Klemmkeile
Zuletzt aktualisiert: 3. September 2020

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Klemmkeile sind das perfekte mobile Sicherungsmittel für Ketterer jeden Levels. Sie sind nicht nur robust und pflegeleicht, sondern auch vergleichsweise günstig. Mit dem richtigen Klemmkeil Set kannst du sorgenfrei ungesicherte Teile deiner Kletterroute bestreiten und alle nötigen Zwischensicherungen setzen.

Je nach Schwierigkeitsgrad variieren auch die geeigneten Klemmkeile, welche sich in Größe und Belastbarkeit unterscheiden.

Mit unserem Klemmkeile Test 2020 möchten wir dir dabei helfen, die besten Klemmkeile für dich zu finden. Wir haben die verschiedenen Produktarten miteinander verglichen und dir die Vor- und Nachteile von Hexentrics, Copperheads und Tricams aufgelistet. Damit wollen wir dir deine Fragen beantworten und dir deine Entscheidung erleichtern.




Das Wichtigste in Kürze

  • Klemmkeile sind passive Sicherungsmittel, die dir beim Klettern helfen Zwischensicherungen und Standsicherungen zu setzen. Sie ermöglichen es dir Stellen abzusichern, welche nicht ausreichend mit Felshaken versehen sind.
  • Den Klemmkeil legst du so in den Riss im Felsen ein, dass er sich bei einem möglichen Sturz in Zugrichtung verklemmt. Grundsätzlich raten wir dir ein Set an Klemmkeilen mit unterschiedlichen Größen mitzuführen, damit du immer die passende Größe auswählen kannst. Normalerweise kannst du sie danach problemlos mit einem Entferner lösen und wiederverwenden.
  • Du kannst dich zwischen den Arten Hexentrics, Copperheads und Tricams entscheiden. Anfängern empfehlen wir jedoch Hexentrics aufgrund ihrer Vielfältigkeit und Robustheit.

Klemmkeile Test: Favoriten der Redaktion

Der beste Allround-Klemmkeil

Die DMM Alloy Offset Klemmkeilen haben den großen Vorteil, dass sie asymmetrisch aufgebaut sind. Dadurch ermöglichen die Keile dem Kletterer sie in den verschiedensten Rissen zu setzen und sind somit das perfekte Allround Sicherungsmittel.

Sie sind einzeln erhältlich und sind die perfekte Ergänzung für eventuell bereits vorhandene Sets, da du dir eine Größe aussuchen kannst. Wenn du also schon einige Klemmkeile zu Hause hast, ist dieser Allrounder perfekt für dich.

Die besten Klemmkeile für Anfänger

Die Black Diamonds Classic Set # 5-11 Klemmkeile beinhaltet eine gute Auswahl an Keilen mittlerer Größe. Sie bieten eine vielfältige Anwendung sowohl bei offenen, als auch flachen oder parallelen Rissen. Die Kanten der Black Diamond Keile sind etwas abgerundet und erleichtern das Entfernen.

Das Klemmkeil Set beinhaltet die Größen 5 bis 11 mit Bruchlasten von 6 kN bis 10 kN. Die Köpfe bestehen zu 100% aus Aluminium und die strapazierfähigen Kabel aus Stahl. Die Auswahl an Keilen ist perfekt für Anfänger und würde dir bestimmt einen super Einstieg ins Klettern ermöglichen.

Die besten Klemmkeile für das kleine Budget

Das Klemmkeilset von LACD besteht aus 10 Stück mit den Größen 0 bis 9. Die Bruchlasten liegen zwischen 4 kN und 10 kN und decken somit eine große Spannbreite ab. Die enthaltenen Keile bestehen aus hochwertigem Aluminium mit Stahlkabeln.

Besonders die Auswahl an den vielen verschieden Größen macht das Set echt preiswert und es ist trotzdem vielseitig anwendbar. Wenn du  also Klemmkeile für einen vergleichsweise günstigen Preis suchst, raten wir dir zu diesem Set von LACD.

Die besten Klemmkeilen für Profis

Die DMM Wallnuts Klemmkeile im Set sind der beste Begleiter auch für schwierige Situationen. Mit den Größen 1 bis 11 hast du immer eine richtige Größe dabei. Die hochwertigen Keile aus Aluminium sorgen mit speziellen Kerbungen und Rundungen für die optimale Voraussetzung für eine gelungene Keilsetzung.

Besonders auch die Eignung für viele verschiedene Felstypen überzeugt. Die Klemmkeile machen sich außerdem auffallend gut bei Kalkrissen. Wenn du schon etwas erfahrener bist und eine komplette Grundausstattung suchst, würde dieses Set am besten zu dir passen.

Kauf- und Bewertungskriterien für Klemmkeile

Nachfolgend erfährst du mehr über die wichtigsten Aspekte, die dir bei deiner Entscheidung zwischen den unterschiedlichen Klemmkeilen helfen werden.

Mithilfe der nachfolgenden Kriterien kannst du die verschiedenen Klemmkeile ganz einfach miteinander vergleichen.

Im folgenden Teil werden wir näher auf die eben genannten Kriterien eingehen.

Größe

Zuerst solltest du dir bewusst sein, dass Klemmkeile fixe Größen haben. Anders als bei aktiven Klemmgeräten ist ihre Größe nicht variabel und passt sich nicht aktiv den verschiedenen Rissgrößen an. Das heißt es ist deine Aufgabe dir den richtigen Klemmkeil herauszusuchen.

Deshalb ist es meist sinnvoll sich anfangs ein Set zu kaufen, das dir bereits eine Auswahl an verschiedene Größen zur Verfügung stellt. Dieses Set kannst du dann im Laufe der Zeit ergänzen.

Als Erstausstattung empfehlen wir Anfängern ein Klemmkeilset mit mittleren Keilgrößen.

Die meistgebrauchten Klemmkeile sind erfahrungsgemäß die mittleren Größen, welche sich daher am besten als Erstausstattung eignen. Die kleinsten Größen hingegen werden meist nur beim technischen Klettern verwendet.

Kleine Klemmkeile haben nur eine geringe Haltekraft und kommen dadurch meist nur als Fortbewegungsmittel zum Einsatz.

Die Größen werden meist nicht metrisch angegeben, sondern die Hersteller sprechen zum Beispiel von Größe 1 bis 10. Zusätzlich werden die verschiedenen Größen in Keilsets zur leichteren Handhabung farblich unterschieden.

Um dir jedoch eine Vorstellung der Auswahl an Größen zu geben: Für Beginner sind Klemmkeil zwischen 5 und 27 mm Breite zu empfehlen. Für Risse die größer sind empfehlen sich Klemmgeräte anstelle von Klemmkeilen.

Bruchlast

Die Belastbarkeit von Klemmkeilen bezeichnet man als Bruchlast und sie wird in Kilonewton (kN) angegeben. Je nach Größe besitzen Klemmkeile eine Bruchkraft von etwa 2 bis 12 kN. Welche Belastbarkeit die Keile tatsächlich haben, hängt allerdings auch von deiner richtigen Keilsetzung und der Qualität des Felsens ab.

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Kleine Klemmkeile mit einer niedrigen Bruchlast von rund 2 kN haben eine sehr geringe Haltekraft und sind Anfängern nicht zu empfehlen.

Ab einer Bruchlast von 4 kN halten Sie schon kleinere Stürze. Wirklich solide wirken die Klemmkeile erst ab etwa 8 kN.

Wenn du noch ein Anfänger bist, empfehlen wir dir Keile ab einer Bruchlast von 6 kN. Denn bei einem gewöhnlichen Sturz wird eine Zwischensicherung mit 4 bis 6 kN belastet.

Gewicht

In der Regel gilt: Je vielfältiger und je feiner die Abstufung der Größen eines Klemmkeilsets, desto besser. Jedoch musst du bedenken, dass somit auch das Gewicht deines Sets zunimmt.

Denk daran, du musst mit dem Gesamtgewicht deines Sets klettern.

Einzelne Klemmkeile wiegen meist zwischen 15 und 80 Gramm. Wenn du jedoch bedenkst, dass ein Set meist aus mindestens 10 Klemmkeilen besteht, summiert sich das Gewicht natürlich.

Da kann es schon mal sein, dass du insgesamt auf 700 Gramm oder ein knappes Kilogramm kommst. Je leichter deine Ausrüstung, desto leichter ist auch das Klettern für dich.

Auch wenn die Unterschiede zwischen den einzelnen Herstellern hier nicht groß sind, solltest du jedoch unbedingt auch auf die Gewichtsangaben schauen.

Material

Nachfolgend werden wir dir zeigen, zwischen welchen zwei Materialtypen du wählen kannst:

  • Metall
  • Textil und Gummi

Klemmkeile aus Metall sind ganz klar die am weitverbreitetsten. Wir würden dir diese definitiv empfehlen und das hat auch seinen Grund. Metallische Klemmkeile bieten dir die beste Mischung aus Festigkeit und Gewicht. Hierbei besteht der Kopf des Keils meist aus Aluminium und die Schlinge aus Stahl. Jedoch die Produktart Copperheads, zum Beispiel, besteht aus Kupfer.

Klemmkeile aus Textil und Gummi sind eine Neuheit und noch nicht sehr verbreitet. Die Gummi- oder Textilschicht außen am Klemmkeil führt zu einer hohen Reibung, welche dich vor einem Absturz bewahrt. Vorteil dieser Keile ist, dass du sie im Gegensatz zu den herkömmlichen Klemmkeilen auch bei Sandstein verwenden kannst. Anderenfalls sind sie jedoch einfach um einiges schwerer und sind auch nur in größeren Größen  (ab 40 mm) erhältlich.

Entscheidung: Welche Arten von Klemmkeilen gibt es und welche ist die richtige für mich?

Wenn du dir Klemmkeile zulegen möchtest, gibt es drei Produktarten, zwischen denen du dich entscheiden kannst:

Art Vorteile Nachteile
Hexentrics Vielfältig anwendbar, Eignung für Anfänger Nur für Risse mittlerer Größe geeignet
Copperheads Ideal für technisches Klettern und kleine Risse Nicht für Anfänger geeignet
Tricams Eignung für Anfänger, Ideal für lochartige Risse Nicht für kleine Risse geeignet

Im folgenden Teil kannst du mehr über die drei genannten Klemmkeilarten lesen:

Hexentrics

Hexentrics

Hexentrics kannst du super für große Risse einsetzen. Für große Rissbreiten eignen sich oft auch sogenannte Friends (aktive Klemmgeräte), jedoch sind Hexentrics besonders robust und noch dazu günstiger. Je nach Marke kann es auch sein, dass du sie unter dem Namen Rockcentrics findest.

Ein weiter Aspekt der Hexentrics für dich interessant machen könnte ist, dass du sie auf drei verschiedene Arten setzen kannst. Da diese Art von Klemmkeilen drei unterschiedliche Keilbreiten hat, je nach Orientierung, kannst du sie der Felsstruktur besser anpassen.

Vorteile
  • Vielfältige Anwendung
  • Für Anfänger geeignet
  • Robust
  • Für große Risse geeignet
Nachteile
  • Nicht für lochartige Risse geeignet
  • Nicht für sehr kleine Risse geeignet

Die Robustheit von Hexentrics ermöglicht es dir sie sowohl zur Zwischensicherung, als auch zur Standsicherung zu verwenden. Ihre gängigen Größen liegen zwischen 10 und 100 mm.

Copperheads

Copperheads

Copperheads kannst du im Gegensatz zu Hexentrics und Rocks für sehr kleine Rissbreiten verwenden. Dabei musst du natürlich bedenken, dass die Bruchlast durch die kleine Größe natürlich auch sehr gering ist.

Wie der Name es schon verrät, haben Copperheads einen Kupferzylinder anstelle eines Kopfes aus Aluminium. Für diese Klemmkeile benötigst du meist einen Hammer um sie festigen zu können. Copperheads basieren nämlich darauf, dass sich das Kupfer durch die Kraft des Hämmerns an den Felsen anpasst und sich dadurch schlussendlich verklemmt.

Vorteile
  • Ideal für kleine Risse
  • Für technisches Klettern geeignet
Nachteile
  • Geringe Bruchlast
  • Nicht für Anfänger geeignet
  • Nicht für lochartige Risse geeignet

Durch die niedrige Belastbarkeit eignen sich diese nicht für Anfänger und werden meist nur beim technischen Klettern mit hohem Schwierigkeitsgrad verwendet. Die Klemmkeile haben meist eine Größe zwischen 3 und 6 mm.

Tricams

Tricams

Die Besonderheit an Tricams ist ihre halbrunde Form. Diese ermöglicht es dir diese Klemmkeile in lochartige Risse bzw. Öffnungen im Fels zu setzen. Ihre Bruchlast liegt meist zwischen 6 und 22 kN.

Vorteile
  • Für lochartige Risse geeignet
  • Für Anfänger geeignet
Nachteile
  • Nicht für kleine Rissbreiten geeignet

Eine weitere Eigenheit ist, dass Tricams sowohl passiv als Klemmkeile verwendet werden können, als auch aktiv als Drehmomentkeil. Sie sind in dieser Hinsicht also ein sehr vielseitiges Sicherungsmittel.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Klemmkeile ausführlich beantwortet

Du hast sicherlich noch einige Fragen, bevor du dich für eine Art an Klemmkeilen entscheiden möchtest. In unserem großen Klemmkeile Ratgeber haben wir dir die am häufigsten gestellten Fragen von Kunden herausgesucht und übersichtlich beantwortet. Unser Ratgeber soll dir dabei helfen, die für dich richtigen Klemmkeile zu finden.

Was sind Klemmkeile?

Klemmkeile sind passive Sicherungsmittel, die es dir ermöglich auch an Stellen zu klettern, an denen keine fixen Felshaken angebracht sind. Mit ihnen kannst du sowohl Zwischensicherungen, als auch Standsicherungen setzen.

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Je geringer das Gewicht deiner Klemmkeile, desto einfacher kannst du sie auf deinem Gurt mitführen.
(Bildquelle: Jonathan Ouimet / unsplash.com)

Klemmkeile bestehen aus einem Kopf und einer Schlinge, welche du mit einem Karabiner an deinem Gurt befestigen kannst. Du legst die Keile in einen Riss ein, sodass sie sich bei einem Sturz im Felsen verkeilen würden. Wie genau das geht erklären wir dir im Teil „Wie setze ich Klemmkeile richtig?“.

Klemmkeile gibt es in den verschiedensten Größen, daher macht es Sinn eine Auswahl an unterschiedlichen Größen mit sich zuführen.

Was kosten Klemmkeile?

Grundsätzlich ist es sinnvoll Klemmkeile in einem Set zu kaufen. Das Set gibt dir dann eine gute Auswahl an Größen und unterschiedlichen Bruchlasten. Sets gibt es jedoch mit unterschiedlich vielen Klemmkeilen enthalten. Darum geben wir dir nachfolgend einen Überblick über die Preise einzelner Klemmkeile. Die Preise für komplette Sets ergeben sich dann meist aus der Stückzahl multipliziert mit dem Einzelpreis.

Hier eine kleine Übersicht mit welchen Preisen du rechnen musst:

Art Preisspanne
Hexentrics ca. 10 – 20 €
Copperheads ca. 8 – 25 €
Tricams ca. 15 – 45 €

Hexentrics und Copperheads sind preislich sehr ähnlich. Am teuersten sind Tricams aufgrund Ihrer besonderen Eignung für spezielle lochartige Risse mit durchschnittlich bis zu 45 €. Alle drei Klemmkeilarten findest du oft im Set billiger und es lohnt sich definitiv verschiedene Anbieter zu vergleichen, da oft vereinzelte Sets stark herabgesetzt werden.

Wo kann ich Klemmkeile kaufen?

Klemmkeile findest du sowohl in vor Ort in Sportgeschäften, als auch bei diversen Online-Anbietern.

Unseren Recherchen zufolge werden über diese Onlineshops die meisten Klemmkeile verkauft:

  • amazon.de
  • bergzeit.de
  • berg-freunde.de
  • ebay.de
  • sportgigant.at

Alle Klemmkeile, die wir dir auf unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen. Wenn du ein Küchengerät gefunden hast, das dir gefällt, kannst du gleich zuschlagen.

Welche Klemmkeile eignen sich für Anfänger?

Du bist noch ein Anfänger und bist dir unsicher welche Art von Klemmkeilen am besten zu dir passen würden? Wir empfehlen Beginnern anfangs Hexentrics bzw. Rockcentrics zu kaufen. Hexentrics haben eine sehr große Spannweite mit Größen zwischen 10 und 100 mm. Diese Keile sind sehr robust und preiswert.

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Anfängern empfehlen wir Klemmkeile nur als zusätzliche Sicherung zu bereits gut gesicherten Routen. So kannst du das richtige Setzen üben, ohne, dass du auf die Keile angewiesen bist.
(Bildquelle: Brook Anderson / unsplash.com)

Du kannst Hexentrics aufgrund ihrer drei verschiedenen Keilbreiten unterschiedlich orientieren und hast somit mit nur einem Klemmkeil eine große Vielfalt zur Verfügung. Sobald du dich steigerst und schwierigere Routen in Angriff nehmen möchtest, lassen sich Hexentrics Sets auch sehr gut ergänzen.

Wie setze ich Klemmkeile richtig?

Du fragst dich sicherlich wie du deine Klemmkeile denn richtig legen kannst. Nachfolgend erklären wir dir die wichtigsten Punkte. Am besten übst du das richtige Setzen schon am Boden aus oder auf sehr niedriger Höhe.

  • Vorab informieren: Viele Kletterführer, sowohl in gedruckter Form als auch in online, beschreiben welche Art an Risse häufig auf der Route anzufinden sind. Des Weiteren geben sie dir notwendige Informationen über die Gesteinsart. So kannst du dich bereits vorbereiten und die passenden Arten an Klemmkeilen mitbringen.
  • Passende Größe auswählen: Beim Klettern selbst geht es dann darum die richtige Keilgröße zu finden. Dieser Schritt kann anfangs etwas länger dauern, aber du wirst sehen, dass du mit der Zeit immer schneller den passenden Klemmkeil findest. Am besten probierst du ein paar verschiedene Keile aus, bis du einen hast der super sitzt.
  • Zugrichtung beachten: Du musst dir immer überlegen in welche Richtung der Klemmkeil im Falle eines Sturzes belastet werden würde. Meist wird die Kraft jedoch senkrecht nach unten wirken.
  • Kontaktstellen kontrollieren: Wenn du deinen Klemmkeil legst, ist es sehr wichtig, dass die zwei gegenüberliegenden Seiten des Keils maximalen Kontakt mit dem Fels haben. Hierbei musst du auch das Gestein genau betrachten. Ist das Gestein nicht solide, wird der Keil dir keine maximale Sicherheit bieten. Der Fels darf nicht bröckelig, verdreckt oder vereist sein. Wenn nötig säubere den Riss mithilfe deines Klemmkeilentferners.
  • Klemmkeil festigen: Zum Schluss kontrollierst du am besten noch einmal ob der Keil auch wirklich richtig sitzt. Zieh einfach kurz an der Schlinge, damit sich der Klemmkeil festigt. Ansonsten könnte er sich zum Beispiel durch die Bewegung des Seiles lockern.

Eine gute Faustregel für die richtige Größenauswahl des Klemmkeils ist: So groß wie möglich und so klein wie nötig.

Wie kann ich Klemmkeile am besten entfernen?

Wenn du dein perfektes Set an Klemmkeilen gefunden hast, dann fehlt eigentlich nur noch eines – ein Klemmkeilentferner. Dieser hilft dir die bereits gesetzten Klemmkeile wieder zu entfernen. Klemmkeilentferner bestehen aus einer Stoßfläche, einem Haken und einem Griff auf der gegenüberliegenden Seite.

Du musst dir übrigens keine Sorgen um zusätzliches Gewicht machen. Diese Entferner wiegen nicht viel und sind deshalb sogar extra mit einigen Löchern versehen. Nun wollen wir dir aber kurz erklären wie du den Klemmkeilentferner anwenden kannst.

  1. Stoß von unten: Zuerst probierst du am besten mit dem Entferner von unten auf den Keil zu stoßen und ihn somit nach oben hin zu lösen.
  2. Von oben entfernen: Sollte das Stoßen von unten nicht klappen, kannst du den Draht des Klemmkeils etwas nach oben ziehen und den Keil am Draht ziehend mit einem Ruck nach oben herausziehen.

Klemmkeilentferner eignen sich übrigens auch perfekt als Flaschenöffner und richtige Kletterer rühren sich auch mal morgens auf der Hütte damit ihren Kaffee um.

Mit dem Klemmkeil entfernen sparst du dir einiges an Kraft und du riskierst es nicht einen Keil im Felsen hinterlassen zu müssen.

Der Verlust deiner Klemmkeile schmerzt deiner Geldtasche nämlich mehr als die Investition in einen Klemmkeilentferner, denn diese sind in der Regel recht günstig.

Welche Alternative gibt es zu Klemmkeilen?

Es gibt einige Alternativen zu Klemmkeilen, allerdings solltest du bedenken, dass alle Sicherungsarten für unterschiedliche Gegebenheiten geeignet sind. Im folgenden Abschnitt geben wir dir eine kurze Übersicht über die Alternativen zu Klemmkeilen.

Alternative Beschreibung
Friends Sind eine aktives Sicherungsmittel, welches aus beweglichen Halbkreissegmenten bestehen. Je mehr am Drahtkabel gezogen wird, desto stärker verspreizen sich die Segmente gegen die Risswand. Friends lassen sich einfacher setzen als Klemmkeile und sind auch für parallele Risse geeignet. Sie sind jedoch um einiges teurer.
Schlaghaken Schlaghaken werden mithilfe eines Hammers in den Riss geschlagen. Sie sind zwar aus der Mode gekommen, können aber immer noch hilfreich sein. Für unterschiedliche Rissbreiten gibt es passende Hakenarten. So benutzt man zum Beispiel Messerhaken für besonders schmale Risse.

Natürlich haben alle Arten an Sicherungsmittel ihre speziellen Vorteile. Klemmkeile und Friends sind definitiv empfehlenswert und komplementieren sich gegenseitig. Schlaghaken hingegen haben eine enorme Sprenkwirkung und verändern den Fels.

Für “clean climbing” empfehlen sich also Klemmkeile und Friends, da sie keine Spuren am Gestein hinterlassen.

Was ist die Lebensdauer von Klemmkeilen?

Um die Lebensdauer deiner Klemmkeile brauchst du dir in der Regel keine Sorgen zu machen. Solange du keine Schäden erkennst die funktionsbeeinträchtigend sein könnten, kannst du deine Keile auch noch in 30 Jahren verwenden.

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Die Investition in einen guten Klemmkeilentferner lohnt sich defintiv. So lassen sich deine Keile besser entfernen und du vermeidest Schäden. (Bildquelle: Fionn Claydon / unsplash.com)

Nichts desto trotz kontrolliere die Schlingen deiner Keile regelmäßig. Durch brutales Entfernen der Klemmkeile, zum Beispiel bei festgefrorenen Keilen im Winter, können eventuell Schäden entstehen. Ansonsten bleiben Klemmkeile jedoch Jahrzehnte lang funktionstüchtig.

Bildquelle: Zhukov/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Annalena ist ein richtiger Natur-Freak. Sie liebt die Zeit im Freien und geht mit ihren Freunden besonders gerne Campen. Außerdem ist sie eine begeistere Kletterin und unternimmt gerne lange Trekking-Touren.