Brandungsangel
Zuletzt aktualisiert: 15. September 2020

Bei jeder Angelart muss die Angeltechnik und Ausrüstung auf den Zielfisch und das Gewässer abgestimmt werden. Jedoch spielen die Beißlaune der Fische, die richtige Angelstelle, die Methode sowie das Wetter ebenso eine wichtige Rolle. Beim Brandungsangeln spielen Ausstattung, Angelstelle Wind, Zielfisch und Jahreszeit eine große Rolle.

Mit unserem großen Brandungsangel Test 2020 möchten wir dir dabei helfen, die beste Brandungsangel für dich zu finden. Ob als Einsteiger oder bereits Fortgeschrittene, wir liefern dir hier die notwendige Information, um bestens auf das Brandungsangeln vorbereitet zu sein. Wir haben verschiedene Arten und Funktionen miteinander verglichen und dir die jeweiligen Vor- und Nachteile dazu aufgelistet, um dir bei deiner Kaufentscheidung weiterzuhelfen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Brandungsangeln ist eine Art des Meeresangelns. Dabei wird von Stränden, Uferpartien oder Molen die Brandungsangel weit ausgeworfen, um an den Standplatz der Fische zu gelangen.
  • Bei den Brandungsangeln wird zwischen Teleskopruten und Steckruten unterschieden: Teleskopruten sind kompakt und schnell einsatzfähig. Steckruten haben eine hohe Stabilität und eine gute Rutenaktion.
  • Im Frühjahr ist die beste Zeit um in das Brandungsangeln einzusteigen. Als Anfänger solltest du ausreichend Würfe mit der Angel fernab der Angelstelle üben. Die Überkopftechnik ist für Einsteiger am einfachsten zu bewältigen.

Brandungsangel Test: Favoriten der Redaktion

Die beste Allround Brandungsangel

Die Saenger Skymaster Surf Cast Brandungsrute entstammt der gleichnamigen Herstellerserie. Die 3-teilige Steckrute hat eine Länge von 4,20 Meter. Das Wurfgewicht liegt zwischen 100 und 250 Gramm. Die Transportlänge beträgt 148 Zentimeter und das Gesamtgewicht der Rute 639 Gramm. Das Material besteht aus Glasfaser. Es sind extra schlanke Rutenringe angebracht.

Das starke Rückgrat, die enorme Schnellkraft und das gute Handling sind ausschlaggebend für diese Brandungsrute von Saenger. Sie ist ideal für große Wurfweiten. Die Allrounder Brandungsangel kann auch für andere Angelarten verwendet werden.

Die beste Teleskop-Brandungsangel

Die Shimano Alivio Tele Slim GT 270 XH Telerute wurde für leichtes Brandungsangeln hergestellt. Die Teleskoprute lässt sich auf eine Länge von 2,70 Meter ausfahren. Sie besteht aus 5 Teilen und hat ein Gewicht von 250 Gramm. Das Wurfgewicht beträgt 40 bis 80 Gramm. Der Blank besteht aus Kohlefaser. Er ist mit 5 Hardlite Ringen und Rollenhalter ausgestattet. Das Griffteil ist aus EVA-Material.

Diese kompakte Brandungsangel von Shimano eignet sich perfekt als Reiserute. Durch ihr leichtes Material und Teleskopsystem ist sie einfach transportierbar. So kannst du auch auf deinen Strandurlaub deine eigene Brandungsangel mitnehmen und vor Ort testen.

Die beste Brandungsangel mit leuchtender Markierung

Die Daiwa SEAHUNTER SURF Brandungsrute hat einen robusten, aber dennoch dünnen Blank aus Kohlefaser. Die Highlights der Rute sind die Bisserkennung und die Salzwasserresistenz. Die 3-teilige Steckrute hat eine Länge von 3,90 Meter und ein Gewicht von 470 Gramm.

Das Wurfgewicht liegt zwischen 100 und 250 Gramm. Mit einer Transportlänge von 1,36 Meter ist sie nicht allzu sperrig. Ein Schrumpfschlauch sorgt am Griffstückende für besseren Halt. Die Ringe sind aus Titanium-Oxyd.

Bei dieser Brandungsangel verhelfen dir die leuchtenden Markierungen bei schlechteren Lichtverhältnissen oder bei Dunkelheit die Bisse zu erkennen. Mit dieser Brandungsangel bist du optimal für deinen nächsten Angelausflug ans Meer vorbereitet.

Kauf- und Bewertungskriterien für Brandungsangeln

Brandungsangeln weisen unterschiedliche Eigenschaften auf. Wir führen dir hier an, welche Kriterien du bei der Wahl deiner Brandungsangel beachten solltest.

Die Kriterien, mit deren Hilfe du Brandungsangeln miteinander vergleichen kannst, umfassen:

In den folgenden Abschnitten zeigen wir dir, was du bei der Wahl deiner Brandungsangel beachten musst.

Material

Brandungsangeln werden hauptsächlich aus zwei unterschiedlichen Materialien gebaut: Glasfaser und Kohlefaser. Das Material Kevlar wird teilweise den anderen Materialien beigemischt.

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Bei Gewitter solltest du nicht nur das Wasser meiden, sondern auch deine Kohlefaserrute aus der Hand legen.

Das Material hat eine sehr gute elektrische Leitfähigkeit.

Brandungsangeln aus Glasfaser sind vom Preis her relativ günstig. Durch ihre Elastizität bessern sie Wurffehler. Sie sind aber nicht so bruchfest und hochwertig. Im Gegensatz zu Ruten aus Kohlefaser haben sie mehr Gewicht und sind steifer in der Rutenaktion.

Brandungsruten aus Kohlefaser (Carbon) gehören in eine höhere Preisklasse. Das Material ist flexibel und leicht. Sie haben eine höhere Schnellkraft. Ruten aus Kohlefaser setzten die Wurfenergie besser um. Aufgrund ihrer Stabilität sind größere Wurfdistanzen leichter zu erreichen.

Es gibt es auch Brandungsruten, welche beide Materialien kombinieren.

Rutenlänge

Brandungsangeln haben grundsätzlich eine Länge von 3,80 bis 4,50 Meter. Für das Brandungsangeln am Atlantik oder Ärmelkanal gibt es aufgrund des starken Windes auch Modelle mit 5 bis 6 Meter Rutenlänge.

Beim Kauf einer Brandungsrute solltest du jedoch auf die richtige Rutenlänge achten. Dabei ist deine Körpergröße ausschlaggebend:

  • Bist du größer als 1,80 Meter, eignen sich Ruten ab einer Länge von 3,90 Meter.
  • Bist du kleiner als 1,80 Meter, sind Ruten unter 3,90 Meter Länge passend.

Um eine Brandungsangel genau auf dich anzupassen, gibt es eine Faustregel: Die Länge des Griffteils soll die deines ausgestreckten Armes entsprechen.

Rutenaktion

Die Rutenaktion hängt grundsätzlich von Wurfstil, Fischart und Angelgrund ab. Beim Brandungsangeln ist eine semiparabolische Aktion für einen weiten Wurf und den Drill von Vorteil.

Bei einer semiparabolischen (mittelschnell) Aktion ist der Blank steif und die Spitze flexibel. Die Rute biegt sich beim Auswerfen bis zum Handteil durch. Es entsteht eine hohe Spannenergie, welche in der Rute gespeichert wird. Diese entlädt sich beim Wurf und beschleunigt die Angelmontage ins Meer.

In der Fischersprache wird der Grundkörper einer Angelrute auch als “Blank” bezeichnet. Hierbei spricht man nur von der Rute ohne Zubehör wie Ringe, Griff, Schnur, Rolle, Vorfach.

Wurfgewicht / Wurfweite

Die Wurfweite beträgt bei einer Brandungsangel über 100 Meter. Das Wurfgewicht gibt den Auswurf von minimal und maximal zulässigem Ködergewicht vor. Beim Brandungsangeln liegt dieses zwischen 150 und 250 Gramm. Ein Wurfgewicht von 200 Gramm ist optimal für das Brandungsangeln.

Die Stärke der Brandung und die Windrichtung sind entscheidend für die Wahl des Wurfgewichtes. Ist die Brandung und Windrichtung schwach, nimmst du ein weniger leichtes Gewicht. Ist sie jedoch stark, solltest du auf ein schweres Wurfgewicht zurückgreifen.

Als Wurfgewichte werden verschiedene Formen aus Blei verwendet. Unterschieden wird in Rollenblei, Noppenblei und Krallenblei.

Art Anwendung Eigenschaften
Tropfenblei (Rollenblei) Starker Seitenwind Der Tropfenblei (Birnenblei) kann gezielt und weit hinausgeworfen werden. Anschließend wandert er zum Strand zurück. Somit wird ein großer Suchbereich abgedeckt.
Torpedoblei (Rollenblei) Landwind, Meereswind Den Torpedoblei musst du sehr weit werfen.
Sechskantblei (Noppenblei) Starke Strömung, kräftiger Wind (Stärke 4-6) Die glatte Oberfläche des Noppenbleis hat leichte Erhöhungen (Noppen). Diese sind spitz oder abgerundet und sorgen für Halt bei Strömung.
Krallenblei Sandiger Grund, starke Strömung Am unteren Ende sind klappbare Stahldrähte angebracht.  Durch das Straffen der Schnur verankern sich die Drähte im Grund. Mit starkem Ziehen der Rute kannst du die Ankerung wieder lösen.

Ein starkes Rückgrat / Material ist entscheidend für das Wurfgewicht. An der Rute ist meist oberhalb des Griffes das Wurfgewicht aufgedruckt. Die Stärke des Blanks ist dort auch abzulesen.

Schnur / Vorfach

Schnur

Beim Brandungsangeln sollte entweder eine monofile Hauptschnur mit einer Stärke von 0,28 bis 0,35 Millimeter verwendet werden. Diese ist gut dehnbar und federt einfach ab. Oder, es kann stattdessen auch eine geflochtene Schnur mit einem Durchmesser von 0,10 bis 0,16 Millimeter benutzt werden.

Eine monofile Schnur ist weniger stabil und belastungsfähig als eine geflochtene Schnur.

Die Schlagschnur hält das gesamte Vorfach zusammen. Durch einen Blutknoten, doppelten Uniknoten oder Albrigth-Knoten sind die Schlagschnur an der Hauptschnur angebracht.

Falls die Hauptschnur abreißt, muss nicht die ganze Schnur ausgetauscht werden. Die Schlagschnur sollte eine Stärke von 0,60 bis 0,70 Millimeter haben.

Eine Keulenschnur vereint Hauptschnur und Schlagschnur. Diese konische Schnur hat am Anfang 0,28 bis 0,35 Millimeter und am Ende 0,60 bis 0,70 Millimeter Durchmesser. Wenn die Schnur jedoch durchreißt, muss sie komplett ersetzt werden.

Vorfach

Das Vorfach ist eine zusätzliche Schnur, welche die Hauptschnur mit dem Haken und dem Köder verbindet. Ausschlaggebend für die Wahl eines Vorfachs sind die Eigenschaften des Gewässers und die Methode um den Zielfisch zu fangen. Bei falscher Wahl kann dies zum Verlust von Fisch und Schnur führen.

Eine Paternoster-Montage besteht aus zwei (oder mehreren) Haken, Lockperlen (meist Glitzerperlen) und einem schweren Wurfblei.

Rolle

Grundsätzlich werden zwei Arten von Rollen beim Brandungsangeln unterschieden: Stationärrolle und Multirolle. Bei einer Stationärrolle sind die 4 mittleren Ringe sehr groß. Bei der Multirolle gibt es 7 kleine Mittelringe.

Die Rolle wird am Griffteil 70 bis 80 Zentimeter vom Griffende entfernt platziert. Wenn du die Abschlusskappe des Griffteils unter die Achseln gibst und den Arm am Griff ausstreckst, zeigt dein Daumen dir die optimale Stelle für die Rolle an.

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Das obere Griffteil wird mit der stärkeren Hand umfasst, die Rolle mit der schwächeren Hand.

Somit erhältst du ein optimales Gleichgewicht. Die Rute kann leichter durch den Wurfbogen geführt werden.

Beim Brandungsangeln wird meist eine Stationärrolle mit einer Weitwurfspule (Weitwurfrolle) benutzt. Durch den großen Spulendurchmesser wird das Ablaufen der Schnur leichter. Das Material ist gegen das Salzwasser resistent. Das Fassungsvermögen der Rolle sollte 200 bis 300 Meter haben.

Köder / Hacken

Sobald der Fisch den Köder im Mund hat, beißt er sich am Haken fest. Beim Brandungsangeln wird hauptsächlich Lebendköder verwendet:

  • Seeringelwürmer: Auch Mottwürmer oder Kneifer genannt, sind 10 bis 12 Zentimeter lang. Sie werden in mehrere Stücke zerteilt und an der Hakenspitze platziert. Seeringelwürmer sind weniger empfindlich als Wattwürmer.
  • Wattwürmer: Auch Pierwurm genannt, kannst du selber ausgraben. Diese Würmer sind bei fadenförmigen Kothäufchen bei Fischen zu finden. Sie werden an eine Ködernadel fixiert. Wattwürmer verderben leicht.
  • Weitere Köder: Makrelen, Hering, Sandkrabbe, Sandklaffmuschel, Garnele. Tobiasfisch (Sandaale), Tauwürmer

Bei starker Brandung sind geruchsstarke Köder sinnvoller. Wenn Fische die Köder optisch nicht mehr wahrnehmen können, vertrauen sie auf ihren Geruchssinn.

Du solltest den Köder öfter wechseln. Nach einiger Zeit im Wasser riecht der Köder nicht mehr intensiv genug und der Fisch nimmt ihn nicht mehr wahr.  Kontrolliere deine Köder im Winter deinen Köder alle 10 bis 20 Minuten und im Sommer alle 10 Minuten.

Entscheidung: Welche Arten von Brandungsangeln gibt es und welche ist die richtige für mich?

Beim Brandungsangeln gibt es zwei Arten von Ruten, zwischen denen du entscheiden kannst.

Art Vorteile Nachteile
Teleskoprute Kompakt, schnell einsatzbereit Weniger stabil, schlechte Rutenaktion
Steckrute Sehr stabil, gute Rutenaktion Sperrig in Handhabung und Transport

Anschließend gehen wir näher auf die beiden Rutenarten ein, um dir mehr Informationen zu liefern.

Teleskoprute

Teleskoprute

Eine Teleskoprute besteht aus 5 bis 6 Teilen. Diese sind zwischen 50 und 100 Zentimeter lang. Sie können ineinander geschoben werden. Dadurch ist der Auf- und Abbau der Rute relativ schnell.

Vorteile
  • Schnell einsatzfähig
  • Kompakt
  • Reiserute
Nachteile
  • Geringe Stabilität
  • Schlechtere Rutenaktion
  • Mehr potenzielle Schwachstellen

Der Transport der Rute ist aufgrund ihrer kurzen Länge leicht. Deshalb werden Teleskopruten auch oft als Reiseruten verwendet.

Der Nachteil der Teleskoprute sind die geringe Stabilität und Rutenaktion. Durch die Überlappungen ist die Aktion beeinträchtigt.

Steckrute

Steckrute

Eine Steckrute besteht aus 2 bis 3 Teilen. Diese können auseinander oder zusammen gebaut werden. Steckruten sind widerstandsfähiger bei kraftvollen Würfen, vor allem bei starkem Wind. Steckruten haben eine gute Rutenaktion.

Vorteile
  • Hohe Stabilität
  • Gute Rutenaktion
Nachteile
  • Auf- und Abbau aufwendig
  • Höhere Transportlänge

Eine Steckrute mit 2 Teilen ist besonders stabil. Die Transportlänge beträgt dabei 2 Meter. Eine Steckrute mit 3 Teilen ist das Standard-Modell. Die Transportlänge beträgt hierbei 1,5 Meter.

Jedoch ist der Auf- und Abbau von Steckruten aufwendiger. Der Transport ist aufgrund der längeren und vielen Teile auch schwieriger.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Brandungsangeln ausführlich beantwortet

Nachstehend haben wir dir die am häufigsten gestellten Fragen zum Thema Brandungsangeln zusammengesucht und ausführlich beantwortet.

Was ist eine Brandungsangel?

Brandungsangeln ist eine Art des Meeresangelns. Die Brandung ist namensgebend für diese Angelmethode. Köder und Blei werden bei einer Brandungsrute zum Standplatz der Fische gebracht. Sobald ein Biss angezeigt wird, wird die Flucht des Fisches abgefedert.

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Das Brandungsangeln ist eine beliebte Angelmethode am Meer. Das Meer bietet eine sehr große Fischvielfalt und besondere Angelherausforderungen.
(Bildquelle: unsplash.com / Frankie Dixon)

Die Brandungsangel zeichnet sich durch ihre große Wurfweite aus, welche bei dieser Angelart gebraucht wird. Ein fester Blank und eine flexible Spitzenaktion gewährleisten die Wurfweite. Die hochwertigen Ruten sind gut gegen das Meerwasser geschützt.

Beim Brandungsangeln werden grundsätzlich höhere Gewichte benutzt.

Für wen eignet sich eine Brandungsangel?

Eine Brandungsangel eignet sich für Angler, die am Meer angeln wollen. Aufgrund der Größe und des Gewichtes solltest du die nötige Kraft aufbringen können, diese Angel zu führen.

Entscheidend ist, dass du einen Angelschein besitzt. Ohne diesem darfst du nicht angeln!

Als Anfänger brauchst du zuerst viel Übung fernab vom Wasser. Du solltest die Weitwürfe auf einem Feld einige Male üben. Ansonsten verlierst du wertvolle Zeit am Angelort und es entgeht dir die Beute.

Was kostet eine Brandungsangel?

Abhängig von Material, Aktion und notwendigem Zubehör kann der Preis einer Brandungsangel sehr stark variieren. Du kannst die Brandungsangel im Set oder einzeln kaufen. Grundsätzlich bekommst du Brandungsangeln bereits ab 40 €.

Preisklasse Eigenschaften
Bis 60 € Die billigsten Brandungsangeln sind aus Glasfaser und schwerer. Sie haben eine durchgehende Aktion, wodurch das Weitwurfpotential verringert wird.  Beim Kauf solltest du auf eine gute Verarbeitung der Rollenhalterungen und Schnurlaufringe achten.
Ab 60 € In der mittleren bis höheren Preisklasse bekommst du Brandungsangeln aus Kohlefaser. Sie sind steifer und schneller in der Aktion. Das Griffteil ist kräftig und gut geeignet für Weitwürfe. Der biegsame Mittelteil ist gut für den Drill. Die leichte Spitze bietet eine hervorragende Bissanzeige.
Über 1000 € Bei den teuersten Brandungsangeln handelt es sich um die Top-Marken. Sie haben die kräftigsten Griffteile und eine hohe Weitwurffähigkeit. Bei der Biegung beim Wurf geht die Kraft nicht verloren. Die Versteifung des Griffteils kann aus Duralumin oder Kohlefaser sein. 

Bist du auf der Suche nach einer billigeren Variante? Dann kannst du auf Modelle aus dem Vorjahr zurückgreifen.

Auf bekannten Auktionsplattformen findest du zum Beispiel gebrauchte Brandungsangeln.Du solltest dich aber bei den Bewertungen aus den Vorjahren über die jeweilige Rute informieren. Schließlich solltest du dann auch gezielt nach den bestimmten Modellen suchen.

Wo kann ich eine Brandungsangel kaufen?

Es gibt viele Hersteller von Brandungsangeln. Auch neue und unbekannte Marken können von guter Qualität sein. Du musst einfach testen, was am besten zu dir passt.

Wir haben dir hier einige Hersteller von Brandungsangeln angeführt:

  • Balzer
  • Cormoran
  • Dam
  • Daiwa
  • Dega
  • Jenzi
  • Okuma
  • Quantum
  • Saenger
  • Shimano
  • Sportex
  • Spro
  • Zebco

Welche Alternativen gibt es zu einer Brandungsangel?

Es gibt insgesamt über 50 verschiedene Rutenarten. Die drei wichtigsten Parameter bei der Wahl einer Rute sind Länge, Wurfgewicht und Aktion.

Wir haben dir hier einige alternative Angelarten zum Brandungsangeln angeführt:

Art Eigenschaften
Bolognese-Ruten Bolognese-Ruten sind 5 bis 10 Meter lang. Sie werden für das Friedfischangeln in strömendem Gewässer gebraucht. Bolognese-Ruten sind beringt und haben Rollen.
Feederruten Bei Feederruten werden gewichtete Futterkörbe ausgeworfen. Sie haben meist eine progressive Aktion. Unterschieden wird zwischen Heavy Feederrute (starke und große Fische) und der normalen Feederrute (kleinere Fische).
Karpfenruten Karpfenruten sind auf das Fischgewicht ausgelegt. Sie sind robust und belastbar. Die Ruten haben ebenso eine progressive Aktion.
Spinnruten Spinnruten werden für das Raubfischangeln benutzt. Für das Auswerfen und Einholen wird ein Kunstköder verwendet. Es gibt Unterschiede in Wurfgewichten und Rutenaktionen.
Stippruten Bei Stippruten gibt es nur eine Rute, die Pose, den Haken und die Schnur. Die Rute ist unberingt, ineinander gesteckt und ohne Rolle. Sie wird beim Posenangeln kleinerer Friedfische in stehendem und langsam fließendem Gewässer verwendet.

Wenn du dennoch am Meer angeln möchtest, kannst du alternativ auf einem Boot oder Kutter auf See fischen.

Wo kann ich Brandungsangeln anwenden?

Brandungsangeln kannst du an Stränden, Uferpartien wie Steilufer, Hafenmolen. Auf Stränden oder Uferpartien solltest du mindestens mit zwei Ruten angeln: Eine Rute für die schwere Angelei auf große Distanz. Die andere Rute für die leichteren Fische in Ufernähe.

Am besten erkundigst du dich vor Ort nach den lokalen Gewohnheiten und Bedingungen.

Beliebte Gegenden bei Brandungsanglern sind die Nordsee und Ostsee. Du kannst aber auch am Atlantik oder im Mittelmeer Brandungsangeln. Jedoch ändern sich die Bedingungen.

Im Mittelmeer hast du weniger Strömung und Gezeitenunterschiede. Deshalb benötigst du nicht unbedingt Brandungsruten. Robuste Karpfenruten oder Feederruten reichen aus.

Die Fische halten sich meist bei Gebieten mit vorgelagerten Sandbänken auf. Bei Erhebungen und Senkungen im Boden wird das Wasser gewirbelt. Dadurch verbreitet sich die Nahrung der Fische im Wasser.

Bei Ebbe oder ruher See kannst du erkennen, wie der Grundboden ausschaut. Dadurch findest du bestimmt den perfekten Angelplatz.

Wann ist die beste Zeit, um an Brandungen zu angeln?

Um Erfolg beim Brandungsangeln zu haben, musst du einige Faktoren beachten: Jahreszeit, Tageszeit, Wind, Gewässer, Gezeiten, Wassertemperatur, Fischart.

  • Jahreszeit: Frühjahr und Herbst sind die besten Jahreszeiten um Brandungsangeln zu gehen. Die Monate Mai / Juni und Oktober / November sind entscheidend für einen Fangerfolg. Im Herbst hast du deine Ruhe an den leeren Stränden. Jedoch kann sich das Kraut (entwurzelten Meerespflanzen) aus dem Meer in deiner Schnur fangen. Das Frühjahr ist optimal für Einsteiger. Da gibt es die wenigsten Probleme beim Brandungsangeln.
  • Tageszeit: Vor allem am späten Nachmittag und in der Nacht ist der Beuteerfolg wahrscheinlicher. Mit einer hellen Rute sind die Bisse leichter erkennbar. Dazu kann auch ein Knicklicht verwendet werden.
  • Gezeiten:  Bei einsetzender Flut ist die Wahrscheinlichkeit einen Fang zu erlangen größer
  • Schonzeit: Manche Fische haben an verschiedenen Orten eine Schonzeit, wo sie nicht gefangen werden dürfen. Erkundige dich genau vor deinem Angelausflug über die lokalen Schonzeiten.

Welche Fische kann ich mit einer Brandungsangel fangen?

Beim Brandungsangeln kannst du verschiedene Fische fangen. Dies hängt von dem Gewässer, der Jahreszeit und der Wassertemperatur ab. In Deutschland findest du Dorsche, Plattenfische, Meerforellen und Aale vor.

Fischart Eigenschaften
Dorsch Der Dorsch ist bei kalten Wassertemperaturen auffindbar.  Vor allem im November bis Dezember bieten sich gute Fangchancen.
Plattenfisch Zu der Gruppe der Plattenfische gehören Flunder, Klitsche, Scholle, Steinbutt. Ebenso der Mai im Frühjahr und der Oktober im Herbst sind gute Monate um Plattenfische zu fangen. Besonders an strömungsreichen Plätzen sind sie auffindbar.
Aal Der Aal ist besonders während der Dämmerung und in der Nacht in Ufernähe vorzufinden.
Weitere Fischarten Hering, Meerforelle, Hornhecht, Wolfsbarsch, Hecht, Witzling.

Wenn die Fische während der Schonzeit gefangen werden oder nicht über ein bestimmtes Mindestmaß haben, musst du sie wieder freilassen.

Welche Rolle spielt der Wind beim Brandungsangeln?

Der Wind spielt eine große Rolle beim Brandungsangeln. Vor allem das Wurfgewicht wird je nach Wetterlage anders gewählt.

  • Bis Windstärke 6: Der auflandige Wind wühlt die See auf. Dadurch schwimmt die Nahrung der Fische frei im Meer. Starke Ruten und eine hohe Hebelwirkung sind wichtig, um den Köder befördern zu können.
  • Ab Windstärke 6: Bei größerer Windstärke empfiehlt es sich bei ablandigem Wind zu angeln.
  • Ab Windstärke 10 bis 12: Bei diesen Windstärken solltest du nicht mehr Angeln gehen.
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Nahezu bei jedem Wetter ist das Brandungsangeln möglich. Eine optimale Bekleidung schützt vor Wind und Regen.
(Bildquelle: unsplash.com / Sebastian Hans)

Welche Wurftechniken gibt es beim Brandungsangeln?

Bei Weitwürfen ist das Timing entscheidend. Es wird eine optimale Übertragung der Körperkraft auf Rute und Geschirr benötigt.

Die Grundlagen sind schnell erlernt. Jedoch solltest du zu Beginn keine zu großen Anforderungen haben. Das Üben der Wurftechnik abseits der Angelstelle ist essenziell.

Technik Beschreibung
Überkopfwurf Beim Überkopfwurf wird der Wurf gerade über den Kopf des Anglers hinweg ausgeführt. Die Wurftechnik ist besonders für Anfänger gut geeignet. Die Zielgenauigkeit ist sehr hoch. Es wird jedoch nur eine Maximaldistanz von 80 Metern erreicht.
Seitenwurf Der Seitenwurf ist die häufigst angewendete Wurftechnik. Er hat die gleiche Technik wie der Überkopfwurf. Hier wird lediglich der Körper mit gedreht.
Ablagewurf (Grundwurf) Der Grundwurf ist ähnlich dem Seitenwurf. Jedoch wird das Blei dabei über den Boden gezogen. Längere Ruten ab 4,20 Meter eigenen sich dafür besonders. Diese komplexe Wurftechnik ist eher für Fortgeschrittene.
Pendelwurf Körperbewegung und Rutenführung müssen im Einklang sein. Das Blei wird in der Luft hin und her gependelt bis die Spannungen hoch genug ist. Danach wird das Blei ins Wasser hinausgeworfen.

Was sollte ich bei der Beringung einer Brandungsangel beachten?

Rutenringe gibt es in verschiedenen Ausführungen, welche vom Rutentyp und der Belastbarkeit der Rute abhängig sind. Für das Brandungsangeln werden Weitwurfringe benutzt. Diese sind größer als normale Ringe, wodurch der Widerstand und die Reibung geringer sind.

Wichtig ist, dass die Ringe genau fluchten, um möglichst wenig Reibung und Verschleiß zu haben.

Block- oder Leitring wird der unterste Ring einer Angel genannt. Der oberste Ring heißt End- oder Spitzenring. Dazwischen befinden sich die Führungsringe.

Dicke Ringeinlagen schützen die Schnur vor Belastung. Diese befinden sich innerhalb des Rutenrings. Die Ringeinlagen verhindern, dass die Angelschnur die Ringeinlage beschädigt und diese die Angelschnur nicht zum Reißen bringt.

Was ist eine Bisserkennung bei einer Brandungsangel?

Der Bissanzeiger kann optisch oder akustisch auf den Biss des Fisches aufmerksam machen. Die optische Bisserkennung sollte an der Rutenspitze mit Signalfarben angebracht werden, damit sie deutlich erkennbar ist.

Es gibt drei unterschiedliche Arten von Bisserkennungen:

Art Beschreibung
Aalglocke Die Glocke wird am vordersten Punkt der Rute angebracht. Schon bei minimaler Bewegung ertönt ein leises Klingeln. Sie ist lange haltbar, braucht keinen Strom und kostet nur ein paar Euro pro Stück.
Knicklicht Ein Röhrchen aus Plastik mit chemischer Substanz im Inneren beginnt durch das Knicken zum Leuchten. Das Knicklicht wird an der Rutenspitze montiert und kann auch bei Nacht verwendet werden.
Elektronische Bissanzeige Die E-Bissanzeige wird an der Schnur gegenüber der Rolle befestigt und ist bei Tag, Nacht oder Schlaf einsetzbar. Sie funktioniert mit einer Batterie. Es gibt meist eine Leucht-, Ton- und Funkfunktion.

Wie pflege ich eine Brandungsangel?

Die richtige Pflege ist entscheidend für die längere Haltbarkeit einer Brandungsangel.

  • Lass die Rute nicht auf den Boden fallen! Dadurch können sich Haarrisse bilden. Dies führt zum Bruch der Rute.
  • Entferne nach jedem Angeltag das Salz  und andere Verschmutzungen wie das Kraut von der Rute! Dies kannst du mit einem trockenen Tuch machen oder die Rute mit Wasser abspülen.
  • Reinige auch die Rollenhalterungen! Du kannst sie zusätzlich mit einem Pflegespray behandeln.
  • Achte vor dem Zusammenstecken der Rute auf saubere Steckverbindungen! Diese können durch den Sand abgenutzt werden.
  • Pflege deine Rute zusätzlich mit Öl!

Welches weitere Zubehör gibt es für das Brandungsangeln?

Für das Brandungsangeln ist es von Vorteil, wenn du weiteres Zubehör mitführst.

Dazu haben wir dir hier einige Sachen angeführt, welche du nicht vergessen solltest:

Art Zubehör
Angelzubehör Windschutz / Zelt, Vorfächer, Wirbel, Montage, Ersatzschnur, Spule, Köder, Rutenhalter (Einzelrutenhalter für Sandstrände, Dreibeinrutenhalter für jeden Untergrund),
Aufbewahrung Kühlbox, Fischbetäuber, Hakenlöser / Arterienklemme, Spitzzange, Wurmnadel, Eimer, Messhilfe (Maßband), Messer, Handtuch / Lappen
Angelbekleidung Angelhandschuh, Kopflampe (Ersatzakku), warme Kleidung (Thermofunktion), Regenjacke, Wathose, Watstiefel
Versorgung Sitzgelegenheit,  Getränke, Essen, Müllbeutel

Bildquelle: olegdoroshin/ 123rf.com

Warum kannst du mir vertrauen?

Wolfgang ist in jeder freien Minute in der Natur unterwegs. Dort kann er zur Ruhe kommen und Kraft tanken. Neben dem Campen ist seine große Leidenschaft das Angeln. Wolfgang und sein Sohn sind oft tagelang auf Angelausflügen unterwegs und genießen dort die unberührte Natur. Um die perfekte Angelausrüstung zu finden, informiert er sich ständig über die neuesten Trends.