfach öffnen und verschließen. Ein ungewolltes Öffnen wird durch 2-fach Sicherungsmechanismus verhindert. Kunden bewerten das Set überaus positiv und sind vom Preis-Leistungsverhältnis überzeugt.

Das beste Klettersteigset für Anfänger und Fortgeschrittene

Dieses kompakte Klettersteigset ist mit Handballen-Sicherungs-Karabiner ausgestattet, welche über hohe Festigkeitsreserven verfügen, dank der Keylock-Nase verhaken sich zudem die Karabiner nicht am Stahlseil. Die Bruchlast liegt längs bei 17 KN, das Gewicht der Ausrüstung beträgt 4502 g und ist geeignet für eine Gewichtsklassen von 50 – 120 kg. Der Hüftgurt ist außerdem ausgepolstert und sorgt für extra Komfort.

Die Bandfalldämpfer befinden sich in einer schwarzen Schutzhülle, somit ist es ausgezeichnet vor Schmutz und Abrieb geschützt. Die Karabiner des Klettergurts verfügen außerdem über eine breite Schnapperöffnung, mit der das Aus- und Einhängen an dicken Stahlseilen ebenfalls mühelos möglich ist. Das Klettersteigset überzeugt durch Tragekomfort und einem guten Preis-Leistungsverhältnis.

Das beste Klettersteigset nach V-Form

Diese Klettersteigset gehört zur Bauweise der V-Form und ist im Prinzip ein Klettergurt welcher mit zwei Seilen mit Karabinern ausgestattet ist. Bei den Karabinern handelt es sich um optimierte One Touch II Karabiner, welche das Einklemmen der Finger zwischen Drahtseil und Schnapper verhindern. Im Gegensatz zur Y-Bauweise wurde der Bandfalldämpfer bei diesem Modell in die Beinschlaufen des Klettergurtes integriert. Das Kletterset überzeugt durch seinen Tragekomfort und das einfache Handling.

Die karabiner können dank der elastische Bandkonstruktion körpernahe bedient werden und der integrierte Wirbel verhindert das sich die Äste beim Umhängen verknoten. Der Hüftgurt ist zudem mit Polstern ausgestattet, welche verschoben werden können, um sie an den richtigen Stellen einzusetzen.

Das beste Klettersteigset nach Y-Form

Das Salewa Ergo Zip gehört zur Bauweise in der Y-Form und verspricht eine einfache Handhabung. Es hat ein Zippaufrollsystem das ein Stolpern über Sicherungsarme verhindert und verfügt über ergonomisch geformte Karabiner. Dieses Set ist auf ein Körpergewicht zwischen 50-120 kg ausgerichtet, und verfügt über eine Rastschlaufe.

Der Bandfalldämpfer wird mit einer Schutzhülle gesichert, die dafür sorgt, dass es nicht oder möglichst wenig in Kontakt mit Schmutz und Abrieb kommt. Dieses Set eignet sich auch für Teenager und junge Erwachsene, da die Karabiner ergonomisch geformt sind, und sich leicht öffnen und schließen lassen. Die elastischen Sicherungsarme erlauben ein körpernahes Handling der Karabiner. Durch das Zipper-Aufrollsystem werden die Sicherungsarme immer auf die tatsächlich verwendete Länge verkürzt.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Klettersteigset kaufst

Worauf muss ich beim Kauf eines Klettersteigsets achten?

Das vorab: Sehe vom Kauf einer gebrauchten Bergsteigerausrüstung ab.

Denn auch Klettersteigsets haben ein Haltbarkeitsdatum. Dieses ist an die Häufigkeit der Nutzung ausgerichtet. Es kann also durchaus der Fall sein, dass du dir eine Ausrüstung zum Klettern kaufst, die nicht mehr sicher ist, weil sie zu oft benutzt oder falsch gelagert worden ist, oder unter anderem bei einem Sturz nicht ordnungsgemäß aufgegangen ist.

Karabiner

Hier siehst du einen Karabiner mit Schraubverschluss, der dir Sicherheit für deine Kletterrunden gewährleistet. (Foto: Hans / pixabay.com)

Grundsätzlich kann zur Sicherung im Bergsport eine Handballensicherung oder Karabiner verwendet werden. Beim Ersteren musst du mit dem Handballen einen Hebel drücken, um anschließend mit den Fingern dein Equipment zu öffnen. Für welche Art von Sicherung du dich entscheidest, ist abhängig von der vorgesehenen Sicherung die dein Hauptklettergebiet verwendet.

Weiteres solltest du beachten, dass du mit dem Öffnungsmechanismus des Karabiners zurechtkommst. Ist das Klettersteigset erstmals in Gebrauch, kannst du es nicht mehr zurückgeben. Zusätzlich dazu solltest du sichergehen, dass sich dein Kletterkarabiner nicht ausversehen öffnen lässt. Es ist absolute Vorsicht geboten, und geht um deine Sicherheit.

Gerhard HallerBergführer bei ASI Reisen

Es gibt ein paar Grundvoraussetzungen, welche du mitbringen musst, wenn du einen Klettersteig gut und sicher bewältigen möchtest.

Zunächst benötigt man eine gewisse Grundkondition, Kraft, Körpergefühl und Bewegungstechnik. Zu guter Letzt solltest du natürlich den richtigen Umgang mit dem Klettersteigset beherrschen. Um diese Eigenschaften zu erlangen kannst du spezielle Klettersteigkurse besuchen.

(Quelle: youtube.com)

Was kostet eine Klettersteig Komplettset?

Ein Klettersteigset für Anfänger bewegt sich zwischen 100 bis 150 Euro.

Wir haben in einer großen Preisstudie insgesamt 195 Produkte aus der Kategorie Klettersteigset untersucht, um dir einen Überblick zu verschaffen. Die Ergebnisse kannst du hier in unserem Graph betrachten. Finde in unserem Ratgeber heraus, ob eher ein Produkt der höheren oder niedrigeren Preisklasse für dich geeignet ist.
(Quelle: Eigene Darstellung)

Im stationären Handel sind die Preise teurer als im Onlineversand, dafür ist beim Ersteren eine Beratung inkludiert. Wo du also deine Kletterausrüstung erstehst, ist Geschmackssache.

Wo kann ich ein Bergsportausrüstung online kaufen?

Wie bereits erwähnt, kannst du dir dein Klettersteigset entweder im stationären Handel oder im Onlineversand erstehen. Im Bergsport gibt eine breite Auswahl von Klettersteigsetanbietern. Hier eine Liste zu den größten und somit meistverwendeten Onlineshops:

  • bergzeit.de
  • bergfuchs.de
  • sportler.com
  • bergfreund.de
  • intersport.de
  • campz.de
  • dein-klettershop.de
  • sportscheck.de
  • sport-conrad.de
  • naturzeit.com

Solltest du aus der Schweiz oder Österreich sein, so bieten viele auch Shops für dein Land an. Probiere es einfach mit der Endung .ch oder .at, wenn diese deinen Standort nicht ohnehin automatisch erkennt wird.

Leider gibt es keine pauschale Empfehlung, wo du dir deine Kletterausrüstung erstehen solltest. Es ist abhängig von Faktoren wie Größe, Gewicht, Handhabung und deinen persönlichen Anforderungen, die du an das Klettersteigset stellst.

Quelle: outdoormeister.de

Kann ich ein Klettersteigset auch mieten?

Vielerorts kannst du dir ein Klettersteigset ausleihen, jedoch solltest du stets darauf achten, dass es mit modernen Bandfalldämpfer und nicht mit einer veralteten Seilbremse ausgestattet bist ist.

Zudem ist wichtig, dass du dir dein Equipment nur bei vertrauenswürdigen Geschäften mietest. Denn: Hier geht es um deine Sicherheit!

Welche technischen Ausführungen gibt es bei einer Kletterausrüstung?

Die wesentlichen Elemente der Bergsportausrüstung sind eine Verknüpfung zum Klettergurt, ein Mechanismus zum Aufnehmen der Fallenenergie, auch Fangstoßdämpfer genannt, und mindestens zwei Seil- oder Bandschlingenäste. Am Ende jedes Astes sind Karabiner oder andere Instrumente als Verknüpfung zum Drahtseil.
Fangstoßdämpfer

Ein anderes Wort für Fangstoßdämpfer ist Klettersteigbremse. Bei einem Sturz, verläuft das Seil durch eine eingearbeitete Lochplatte und bremst somit ab. Die Bremswirkung weicht bei Nässe sehr stark ab. Neuere Modellen verwenden Bandfalldämpfer. Diese bestehen aus verwobenem oder vernähtem Bandmaterial. Der Bremsweg wird bei einem Sturz verlängert.

Ist das Material nass, sind Bandfalldämpfer im Gegenzug zu Reibfalldämpfer zu bevorzugen. Weiteres sind Bandfalldämpfer auch leichter zu bedienen. Nach einem Sturz, wo der Bremsmechanismus ausgelöst wurde, muss die Bergausrüstung ersetzt werden.

Karabiner-Typen

Karabiner werden beim Klettern oft geöffnet und geschlossen, deswegen sollen sie leicht und einfach zu bedienen sein. Zusätzlich dazu, müssen Karabiner eine hohe Biegefestigkeit haben. Derzeit gibt es drei Typen:

  • Einfache Karabiner (Wirelock)
  • Karabiner mit Handballensicherung (ATTAC oder EASHOOK genannt) und
  • Karabiner mit innenliegender Daumensicherung (JetLock).
Karabinerverbindungen

Am Ende der Äste sind Karabiner am Seil oder an der Bandschlinge eingenäht oder mithilfe eines Knoten befestigt. Die Vernähung ist das modernere und sichere System.

Anseilvorrichtung

Die Anseilvorrichtung verbindet das Kletterset mit dem Hüftgurt. Heutzutage sind moderne Bergausrüstungen mit eingenähtem Bandschlingenmaterial links mit einem Ankerstich und rechts mit Stahlkarabiner eingebunden.

Ältere Klettersteigausrüstungen sind mit einem Karabiner am Klettergurt befestigt, da kann es jedoch zu einer gefährlichen Querbelastung kommen. Aufgrund dessen ist diese Form von Ausrüstung nicht mehr empfohlen.

Rastschlaufe

Mit der Rastschlaufe kannst du dich direkt in das Seil oder die Stahlkammer einhängen um dir eine Verschnaufpause zu gönnen, jemanden doppelt  sichern oder um zu fotografieren. Wichtig ist, dass immer beide Äste am Seil eingehängt sind.

Viele moderne Kletterausrüstungen verwenden noch eine dritte Schlaufe, die sich nicht durch den Fangstoßdämpfer erstreckt. Der Vorteil ist, dass du ein weiteres Sicherungselement hast, ohne dabei den Fangstoßdämpfer unnötig zu belasten.

Karabineräste

Die Äste sind aus einem gewöhnlichen Seil oder Schlauchbandmaterial. Um die Anwendung mit langen Seilästen zu erleichtern, wurden Seiläste mit elastischen Komponenten versehen.

Diese befinden sich im Inneren der Bandschlinge oder sind in das Bandmaterial der Äste eingenäht. Alpenvereine warnen jedoch vor diesen, da durch oftmaliges Dehnen es zu einer Abschwächung des Bandmaterials führen kann.

Beachte immer das Minimal- und Maximalgewicht für das die Sets zugelassen sind.

Entscheidung: Welche Arten von Klettersteigsets gibt es und welches ist das richtige für dich?

Ein Klettersteig ist ein gesicherter Kletterweg. Dieser enthält Eisenleitern, Eisenstifte, Klammer als Trittstufe und Stahlseile zur Absicherung. Ein Kletterweg kann in der Natur an einem Felsen angebracht oder an einem künstlichen Felsen montiert sein.

Ursprünglich war die Absicht des Klettersteigs schwer passierbare Wanderwege mit einem Stahlseile zugänglich zu machen. Mit der Zeit wurden somit immer schwierigere Wanderruten für Nicht-Kletterer erschlossen.

Mittlerweile hat sich das Klettern an Klettersteigen zu einer eigenen alpinen Disziplin entwickelt. Eine andere Bezeichnung für einen Klettersteig ist das italienische Wort Via Ferrata. Das bedeutet wortwörtlich „Eisenweg“ und ist ein durchaus gebräuchliches Synonym im deutschsprachigem und internationalen Kontext.

Ein Klettersteigset dient zur Sicherung beim Klettern gegen Abstürze. Es verbindet den Klettergurt mit den Drahtseilen oder anderen Sicherungsmittel. Es ist somit eine essentielle Maßnahme für sicheres Klettern und eine reine Vorsichtsmaßnahme.

Das Klettersteigset ist vergleichbar mit dem Airbag im Auto und ist ein Einmalnotfallsystem. Nach einem Sturz muss es zwingend ausgetauscht werden, wie der Airbag beim Auto.

Welche zwei verschiedenen Varianten von Kletterausrüstungen gibt es und wie differenzieren sie sich?

Grundsätzlich unterscheidet man zwei verschiedene Bauweisen von Klettersteigsets. Dabei muss richtigerweise angemerkt werden, dass es mehr eine alte und einen neue Version von Bergausrüstungen sind.

Das Hauptunterscheidungsmerkmal ist, betrifft die Bauweise oder Form des Klettersteigsets. Anhand dessen kann man zwei verschiedene Arten von Klettersets einfach differenzieren.

Die klassische V-Form und ihre Vorteile und Nachteile

Die V-Form erinnert an ein V, und besteht aus einem einzelnen Seilstück. Sie hat eine Bremsplatte in der Mitte des Seilstücks. Das Bremsseil ist durch die Bremse gefädelt an dessen Enden sich die Karabiner befinden. Die Platten zum Bremsen sind an einem weiteren Stück Seil oder Bandmaterial am Klettergurt montiert.

Beim Klettern ist immer nur ein Karabiner am Sicherungsseil befestigt. Solltest du mit einer V-Form stürzen und beide Karabiner sind eingehängt, so kann das Bremsseil nicht durch die Bremsplatte gezogen werden.

Die Folge ist ein Aussetzen der Bremsfunktion. Wegen diesem groben Sicherheitsmangel der aufgrund von Bedienungsfehler leicht entstehen kann, ist von einem Kauf einer Kletterausrüstung in V-Form abzuraten.

Vorteile
  • Für leichtere und lange Kletterwege geeignet, wo geringes Sturzpotential herrscht
  • Geringes Gewicht
  • Leichte Bedienbarkeit
Nachteile
  • Geringe Sicherheit durch fehlende Redundanz
  • Bedienungsfehler kann beim Sturz fatale Folgen haben
  • Veraltete Version

Hinzu kommt, dass ein Karabiner als Sicherheitsmaßnahme äußerst riskant ist. Da sich dieser verbiegen oder brechen kann. Eine Redundanz der Sicherheitsmaßnahmen ist nicht gegeben.

Die klassische V-Form eignet sich hervorragend für leichte und lange Kletterwege wo geringes Sturzpotential herrscht. Weitere Vorteile sind die einfache Bedienbarkeit und das geringe Gewicht der Bergausrüstung.

Klettersteigset

Kletterstiegersets mit einer V-Form sollten lieber bei einfachen Kletterwegen eingesetzt werden, sie sind leicht zu handhaben aber können durch Bedienungsfehler für gefährlichen Situationen sorgen.

Die moderne Y-Form und ihre Vorteile und Nachteile

Bei der Y-Form erinnert es an ein Y, das heißt die Ausrüstung teilt sich in der Mitte und weist zwei sogenannte Äste auf. Zur Sicherung am Drahtseil stehen hier zwei unterschiedlich lange Seil- oder Bandstücke mit integrierten Karabinern zur Verfügung.

Die Y-Form zeichnet aus, dass ein Seilstück durch eine Bremsplätte läuft. Solltest du stürzen wird das Bremsseil durch die Bremsplatte gezogen. Unabhängig davon ob ein oder beide Karabiner mit dem Drahtseil verbunden sind. Es weist eine dynamische Bremsfunktion auf, da das Sicherungsband oder –seil nach einer gewissen Länge in die vernähte Schlaufe endet, die am Klettergurt montiert ist.

Vorteile
  • Erhöhte Sicherheit durch das Einhängen von zwei Karabiner am Drahtseil
  • Dynamische Bremsfunktion
  • Redundanz
  • Moderne Version
Nachteile
  • Umständlichere Bedienung
  • Höheres Gewicht

Bei dieser Form der Kletterausrüstung ist man grundsätzlich immer mit beiden Karabiner im Seil eingehängt. Man ist doppelt gesichert, und hat somit Redundanz erzeugt, da die unterschiedlichen Längen der Seilstränge optimal wirken.

Die moderne Y-Form ist auf derzeitigem Stand der Technik und wird von der UIAA (Union Internationale des Associations d’Alpinisme) stets der veralteten V-Form vorgezogen.

Klettern

Für anspruchsvollere Kletterrunden wie diese hier, solltest du dir auf jeden Fall die Y-Form aneignen. Sie bietet dir Sicherheit an solchen steilen Bergen. (Foto: Free-Photos / pixabay.com)

Was wird als die Grundausrüstung beim Klettern bezeichnet?

Ein Klettersteigset dient zur Sicherung beim Klettern gegen Abstürze. Es verbindet den Klettergurt mit den Drahtseilen oder anderen Sicherungsmittel.

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Somit ist es ein zentraler Bestandteil der Kletterausrüstung. Folgende Produkte zählen weiteres zur Grundausstattung beim Klettern:

  • Klettergurt
  • Kletterhelm
  • Klettersteighandschuhe
  • Gegebenenfalls Schlingen und Karabiner

Im folgenden Abschnitt werden die einzelnen Bestandteile näher unter die Lupe genommen und auf die jeweiligen Spezifika eingegangen.

Was ist ein Klettergurt und welche verschiedenen Arten gibt es?

Der Klettergurt ist Teil der Persönlichen Schutzausrüstung und wird am Körper getragen. Der Gurt ist dazu da, um bei einem Absturz die auftretenden Belastungen auf verschiedene Körperstellen zu verteilen. Je nachdem, wo der Klettergurt befestigt ist, unterscheidet man drei verschiedene Arten, nämlich: Hüft- oder Sitzgurt, Brustgurt oder Komplettgurt.

Beim Hüftgurt oder Sitzgurt sitzt du wortwörtlich im Gurt. Er besteht aus zwei Beinschlaufen, die über einen Steg miteinander verbunden sind, und einem Bauchgurt.

Vorteile
  • Große Bewegungsfreiheit
  • Komfortables Hängen
Nachteile
  • Hoher Verschleiß beim Beinschlaufensteg
  • Sicherheitlücke, wenn Oberkörper nach hinten kippt
  • Nicht geeignet für Kinder („Rausrutschgefahr“)

Der Brustgurt hingegen ist ein Zusatzgurt und soll nur in Verbindung mit einem Hüftgurt verwendet werden. Dieser wird vor allem von Sportkletterer mit Gepäck gebraucht, um so das Gewicht großflächiger auf den oberen Teil des Brustkorbes zu verteilen. Bei diesem Gurt sind zwei Schlaufen vorhanden, in denen die Arme gesteckt werden. Diese Schlaufen sind am Rücken verkreuzt.

Vorteile
  • Einfaches An- und Ablegen
  • Hohe Bewegungsfreiheit
Nachteile
  • Sicherheitslücke Hängetrauma
  • Kein eigenständiger Gurt

Wie der Name „Komplettgurt“ schon richtig vermuten lässt, setzt sich dieser aus einer fixen Kombination von Sitz- oder Hüftgurt und einem Brustgurt zusammen. Da er nur bei den Bein- oder Rückenschlaufen verstellbar ist, gilt er als unbequem. Aufgrund seiner stabilisierenden Funktion eignet sich dieser vor allem für Menschen mit Beeinträchtigungen, Ältere, Verletzte und Kletterer, die schwere Lasten tragen.

Worauf kommt es bei einem Kletterhelme an?

Der Kletterhelm muss den Kopf des Kletterers schützen.

Vorteile
  • Hoher Sicherheitsfaktor
  • Gibt es in Kindergrößen
Nachteile
  • Umständliches An- und Ablegen
  • Schweißbildung
  • kann als störend empfunden werden

Tendenziell sind Kletterhelme in den letzten Jahren immer leichter geworden. Es exisiteren am Markt bereits Helme, die leichter als 200 Gramm sind. Doch Gewicht ist nicht alles! Besonders wichtig ist, dass die Passform komfortabel ist und adäquate Polsterungen sowie Frischeluftzufuhr vorhanden sind.

Weshalb sollte ich Kletterhandschuhe verwenden?

Kletterhandschuhe müssen deine Hände und Finger vor Gesteinsspitzen und schroffen Felsen schützen. Grundsätzlich wird angeraten, Kletterhandschuhe mit gummierter Handinnenfläche zu verwenden, da du mit diesen mehr Grip hast.

Was sind Schlingen und Karabiner? Wozu brauche ich diese?

Schlingen zeichnet aus, das sie an den Enden verbundenes Bandmaterial sind. Sie werden auch Reepschnur genannt. Schlingen sind beim Bergsport hauptsächlich aus Kunstfasern.

Der Karabinerhaken, oder Karabiner, ist ein Haken aus Aluminium und hat einen federunterstützen Schnappverschluss. Beim Klettern brauchst du mindestens zwei Karabiner, die niemals gleichzeitig geöffnet sein dürfen. Genauso wie Schlingen sind Karabiner zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Klettersteigsets vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Klettersteigausrüstungen vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich eine bestimmte Ausrüstung für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Einsatzbereich
  • Lieferumfang
  • Bruchlast
  • Gewicht der Ausrüstung
  • Gewicht des Kletterers
  • Bandfalldämpfer
  • Vorteile

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst. Wir freuen uns, wenn wir hiermit einen Beitrag zur persönlichen Kaufentscheidung leisten können.

Für welchen Einsatzbereich brauche ich welches Kletterset? Wie unterscheiden sich die jeweiligen Anforderungen?

Der jeweilige Einsatzbereich der Kletterausrüstung ist eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf. Abhängig davon, wo du hauptsächlich klettern möchtest, wählst du eine passende Kletterausrüstung.

Hast du beispielsweise vor, vorrangig draußen zu Klettern, ist es wichtig auf Material zu setzen, dass den vorherrschenden Umweltbedingungen in der Natur nicht unterliegt. Sprich, wetter-resistentes und robustes Material zu verwenden.

Beim Kletterseil für die Halle sind Einfachseile von einem Mindestdurchmesser von 10mm zu empfehlen. Habe dabei die Normsturzzahl im Hinterkopf. Diese Zahl beschreibt die Anzahl an Normstürzen, die ein Kletterseil ohne zu reißen aushält.

Bei neuwertigen Kletterprodukten ist diese standardmäßig auf der Verpackung zu finden. Der Wert 5 ist das Minimum, 7 ist für ein 10 mm Seil schon ausgezeichnet und der absolute Bestfall ist der Wert 10 bei 10,5 mm dicken Seil.

Wie lang das Kletterseil sein soll, hängt von der Höhe der Kletterhalle ab. Um das ungefähr abschätzen zu können, rechnest du Routenlänge oder Hallenhöhe mal 2 und anschließend plus 10 Meter. Grundsätzlich ist es besser, je länger das Seil ist, desto besser.

Für das Sportklettern oder alpine Klettern sind Kletterseile mit einer Länge von 70 m anzuraten. Solltet ihr noch unschlüssig sein, wo ihr vorrangig klettert, dann sind Länge von 60 m – 70 m zu empfehlen.

Bei den Karabiner reichen für die Halle etwa 10 aus. Für draußen nehme dir zwischen 12 und 15 Karabiner in verschiedenen Größen mit.

Für reines Indoor-Klettern reicht ein Kletterhelm aus Styropor. Dieser ist leicht, und angenehm zu tragen. Für alpines Klettern oder Boulder wird ein Sicherheitshelm aus Hartschalen empfohlen. Dann sollte dir Steinschlag nichts ausmachen.

Macht dir alpines Klettern besonders Spaß, ist anzuraten, immer ein Klettersteigset mit Brustgurt zu wählen, da du dann auch problemlos einen Rucksack mitnehmen kannst.

Die Rastschlaufe wird in den Pausen zum Ausruhen verwendet ohne den Bandstoßdämpfer zu belasten. Du musst selbst entscheiden, ob du diese extra Schlaufe unbedingt benötigst.

Was kann der Lieferumfang beim Kauf beinhalten? Auf was muss ich achten?

Beim Kauf einer Bergsportausrüstung unterscheidet sich der Lieferumfang oft eklatant.

Oft sind Kletterhelme und ein zusätzlicher Gurt mit inbegriffen, ein anderes Mal musst du dir die Komponenten selber kaufen und zusammenstellen. Zusätzlich solltest du dabei stets darauf achten, dass du nicht blind das preiswerteste kaufst, sondern es dir größen- und gewichtstechnisch auch passt.

Quelle: outdoormeister.de

Was beschreibt die Bruchlast?

Bei allen Kletterausrüstungen ist die Bruchlast in Kilonewton (KN) angegeben. Um diesen Wert greifbarer für dich zu machen, eine kleine Rechnung: 20 KN sind für etwa 2.000 kg, sprich 2 Tonnen.

Das ist der ungefähre Normwert. Das heißt dein Gurt, das Seilstück und auch die Verbindungskarabiner reißen erst ab 2 Tonnen. Hört sich jetzt einmal nicht schlecht an, doch bedenke: dein Körper bekommt schon irreparable Schäden ab 900 kg.

Deshalb gibt es Klettersteigbremsen, die schon ab 4 KN ausgelöst werden und dich einigermaßen „sanft“ abbremsen. Ein Aufschlagen an Eisensicherungen und am Felsen kann damit leider nicht verhindert werden.

Wie viel kann eine Ausrüstung wiegen?

Das Gewicht der Kletterausrüstung variiert von Modell zu Modell sehr. Viele empfinden eine schwere Ausrüstung als Einschränkung des Tragekomforts. Wenn das bei dir der Fall ist, können wir dir hiermit deine Kaufentscheidung im wahrsten Sinne des Wortes erleichtern. Derzeit gibt es bereits Kletterausrüstungen ab 420 g am Markt.

Klettersteigset

Das Gewicht spielt eine entscheidene Rolle beim Klettern. Gerade für Anfänger ist es ratsam sich ein leichteres Klettersteigerset anzulegen um sich auf das Klettern an sich konzentrieren zu können.

Welchen Einfluss hat das Gewicht des Kletterers?

Die Sicherheit steht immer an erster Stelle. Damit die angebotenen Sicherheitsmaßnahmen der Ausrüstung in vollen Ausmaß funktionieren, ist die Abstimmung auf dein persönliches Gewicht von hoher Relevanz.

Neben deinem Körpergewicht ist auch das zu tragende Gewicht während dem Bouldern und Klettern miteinzubeziehen. Das kann das Gewicht der Ausrüstung, Rucksacks, deiner Kletterkleidung oder Sonstiges sein. Denn der Großteil der Kletterausrüstungen ist auf Personen mit einem Körpergewicht zwischen 50 – 100 kg ausgerichtet.

Solltest du ein Körpergewicht von knapp unter 50 kg aufweisen und mit der Komplettausrüstung diesen Wert übersteigen, kommen bereits wieder andere Klettersteigsets für dich in Frage. Dieses Kaufkriterium ist keinesfalls zu unterschätzen. Ein weiterer wichtiger Faktor beim Bouldern mit Kindern ist, dass du hier besonderes Augenmerk auf die Wahl des Klettersets legst.

Denn bestimmte Sicherheitsmaßnahmen, wie bereits mehrmals erwähnt, werden beim Gewicht eines Kindes oft nicht ausgelöst. Auch besonders leichte Erwachsene sollten sich eindringlich erkundigen, ob bei ihrem Gewicht die Stoßdämpfer im Falle eines Sturzes ausgelöst werden.

Warum sollte ich Bandfalldämpfer bevorzugen?

Neuere Modelle von Kletterausrüstungen arbeiten vermehrt mit Bandfalldämpfer anstatt auf Fangstoßdämpfern (auch Klettersteigbremse genannt) zu setzen. Die drei ausschlaggebenden Gründe sind, dass Bandfalldämpfer a.) leichter handzuhaben sind, b.) den Bremsweg verlängern und c.) bei Nässe sicherer sind.

Bei den Bandfalldämpfern ist eine Gewebestruktur eingenäht, die im Falle eines Sturzes ähnlich einer Ziehharmonika aufreißt. Das verlängert den Bremsweg, und dämpft somit den Sturz ab.

Es ist wichtig, dass du die Dämpfer nicht eigenmächtig veränderst. Denn die Lage der Bremsen und das verwendete Bandmaterial sowie Schlingenmaterial sind vom Hersteller gewissenhaft überlegt, ausgesucht, getestet und angebracht worden. Nur so ist sichergestellt, dass deine Ausrüstung bestimmte Normen für deine Sicherheit erfüllt.

Welche Vorteile kann eine Bergausrüstung aufweisen?

Ein weiteres Kaufkriterium sind die zusätzlichen Vorteile, die dir ein Klettersteigset bieten kann.

Mögliche Vorteile können sein: eine hohe Strapazierfähigkeit der Kletterausrüstung, gute Dehnfähigkeit des Seiles, einfache Handhabung oder ein hoher Tragekomfort. Oder, dass sich eine Bergausrüstung sowohl für Klettern in Hallenparks als auch gleichzeitig für das Outdoor Klettern eignet.

Das lassen wir dich dann natürlich im Vergleich wissen. Je nachdem auf was du wert legst, soll dir eine Entscheidung zum Kauf einer Kletterausrüstung somit erleichtert werden. Auch zusätzliche Ausrüstungsgegenstände werden bei uns als Vorteil aufgelistet.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Klettersteigset

Klettern, Bouldern, Bergsteigen – Was sind die Unterschiede?

Sportklettern bezeichnet das freie Klettern in Kletterhallen. Es ist besonders für Anfänger geeignet, denn die Höhe übersteigt nie fünf Meter. In den meisten Hallen liegen zur Abfederung des Sturzes Schaumstoffmatten übereinander.

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Wusstest du, dass es für Klettersteige eine Bewertung des Schwierigkeitsgrades gibt?

Der Schwierigkeitsgrad geht von A bis F, wobei A ein leichter Klettersteig ist, während F sehr schwierig ist. Bei Einstieg in einen Klettersteig musst du dir bewusst sein, dass du der Schwierigkeit gewachsen bist.

Bouldern ist das Klettern ohne Sicherung an Felsen, Felsblöcke oder an Felswände. Bergsteigen, auch Alpinklettern genannt, ist nur etwas für Fortgeschrittene. Denn hier bist du zwar gesichert, aber den vollkommen Umwelteinflüssen ausgesetzt.

Sportart Bedeutung
Klettern Als Klettern / Sportklettern bezeichnet man das gesicherte Klettern an Felswänden im Freien oder an künstlichen Wänden in der Kletterhalle. Die Kletterrouten sind jeweils gut abgesichert, sodass beim Auf- bzw. Abstieg nur geringe Gefahren bestehen. Sportklettern ist vielseitig und erfordert neben technischen Fähigkeiten genügend Kraft und Beweglichkeit, ein gutes Gleichgewicht, mentale Stärke und taktisches Geschick.
Bouldern “Boulder” bedeutet im Englischen Felsblock. Darunter versteht man das Klettern in Absprunghöhe ohne Sicherung und Kletterseile. Dabei kann es in Hallen an künstlichen Kletterwänden, als auch in der freien Natur an Felsen in geringer Höhe erfolgen.
Bergsteigen Von Bergsteigen spricht man ab einer Höhe von 500 bis über 3.000 Metern. Im Unterschied zum Wandern befindet man sich nicht ausschließlich auf gefestigten Wegen sodass man sich passagenweise auch mal querfeldein oder auf allen Vieren Richtung Gipfel bewegt.

Eignen sich Bergsteigerausrüstungen für Kinder?

Das Klettern erfreut sich wachsender Beliebtheit. Auch Familien mit Kinder sind vermehrt an Klettersteigen anzutreffen. Hersteller haben darauf reagiert, und eigens für Kinder Kletterausrüstung auf den Markt gebracht.

Die Sicherheitsforschung des Deutschen Alpenvereins (DAV) macht eindrücklich darauf aufmerksam, dass schon ein kleiner Fehler Lebensgefahr für Kinder bedeuten kann. Der Hauptgrund ist zu „hartes“ Abbremsen. Die Anseilart hat keinen Einfluss darauf.

Solltest du trotz dieser geäußerten Bedenken deinem Kind das Klettern ermöglichen wollen, achte beim Kauf sehr genau auf die Größe und das Gewicht. Normale Stoßdämpfer beispielsweise greifen erst ab einem Gewicht von 50 kg.

Wo kann ich als Anfänger gut in Deutschland klettern?

Deutschland hat zahlreiche Klettersteige zu bieten. Hier stellen wir dir ein paar der schönsten Klettersteige Deutschlands vor, an die du dich auch als Anfänger wagen kannst:

Klettersteig Ziel Talort Höhenmeter Dauer
Alpspitz-Ferrata Alpspitze (2628m) Garmisch-Partenkirchen 160m 3:30 h
Herrmannseck/Wolfsschlucht Herrmannseck (320m) Hinterhermsdorf 160m 3:30 h
Hupfleitenjoch Osterfelder Kopf (2015m) Garmisch-Partenkirchen 1350m 6:30 h
Leitersteig Mittenwald Hängebrücke Sulzleklamm (1200m) Mittenwald 300m 3:15 h
Lenzsteig Kalbenstein (295m) Karlstadt 120m 1:00 h
Mathaisenkar Alpspitze (2628m) Garmisch-Partenkirchen 1850m 7:00 h
Mittenwalder Höhenweg Nördliche Linderspitze (2373m) Mittenwald 400m 6:00 h
Watzmann-Überschreitung Watzmann (2713m) Berchtesgaden 2300m 3:30 h

Die 10 besten Tipps für sicheres Klettern

  1. Lerne wie es geht von den Profis und erwerbe die nötigen Fähigkeiten im Rahmen eines Kletterkurses.
  2. Klettern birgt Risiken! Nimm die genügend Zeit um die Sicherheitsmaßnahmen deines Klettersteigsets zu verinnerlichen.
  3. Respektiere andere Kletterer und weisen sie gegebenenfalls auf Gefahren und Fehler hin.
  4. Nimm Rücksicht auf Umwelt und Natur!
  5. Lese und beachte Hinweisschilder. Achte ebenfalls Verbotsschilder.
  6. Setze bei dem Kauf eines neuen Klettersteigsets auf Qualität, nicht auf den Preis.
  7. Achte auf imprägnierte Kletterausrüstung. Dies betrifft das Klettersteigset genauso wie eine wind- und wasserabweisende Kletterbekleidung.
  8. Eine Grundregel für Anfänger: die Kraft kommt aus den Beinen, das heißt drücken anstatt ziehen.
  9. Beuge Muskelkater und Zerrungen vor, indem du deine Muskelpartien nicht überanstrengst.
  10. Vorausschauend Klettern!

Wasch das Set nie in der Waschmaschine und auch nie mit Hilfe von chemischen Reinigungsmitteln!

Welches Schuhwerk und welche Kleidung brauche ich beim Klettern?

Um einen Klettersteig, oder Via Ferrata, zu besteigen, sollte man auf ein funktionierende Klettersteigausrüstung und geeignetes Schuhwerk sowie auf geeignete Outdoor Kleidung achten.

Außerdem solltest du bei Outdoor Klettern stets die Wetterlage vorab überprüfen. So läufst du nicht Gefahr, Wetterlagen ausgesetzt zu sein, auf die du nicht gefasst bist. Je nach Jahreszeit, Wetterlage und Klima auf wind- oder wasserabweisende, Thermo- oder lüftende Kleidung tragen.

Wie legt man eine Kletterausrüstung an?

Nach dem schweißtreibenden Aufstieg zum Klettersteig, willst du endlich loslegen. Damit du gesichert losstarten kannst, gehe diese Checkliste in deinen Gedanken durch:

  • Ist das Sicherungsseil in Ordnung?
  • Wie sind die Wetterbedingungen? Ist der Klettersteig dadurch nass, rutschig oder gar vereist?
  • Hast du auf Sperrtafel geachtet, gelesen und beachtet?
  • Wie viele Menschen befinden sich derzeit am Klettersteig? Droht Gefahr durch Überfüllung?
  • Wie lange hast du vor am Klettersteig zu sein, bzw. hast du Wettervorhersagen überprüft?
  • Liegt Schnee in Rinnen und/ oder auf der Route?

Sind alle Bedenken nichtig, so kannst du nun den Gurt und das Klettersteigset anlegen. Oft zahlt es sich aus, dass du die Ausrüstung nicht direkt am Einstieg dir selber anlegst, denn dadurch könntest du andere Teilnehmer behindern, im schlimmsten Fall sogar verletzen.

Am sichersten ist, du suchst dir einen bequemen Platz etwas außerhalb. Das Klettersteigset, damit ist Karabiner und Klettersteigbremse, wird mit Hilfe eines Ankerstichs an der Einbindeschlaufe des Gurtes fest gemacht.

foco

Wusstest du, dass du vor dem Start in eine Klettersteigroute einen gegenseitigen Partnercheck machen solltest?

Du solltest prüfen ob dein Partner sein Klettersteigset richtig angelegt hat. Der Gurt muss gut und fest über der Hüfte sitzen. Die Gurte müssen alle passend zugezogen sein. Der Helm muss sitzen und geschlossen sein. Die Handschuhe nicht vergessen. Dann kann es losgehen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://4-seasons.tv/film/das-klettersteigset-naturfreunde-lehrvideo

[2] http://derstandard.at/2000017719386/Draussen-sein-mitdem-Klettersteigset-Tech-Step-Bionic-Turn-2-von

[3] https://www.alpenverein.de/chameleon/public/3db1ff97-911a-e3be-8c0b-023d142dcdf1/Panorama-2011-4-Klettersteiguntersuchung-fuer-Kinder_18420.pdf

Bildquelle: Pixabay.com / Hans

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Martin Frankfurter
Martin Frankfurter

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