Willkommen bei unserem großen Fernglas Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Ferngläser. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, das für dich beste Fernglas zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir ein Fernglas kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Ferngläser ermöglichen es dir, ein Objekt vergrößert zu betrachten, was sehr hilfreich beim Jagen oder Wandern ist.
  • Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Kompakt-, Universal- und Großferngläsern. Abhängig von deinen individuellen Bedürfnissen eignet sich für dich eine bestimmte Fernglas-Art am besten.
  • Kompaktferngläser sind ideal für Amateurzwecke, da sie meist relativ leistungsschwach sind. Universalferngläser bieten sich für anspruchsvollere Zwecke wie z. B. für die professionelle Tier-, Vogel- und Naturbeobachtung an. Großferngläser hingegen werden überwiegend für Astronomiezwecke genutzt.

Fernglas Test: Das Ranking

Platz 1: BRESSER Hunter 10×25 Fernglas

Beim BRESSER Hunter 10×25 Fernglas handelt es sich um ein kostengünstiges Dachkantfernglas. Dieses Fernglas bietet dir unter anderem ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und sogar eine fünfjährige Garantie.

Das Fernglas wiegt etwa 200 g. Das ist ein enormer Vorteil. Bei 200 g reden wir von einem federleichten Fernglas, das dir bei langen Reisen beziehungsweise Ausflügen keine allzu große Last sein wird. Das macht es außerdem ideal für Reisen, wo nur ein beschränktes Gepäckgewicht erlaubt ist.Die Vergrößerung und der Objektivdurchmesser des BRESSER Hunter 10×25 Fernglases entsprechen 10x und 25 mm.

Platz 2: OLYMPUS 118760 10×50 DPS-I Fernglas

Das OLYMPUS 118760 10×50 DPS-I Fernglas zeichnet sich durch seine Porro-Bauweise aus. Dieses ansprechende Fernglas bietet dir unter anderem ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und wird dich sehr wahrscheinlich über Jahrzehnte begleiten.

Bei dem OLYMPUS 118760 10×50 DPS-I Fernglas handelt es sich um ein Porrofernglas.Der Vorteil des OLYMPUS 118760 10×50 DPS-I Fernglases als Porrofernglas liegt darin, dass zwei Prismensegmente zum Einsatz kommen, die über Totalreflektion das Bild aufrichten und um 180° pro Prismensegment umlenken. An den Grenzflächen der Prismen wird der Lichtstrahl unter einem speziellen Einfallswinkel nicht gebrochen, sondern reflektiert. Das schenkt deiner Beobachtung ein klares Bild.

Platz 3: ESCHENBACH arena D+ 10×50 B Fernglas

Das ESCHENBACH arena D+ 10×50 B Fernglas zeichnet sich durch seine Dachkant-Bauweise aus und ist ein Fernglas der oberen Preisklasse. Dieses ansprechende Fernglas bietet dir unter anderem ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und wird dich sehr wahrscheinlich über Jahrzehnte begleiten.

Das ESCHENBACH arena D+ 10×50 B Fernglas wiegt etwa 800 g. Die Vergrößerung und der Objektivdurchmesser des ESCHENBACH arena D+ 10×50 B Fernglases entsprechen 10x und 50 mm. Der Vergrößerungsfaktor von 10x deutet darauf hin, dass bei einer Beobachtung ein Objekt 10 Mal größer erscheinen kann, was durchaus akzeptabel ist. Die 10-fache Vergrößerung ist sehr beliebt bei Ferngläsern.

Platz 4: Nikon Aculon A30 10×25 Fernglas

Beim Nikon Aculon A30 10×25 Fernglas handelt es sich um ein Dachkantfernglas mittlerer Preisklasse. Dieses Fernglas bietet dir unter anderem ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis und sogar eine zehnjährige Garantie.

Das Nikon Aculon A30 10×25 Fernglas wiegt etwa 300 g.Die Vergrößerung und der Objektivdurchmesser des Nikon Aculon A30 10×25 Fernglases entsprechen 10x und 25 mm. Die Austrittspupille, die Lichtstärke und die Dämmerungszahl betragen 2,5 mm, 6,3 bzw. 15,8.

Platz 5: BRESSER junior 6×21 Kinderfernglas

Beim BRESSER junior 6×21 Kinderfernglas handelt es sich um ein Kinderfernglas der unteren Preisklasse. Das BRESSER junior 6×21 Kinderfernglas stammt von einem renommierten Hersteller, der sich bisher auch bei Kinderferngläsern als sehr vertrauenswürdig erwiesen hat.

Das Fernglas ist ein Kompaktfernglas. Kompaktferngläser wie das BRESSER junior 6×21 Kinderfernglas sind sehr gut für Kinder geeignet, da die kompakte Größe besser für kleine Gesichter und das Gewicht besser für kindliche Hände geeignet ist.Das BRESSER junior 6×21 Kinderfernglas wiegt etwa 150 g.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Fernglas kaufst

Es wäre von Vorteil, dass du dich mit nachfolgenden Fragen auseinandersetzt, bevor du dir ein Fernglas kaufst. D

urch ein solides Grundwissen hinsichtlich der Ferngläser wird sich auch dadurch die Wahrscheinlichkeit verringern, dass du einen Fehlkauf vornimmst.

Was ist ein Fernglas?

Ein Fernglas ist ein überwiegend tragbares „Fernrohr“, das in binokularer Ausführung angeboten wird. Das ermöglicht es dem Beobachter, Objekte mit beiden Augen über getrennte Strahlengänge zu betrachten.

Das Fernglas ist sowohl in einfacher Linsenbauweise als Theaterglas als auch als Prismenfernglas (umgangssprachlich auch Feldstecher genannt) erhältlich.

Das Wort Fernglas wird von vielen Herstellern als übergeordneter Begriff verwendet, um unterschiedliche optische Gerätetypen mit binokularer und monokularer Konstruktion zu kennzeichnen.

Im Fachhandel wird der Begriff häufig auf die binokularen Prismenferngläser beschränkt.

Wie viel kostet ein Fernglas?

Die Preise für ein Fernglas variieren sehr je nach Qualität. Unsere Tabelle verschafft dir hierzu einen kleinen Überblick:

Art Preisspanne
Kompaktfernglas 20 – 100 €
Universalfernglas 100 – 800 €
Großfernglas 350 – 2500 €

Wenn du dir ein sehr einfaches Fernglas kaufen möchtest, würdest du mit 15 bis 20 Euro auskommen. Hochwertigere Ferngläser und insbesondere Profiferngläser sind um Einiges teurer, nach oben sind praktisch keine Grenzen gesetzt.

Wo kann man ein Fernglas kaufen?

Ein großes Angebot an Ferngläsern gibt es sowohl offline als auch online.

Beim Kauf vor Ort hast du die Gelegenheit, das jeweilige Fernglas persönlich zu testen und dich ausführlich beraten zu lassen.

Ein Fotofachgeschäft, ein Jagdladen, ein Optiker oder eine Jagdmesse wären die richtigen Anlaufstellen, um sich zu erkundigen. Eine Alternative sind herkömmliche Elektronik-Fachmarktketten wie Media Markt und Saturn.

Falls du dir ein Fernglas online zulegen möchtest, wo meist preisgünstigere Angebote und sogar Testberichte vorhanden sind, steht dir eine Vielzahl an Onlineshops zur Verfügung.

Jan WittwerExperte für Safari Reisen

„Beim Kauf eines Fernglases sollte man darauf achten, dass man für ein qualitativ hochwertiges Fernglas tiefer in die Tasche greifen muss.

Außerdem sollte man sich fragen, für welchen Zweck man das Fernglas benutzen möchte. Jedoch reicht für die meisten Beobachtungszwecke ein Fernglas mit 8- oder 10-facher Vergrößerung aus.“

Wo kann man ein gebrauchtes Fernglas kaufen?

Der Markt für gebrauchte Ferngläser ist ähnlich groß wie der für neue Geräte und viele Angebote stehen dir sowohl offline als auch online zur Verfügung. Das Angebot ist auf bekannten Plattformen und Onlineshops kaum überschaubar.

Nachfolgend sind ein paar bekannte Plattformen beziehungsweise Onlineshops aufgelistet:

  • Amazon
  • Amazon Warenhaus Angebote
  • Ebay
  • Ebay Kleinanzeigen
  • VDB – Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler e.V.
  • ASMC

Wie funktioniert ein Fernglas und wie ist ein Fernglas aufgebaut?

Unabhängig von der Fernglas-Art und der Preisklasse funktionieren alle Ferngläser prinzipiell auf dieselbe Weise und bestehen ausschließlich aus drei Komponenten: den Objektiven, dem Prismensystem und den Okularen.

Das Objekt, das man gerade beobachtet, reflektiert Lichtstrahlen und diese treffen auf die Objektive. Im Inneren des Fernglases wird dieses Licht durch die Prismen korrigiert und durch die Okulare trifft es auf das menschliche Auge.

Wie kann man die Qualität eines Fernglases testen?

Die Verwendung eines weißes Neonrohrs wäre durchaus plausibel, damit du die Qualität eines Fernglases testen kannst.

foco

Dabei musst du das Neonrohr unter das Fernglas halten, um zu testen, ob bei den Objektiven eine grüne oder violette Reflex-Färbung zu sehen ist. Wenn die Reflexe weiß sind, besitzt das Glas keine Vergütung.

Hier würde wertvolles Licht verloren gehen, bevor es im Auge ankommt.

Nach demselben Prinzip solltest du auch die Okulare eines Fernglases testen. Bei Billigglas-Herstellern fehlt oft eine Vergütung. Das würde einerseits zum Lichterverlust und andererseits zu hohen Reflexen führen, was du ja vermeiden möchtest.

Wie stellt man ein Fernglas richtig ein?

Wichtig ist es, dass du das Fernglas beim erstmaligen Ausprobieren richtig einstellst, damit du dir ein gutes Bild darüber verschaffen kannst. Dabei musst du sicherstellen, dass der richtige Abstand zwischen Auge und Linse besteht, um möglichst scharf zu sehen.

Abhängig davon, ob du eine Brille trägst oder nicht, musst du die Einstellung des Fernglases anpassen. Das geschieht in den sogenannten Augenmuscheln, die frei drehbare Linsen sind und dafür sorgen, dass der richtige Abstand zwischen Augen und Fernglas besteht.

Lediglich bei optimal eingestelltem Abstand erscheint das Bild beim Blick durch das Okular in der richtigen Helligkeit und vor allem vollständig. Im Falle eines falsch ausgewählten Abstandes kann ein Teil des Bildes verlorengehen und wird dementsprechend auch nicht wahrgenommen.

fernglas

Ist das Bild nicht sofort scharf, muss das nicht am Fernglas liegen. Überprüfe, ob die Einstellungen richtig sind. Eventuell ist auch das Glas verschmiert.

Was bedeuten die Zahlen bei einem Fernglas?

Ferngläser werden mit zwei unterschiedlichen Zahlen beschriftet. Die Zahl vor dem „x“ ist der Vergrößerungsfaktor oder die Stärke und die zweite Zahl ist der Durchmesser der Linsen in Millimetern.

Damit du dir das veranschaulichen kannst, führen wir dir zunächst zwei Beispiele auf:

In Bezug auf den Vergrößerungsfaktor lassen 20×80-Linsen Objekte 20 Mal größer erscheinen, während 12×50-Geräte Objekte 12 Mal größer erscheinen lassen.

In Bezug auf den Durchmesser verfügen 20×80-Ferngläser über 80 mm große Linsen, während diese bei 12×50-Modellen über einen Durchmesser von 50 mm verfügen.

Teilt man die zweite Zahl durch die erste, ergibt sich der Wert der Austrittspupille oder der Durchmesser des Lichtstrahls, der dein Auge erreicht, in Millimetern.

Wo kann man ein Fernglas reparieren lassen und wo kann man Ersatzteile für ein Fernglases finden?

Deine vorrangige Anlaufstelle für eine Fernglasreparatur sollte zunächst der Fernglashersteller oder ein Optikfachgeschäft sein. Ersatzteile und Zubehör sind fast überall erhältlich.

Wenn du dein Fernglas reparieren lässt, wäre es plausibel, wenn du dich in erster Linie an deinem Fernglashersteller wendest und nach einem Kostenvoranschlag fragst.

Darüber hinaus könntest du bei einem Optikgeschäft mit Fernglas-Sortiment anfragen. Falls es sich um ein älteres Modell handelt, würde sich eine Reparatur wahrscheinlich nicht lohnen. Hier wäre es kostengünstiger, sich nach einem neuen Modell umzuschauen.

Für Ferngläser gibt es ein reichhaltiges Angebot an Zubehör, das vom nützlichen Stativadapter bis zum Spezial-Tragegurt reicht. Auch Ersatzteile wie Deckel und Augenmuscheln sind erhältlich.

Entscheidung: Welche Arten von Ferngläser gibt es und welche ist die richtige für dich?

Im Prinzip werden Ferngläser nach ihrem Gewicht unterschieden:

  • Kompaktferngläser
  • Universalgläser
  • Großferngläser

Jede Fernglas-Art verfügt demzufolge über gewisse Vor- und Nachteile.

Deine Wahl in Bezug auf die Fernglas-Art sollte auf deinen Interessen und dem Verwendungszweck basieren. Im folgenden Abschnitt erhältst du eine Orientierungshilfe, um das richtige Fernglas für deine individuellen Bedürfnisse auszuwählen.

Dazu stellen wir dir zunächst die oben genannten Fernglas-Arten vor und erklären dir, worin jeweils die Vor- und Nachteile liegen.

Wie funktionieren Kompaktferngläser und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Kompaktferngläser sind normalerweise so geformt, dass sie leicht in deine Hände passen. Die Objektivdurchmesser liegen meist zwischen 20 und 30 mm.

Wie der Name bereits verrät, sind Kompaktferngläser extrem leicht, sehr handlich und gut transportabel. Sie eignen sich vor allem für den Urlaub, Reisen, Wanderungen, Spaziergänge und Kinder.

Vorteile
  • Preis
  • Gewicht
  • Platzsparend
Nachteile
  • Gute Lichtverhältnisse notwendig
  • Ungeeignet für Brillenträger

Die Kompaktklasse stellt vielleicht sogar den besten Kompromiss zwischen GrößeGewichtPreis und Leistung dar. Allerdings sind die Kompaktferngläser lediglich für die Tagbeobachtung bei guten Lichtverhältnissen geeignet und Brillenträger müssen fast immer ohne Brille durchschauen.

Viele Menschen können Kompaktferngläser wegen des geringen Gewichts nur schwer zitterfrei halten, weshalb eine eher niedrige Vergrößerung von 6x bis 8x vorteilhaft ist.

Für Kompaktferngläser zum Besuch von Theatern, Kirchen oder Museen wird eine maximal 5-fache Vergrößerung empfohlen.

Wie funktionieren Universalgläser und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Universalgläser unterscheiden sich in Porro- und Dachkantferngläser, die meist über einen Objektivdurchmesser von mindestens 35 mm verfügen. Porroferngläser sind für ihr gutes Preis-/Leistungsverhältnis bekannt und Dachkantferngläser für ihre professionelle Anwendung.

Porroferngläser zeichnen sich durch ihr helles Bild und den hohen Kontrast aus und eignen sich deshalb für die Beobachtung aus großer Entfernung, Tierbeobachtung, Vogelbeobachtung und Naturbeobachtung.

Oder anders gesagt: alle Beobachtungen die aufgrund von der Schreckhaftigkeit von Tieren etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen könnten und für ein zufriendenstellendes Seherlebnis dementsprechend auf große Distanz durchgeführt werden sollten.

Outdoor Uhr Test 2019: Die besten Outdoor Uhren im Vergleich

Das Preis-/Leistungsverhältnis der Porroferngläser ist ideal. Außerdem gibt es diese Ferngläser in vielen verschiedenen Größen und Ausführungen.

Vorteile
  • Preis-/Leistungsverhältnis der Porroferngläser
  • Professionelle Beobachtung der Dachkantferngläser
  • Hoher Kontrast und gute Auflösung
  • Dämmerungsgeeignet
  • Geeignet für Brillenträger
Nachteile
  • Preis der Dachkantferngläser
  • Gewicht
  • Größe

Die Dachkantferngläser sind für fortgeschrittene Anwendungen entwickelt worden und eignen sich eher für die professionelle Tier-, Vogel- und Naturbeobachtung.

Die verwendeten Glassorten gehören zu den hochwertigsten der Welt und das Resultat sind helle, sehr scharfe und hochaufgelöste Bilder bei nahezu jeder Beobachtung.

Trotz des hohen Preises dieser Ferngläser werden sie dich aufgrund ihrer Spitzenqualität höchstwahrscheinlich ein Leben lang begleiten.

Universalgläser sind dämmerungsgeeignet und es gibt Gläser für Brillenträger, die meist ein gutes Einblickverhalten bieten.

Wie funktionieren Großferngläser und worin liegen ihre Vor- und Nachteile?

Du bist ein Liebhaber des Universums und möchtest das ganze Sternensystem beobachten? Du willst jedoch auf ein Teleskop verzichten? Dann ist ein Großfernglas genau das Richtige für dich!

Großferngläser verfügen über sehr große Objektivdurchmesser, damit während der Nachtbeobachtung viel Licht gesammelt werden kann. In der Regel fangen sie bei 70 mm Durchmesser an und enden bei etwa 100 mm.

Diese Ferngläser sammeln etwa viermal so viel Licht wie ein normales Universalglas und eignen sich perfekt für Astronomiezwecke und Sternenbeobachtungen. Da mit beiden Augen beobachtet werden kann, bietet dir ein Großfernglas eine echte Alternative gegenüber einem Teleskop.

Leider sind Großferngläser ziemlich teuer und es kann in der Regel nur vom Stativ aus beobachtet werden, da das Glas durch Gewicht und Vergrößerung nicht in der Hand gehalten werden kann.

Vorteile
  • Perfekt für Sternenbeobachtung
  • Alternative zum Teleskop
Nachteile
  • Preis
  • Beobachtung nur vom Stativ

Einige besonders für astronomische Zwecke hergestellte Großferngläser zur Stativverwendung sind wahlweise auch mit einem Schrägeinblick erhältlich. Das erleichtert die Beobachtung hoher Objekte in der Nähe des Zenits.

Großferngläser für Astronomiezwecke firmieren unter der Bezeichnung „Kometensucher“, da sie dazu geeignet sind, Objekte mit geringer Flächenhelligkeit aufzuspüren.

Abgesehen von der Sternenbeobachtung finden Großferngläser vorwiegend beim Militär, der Marine und Zivilschifffahrt ihr bevorzugtes Einsatzgebiet.

Zudem ist es notwendig, dass du dir Gedanken darüber machst, wieso du dir ein Fernglas zulegen möchtest. Es ist nämlich schade, wenn du an deinem Fernglas keinen Spaß hast.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Ferngläser vergleichen und bewerten

Zunächst möchten wir die zeigen, anhand welcher Faktoren du Ferngläser vergleichen und bewerten kannst. Das wird dir ermöglichen, ein für deinen erwünschten Verwendungszweck adäquates Fernglas, auszuwählen.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Das Gewicht
  • Den Vergrößerungsfaktor
  • Den Objektivdurchmesser
  • Die Austrittspupille
  • Die Lichtstärke
  • Die Dämmerungszahl
  • Die Farbe
  • Die Tauglichkeit für Brillenträger
  • Das Vorhandensein einer Tragetasche

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst.

Gewicht

Die Entscheidung, ob du dir entweder ein schweres oder ein eher leichtes Fernglas kaufst, bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich.

Beim Transport ist einerseits ein sehr geringes Gewicht vorteilhaft, da man zum Beispiel beim Wandern oder bei Ausflügen möglichst wenig Last tragen möchte.

Wie packe ich meinen Backpacker Rucksack richtig?

Beim Beobachten ist andererseits ein schweres Fernglas vorteilhaft, weil man es leichter ruhighalten kann.

Der Zittereffekt spielt bei der Bildqualität während des Beobachtens eine erhebliche Rolle, sodass sich Profis eher für schwere Ferngläser entscheiden. Legst du jedoch keinen großen Wert auf eine perfekte Bildqualität, wären leichte Ferngläser eine Option für dich.

Wie schwer sind Ferngläser? Die Untergrenze liegt bei sehr leichten Pocket-Ferngläsern bei etwa 200 Gramm. Großferngläser, bei denen das Stativ ein unabdingbarer Bestandteil ist, können mehr als 2 kg wiegen.

Unsere Empfehlung wäre ein Gewicht zwischen 700 Gramm und 1 kg. Das ist wahrscheinlich der beste Kompromiss aus Handlichkeit und Stabilität beim Halten.

fernglas

Ferngläser unterscheiden sich auch aufgrund ihres Gewichts. Kleine Pocket-Ferngläser sind mit ca. 200 g am leichtesten.

Vergrößerung

Die Vergrößerung ist für die meisten Fernglaskäufer beziehungsweise Interessenten das zentrale Kriterium bei der Fernglaswahl. Der Vergrößerungsfaktor gibt an, um das Wievielfache Dinge durch das Fernglas vergrößert erscheinen.

Die beliebtesten Vergrößerungsfaktoren sind 8- und 10-fach. Wie bereits oben erwähnt, erscheinen bei 10-facher Vergrößerung Objekte in 100 Meter Entfernung so groß als wären sie in 10 Meter Entfernung.

Du solltest bedenken, dass höhere Vergrößerungen ohne Stativ nicht mehr gut zu handhaben sind. Das Bild wird schnell „zitterig“, da jede Bewegung beim Halten des Glases um den Faktor zehn verstärkt wird. Das kann besonders bei der Beobachtung astronomischer Objekte schnell frustrieren.

Problematisch bei einer hohen Vergrößerung wäre das Verringern des Sichtfelds. Das große Sichtfeld ist jedoch gerade eines der hauptsächlichen Vorteile des Fernglases gegenüber dem Teleskop. Kleinere Vergrößerungen lassen Details wiederum schlechter erkennen.

Bei nicht allzu hohen beziehungsweise außergewöhnlichen Anforderungen (Astronomie ausdrücklich ausgeschlossen) empfehlen wir dir eine 7x, 8x oder 10x Vergrößerung. Das sind die mit Abstand beliebtesten Werte für die meisten Ferngläser.

Objektivdurchmesser

Die Vergrößerung eines Fernglases ist zwar ein Faktor von wesentlicher Bedeutung, trotzdem ist es noch lange nicht alles, was ein Fernglas kennzeichnet. Die Vergrößerung ist nur ein Faktor von vielen. Oft herrscht allerdings die allgemeine Ansicht, dass ein Fernglas umso besser wäre, je höher die Vergrößerung ist.

Das trifft in der Wirklichkeit allerdings nicht zu, da es vielmehr auf die Kombination zwischen Vergrößerung und Objektivöffnung ankommt.

Der Objektivdurchmesser bestimmt, wie viel Licht vom Fernglas aufgenommen wird und ist somit für die Bildhelligkeit mitverantwortlich, die aber auch von der Vergrößerung beeinflusst wird.

Die Kombination aus beiden Werten muss immer zusammenpassen. So können wir nicht einfach ein Fernglas mit den Werten 25×25 herstellen. Die Lichtinformation, die in das Auge dringt, wäre viel zu gering und es würde keinen Sinn machen.

Je größer das Objektiv eines Fernglases ist, desto mehr Licht wird im Auge reflektiert. Daher solltest du sowohl für astronomische Zwecke als auch fürs Beobachten von Tieren in der Dämmerung keine Ferngläser wählen, die einen Objektivdurchmesser von weniger als 50 mm haben.

Auf der anderen Seite reichen Universalgläser wie z. B. Dachkantferngläser vollkommen aus, wenn du einfach bei schlechten Lichtverhältnissen etwas beobachten möchtest.

Austrittspupille

So wie in das Fernglas Licht eintritt, kommt am anderen Ende verständlicherweise auch ein gewisses Maß an Licht heraus. Wie viel Licht das ist, hängt maßgeblich von der Öffnung und von der Vergrößerung des Fernglases ab.

Das Licht tritt in einem Lichtbündel aus dem Okular in das Auge, das es dann mit Hilfe des Gehirns in ein brauchbares Bild umwandelt.

Das Lichtbündel, das aus dem Okular in das Auge tritt, wird im Durchmesser von Millimetern angegeben und nennt sich Austrittspupille. Sie ist für die Bildhelligkeit im Auge zuständig, was besonders bei der Dämmerungsbeobachtung wichtig ist.

Um die Austrittspupille eines Fernglases zu berechnen, musst du den Objektivdurchmesser durch die Vergrößerung teilen.

Ein 10×25 Fernglas lässt ein Lichtbündel von 2,5 mm aus dem Okular in das Auge gelangen. Für die Dämmerungsbeobachtung ist das viel zu wenig Information und die Netzhaut empfängt viel zu wenige Reize – man kann nicht viel erkennen.

fernglas

Besonders für Beobachtungen in der Dämmerung solltest du auf die Größe der Austrittspupille deines Fernglases achten.

Lichtstärke

Die Lichtstärke eines Fernglases wird von dessen Lichtsammelvermögen bestimmt. Größere Durchmesser der Objektive verhelfen dem Fernglas bei vergleichbarer Vergrößerung zu größerer Lichtstärke.

Eine hohe Lichtstärke ist dadurch gekennzeichnet, dass Objekte auch in lichtschwacher Umgebung noch mit ausreichender Helligkeit und Kontrast wahrgenommen werden.

Die Lichtstärke wird errechnet, indem du den Durchmesser der Austrittspupille ins Quadrat setzt.

Dämmerungszahl

Beim Kauf deines Fernglases solltest du auch die die Dämmerungszahl in Betracht ziehen. Je größer sie ausfällt, desto höher ist die Leistung des Fernglases in der Dämmerung.

Die Dämmerungszahl eines Fernglases ist eine Funktion des Objektivdurchmessers und der Vergrößerung und liegt zwischen ca. 5 und 25, die Einheit Millimeter wird nicht angegeben. Je größer die Zahl ist, desto besser ist die Auflösung (Leistung) in der Dämmerung. Teilweise wird zwischen der Leistungszahl für Dämmerung, Nacht und Tag unterschieden.

Die Dämmerungszahl ist ein mathematischer Wert, der als Indiz/Anzeige für die optische Leistung eines Fernglases herangezogen wird. Zur Berechnung wird der Objektivdurchmesser mit der Vergrößerung multipliziert. Aus dem Ergebnis wird die Quadratwurzel gezogen.

Rein rechnerisch erreicht ein Billigfernglas die gleiche Dämmerungsleistung wie ein Profifernglas. Hier hilft nur der direkte Vergleich unter vergleichbaren Bedingungen, damit du eine eindeutige Schlussfolgerung ziehen kannst.

Die nachfolgende Tabelle zeigt deutlich, dass die rechnerische Lichtstärke als Kriterium für die Leistung eines Fernglases bei schlechten Lichtverhältnissen keine richtige Wertung erlaubt:

8-22 8-30 8-40 7-50 8-56 9-63 15-60
Lichtstärke 7,6 14 25 51 49 49 16
Dämmerungszahl 13,3 15,5 17,9 18,7 21,1 23,8 30

Dämmerungszahl und Lichtstärke müssen kombiniert in Betracht gezogen werden, um die Dämmerungsleistung eines Fernglases zu testen.

Farbe

Ferngläser sind meist schwarz. Falls dir jedoch die Farbe deiner Ferngläser wichtig ist und dir Schwarz zu langweilig erscheint, dann könntest du eventuell bei den Kinderferngläsern fündig werden. Hier sind viele Designs und Farben erhältlich.

Besonders bekannt auf dem Gebiet sind folgende Marken, die im Vergleich zu anderen Herstellern immer wieder als Kinderfernglas-Vergleichssieger hervorgehen und als sehr gute Anlaufstelle gelten:

  • Bresser
  • Esschert
  • Carson

Tauglichkeit für Brillenträger

Als Brillenträger wurden von den Fernglasproduzenten Brillenträgerokulare entwickelt.

Bei Brillenträgerokularen wird die Austrittspupille weiter nach hinten gesetzt, damit während du deine Brille trägst, das gesamte Sehfeld überblicken kannst. Diese Brillenträgerokulare bestehen meist aus zahlreichen Linsen (bis zu acht), insbesondere wenn das Sehfeld groß ist und man eine hohe Lichtstärke wünscht.

Die Tatsache, dass zur Herstellung von Brillenträgerokularen in der Regel ein Spezialglas benutzt wird, kann dazu führen, dass das jeweilige Fernglas ziemlich teuer ist.

foco

Beim Kauf ist darauf zu achten, dass in der Produktbeschreibung explizit Brillenträgerokulare aufgeführt sind. Nur dann ist die Benutzung für Brillenträger möglich.

Tragetasche

Die Wichtigkeit einer Tragetasche kann man sicherlich nicht bestreiten: Ob bei einer alltäglichen Naturbeobachtung oder bei einem Ausflug – eine Tragetasche beziehungsweise ein Tragegurt kann sich als sehr hilfreich erweisen.

Insbesondere bei Ausflügen sind Tragetaschen für Ferngläser von großer Wichtigkeit. Es mag dir sicherlich bekanntvorkommen, dass du während eines Ausflugs öfters beide Hände voll hast.

Um einen Schaden am Fernglas zu vermeiden, bietet sich eine stabile Tragetasche an. Dadurch kannst du das empfindliche Okular und Objektiv deines Fernglases vor Kratzer und Staub schonen.

Beim Kauf eines Fernglases solltest du darauf achten, dass eine Tragetasche oder ein Tragegurt enthalten ist. Dadurch kannst du dir weitere Kosten ersparen.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Fernglas

Wer hat das Fernglas erfunden?

Johann Friedrich Voigtländer fertigte 1823 in Wien die ersten Ferngläser als Theatergläser – ohne Prismen, mit einem kleinem Gesichtsfeld und nur marginaler Vergrößerung.

Das Militär interessierte sich für die neue Erfindung und stellte den Versuch an, die Herstellung der Ferngläser zu fördern. Davon würden die Militärtruppen durchaus profitieren, da sich das Fernglas im Falle einer Kriegssituation von eminenter Wichtigkeit erweisen könnte.

Für ein binokulares Fernglas mit ähnlichen Prismen wie die bereits bekannten und monokular angewendeten Porroprismen meldete die Firma Carl Zeiss in Jena am 9. Juli 1893 ein Patent an. Das damalige Patent ist die Basis der heute noch verwendeten Ferngläser.

Ein Prismenfernrohr mit Dachkant-Pentaprismen und der Bezeichnung Dialyt (mit je zwei Objektiv-Linsen) und ebenfalls parallel versetzten optischen Achsen baute M. Hensoldt & Söhne in Wetzlar ab 1905. Am 14. April 1905 meldete diese Gesellschaft ein Patent für ein „geradsichtiges“ Prismenfernglas mit Dachkant-Pentaprismen an.

Wie bekommst du es hin, dass dein Fernglas nicht beschlägt?

Es ist sicherlich nervig, wenn dein Fernglas während des Jagens beziehungsweise während einer Tierbeobachtung beschlägt. Die Ursache dafür ist der Temperaturunterschied zwischen dem kalten Fernglas und deinem heißen Atem.

Man könnte sich bei einem Optiker oder in einem Geschäft für Jagdausrüstung nach einem Antibeschlag-Spray erkundigen. Gegebenenfalls könnte man das Fernglas etwas früher aus der Hülle nehmen, um es an die äußere Temperatur gewöhnen zu lassen.

Wie kann man die Optik der Ferngläser pflegen?

Moderne Ferngläser sind heutzutage pflegeleicht, da sie robust und gegen Staub und Wasser geschützt sind. Einige Faktoren sollte man trotzdem bei der Pflege der Ferngläser beachten:

Bei einem Optikfachgeschäft kann man sich einen Objektivpinsel und eine Gummipuste besorgen, um den Staub schonend von den Linsen zu entfernen. Regentropfen sollten mit einem Papiertaschentuch oder einen sauberen, mehrfach gewaschenen Leinentuch entfernt werden.

Wer Staub mit einem Lappen abwischt, schmirgelt mit der Zeit die Linsenoberfläche matt und die Optik erhält dadurch einen unerwünschten Weichzeichner-Effekt. Auf der anderen Seite hinterlassen getrocknete Regentropfen Ränder, die durch Anhauchen mit dem besagten Papiertaschentuch oder Leinenlappen zu entfernen sind.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] Linsmeier, Klaus D. (2002): Fernoptik in der Naturbeobachtung. Funktion, Anwendung und Herstellung von Ferngläsern, Teleskopen und Zielfernrohren. Verlag Moderne Industrie, Landsberg.

[2] Spix, Lambert (2009): Fern-Seher. Ferngläser für Astronomie und Naturbeobachtung. Oculum Verlag, Erlangen.

[3] http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Tipps-zum-Kauf-von-Fernglaesern,fernglaeser102.html

Bildquelle: pixabay.com / Pexels

Bewerte diesen Artikel


146 Bewertung(en), Durchschnitt: 4,90 von 5
Redaktion

Veröffentlicht von Redaktion

Die Redaktion von OUTDOORMEISTER.de recherchiert und schreibt informative, verständlich aufbereitete Ratgebertexte zu den verschiedensten Themen- und Aufgabengebieten.