Bergschuhe

Willkommen bei unserem großen Bergschuhe Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Bergschuhe. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Bergschuhe zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir Bergschuhe kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Wahl des richtigen Bergschuhes ist wichtig um bei jedem Wetter und in jeder Situation am Berg gerüstet zu sein. In luftiger Höhe kannst du deine Ausrüstung nicht mehr wechseln und du bist abhängig von ihr, somit sollte sie wirklich gut durchdacht sein.
  • Bei Wanderschuhen unterscheidet man die Kategorien A bis D, von einfachen Freizeitschuh bis hin zum Eiskletterschuh.
  • Der perfekte Bergschuh muss wasserabweisend, atmungsaktiv und robust sein, zudem soll er dir guten Halt und Trittsicherheit bieten. Ein guter Wanderschuh soll dich vor Blasen und blauen Zehen schützen und dir helfen Verstauchungen zu vermeiden.

Bergschuhe Test: Favoriten der Redaktion

Die besten Bergschuhe für Herren

Der Jack Wolfskin Vojo Hike Mid Texapore ist ein moderner Wanderschuh mit einer gut durchdachten Materialkombination.

Ein besonderer Leichtwanderschuh für Touren mit wenig Gepäck.

Redaktionelle Einschätzung

Einsatzgebiet/ Steigeisen möglich?

Der Jack Wolfskin Vojo Hike Mid Texaporeist ein Trekking und Wanderstiefel der perfekt geeignet ist für alle Arten von Untergründen. Vom Asphalt bis zum Waldboden dieser Schuh bietet dir genügend Halt und Gripp.

Mit diesem Schuh kannst du technisch anspruchsvolle Touren absolvieren. Wandern über Stock und Stein kannst du mit diesem Schuh gut, da er auf die verschiedenen Bodenbedingungen eingeht. Wanderwege sind nicht immer gut aufbereitet aber auch auf diesen Wegen wirst du dich mit dem Jack Wolfskin Schuh wohlfühlen. Steiniges Gelände, Schlamm und Schnee sind ebenso keine Herausforderung.

Die Schuhe sind auf hohe Bewegungsfreundlichkeit ausgerichtet. Bei Jack Wolfskin wird Dämpfung und Flexibilität großgeschrieben, somit kannst du mit diesen Schuhen auch längere Zeit bequem laufen.

Dieser Leichtwanderschuh unterstützt dich bei verschiedenen Geländetypen. Steigeisen können bei diesem Schuh nicht angelegt werden.

Material: Obermaterial/ Innenmaterial/ Außensohle/ Innensohle/ Verschluss

Von Anfang an in gutes Material zu investieren, macht sich bei der ersten längeren Tour voll und ganz bezahlt. Bei diesem Schuh wurde bei den Materialien auf Eigenschaften wie gute Dämpfung, Flexibilität, gutes Wasserverhalten und Atmungsaktivität geachtet. Die Materialzusammensetzung besteht aus Velours-Leder, Mesh-Gewebe; Circuliner und 100 % Polyester.

Der Schaft des Schuhs besteht aus Velourleder. Velourleder ist oftmals auch unter dem Begriff Wildleder bekannt. Velourleder ist schweißdurchlässiger als andere Materialien. Der Schuh hat ein sehr niedriges Gewicht, das erklärt sich durch seine großen Einsätze aus luftigem Polyestergewebe im Schaft.

In den Wanderschuhen wurde als Innenmaterial eine Wetterschutz-Technologie Texapore in einer Bootie-Konstruktion verarbeitet. Der Wetterschutz sorgt dafür,dass deine Füße nicht nass werden und geben dir die nötige Durchlüftung. Darunter befindet sich ein Kunstfaser- Futter. Diese nimmt den Schweiß direkt vom Fuß auf und leitet ihn nach außen weiter. Die Schuhe sind an Zehen und Ferse mit abriebfesten Schutzkappen aus Gummi ausgestattet, somit gewinnt der Schuh an Haltbarkeit und Qualität dazu.

Die Traction-Sohle gibt dem Jack Wolfskin Vojo Hike Mid Texapore zusätzliche Stabilität und Festigkeit. Die Sohle ist auch besonders leicht, dämpft aber dennoch sehr gut. Zudem bietet sie ein gutes Abrollverhalten, also optimal für längere Touren. Das Profil bei den Schuhen ist für unterschiedliche Geländetypen gemacht und auch bei schwierigem Terrain bietet es genügend Halt.

Der Verschluss dieser Schuhe sind Schnürsenkel, mit zusätzlichen Metallösen am Schaft für zusätzlichen Halt.

Schuhmaße: Absatzhöhe/ Absatzform/ Schafthöhe/Schaftweite/ Schuhweite/ Gewicht

Die Absatzhöhe liegt bei 1,3 cm und die Absatzform ist flach.

Die Schaftweite als auch die Schuhweite ist normal und somit für die meisten Füße bestens geeignet.

Durch die modernen Materialien ist der Schuh sehr leicht.

Atmungsaktivität/ Wasserverhalten

Atmungsaktiv und wasserabweisend sind bei diesem Schuh durch die Wetterschutz-Technologie Texapore gegeben.

Das Texapore sorgt für ein gutes Fußklima und leitet den Schweiß gut ab. Zudem trocknet es sehr schnell.

Um sich vor Wasser zu schützen gilt, Vor Gebrauch den Schuh imprägnieren. Dieser Schuh kann ohne Probleme als „waterproofed“ bezeichnet werden.

Die besten wasserdichten Bergschuhe

Der Lico Milan Trekking- & Wanderstiefel ist ein sehr preiswerter Wanderschuh mit all seinen Vor- und Nachteilen.

Der Schuh ist toll zum Einsteigen und testen, ob einen der Wandersport Spaß macht, bevor man sich in die Unkosten eines Profischuhes stürzt.

Redaktionelle Einschätzung

Einsatzgebiet/ Steigeisen möglich?

Ein einfacher und schöner Bergschuh im klassischen Design, mit Ledereinsätzen und in Naturfarben erhältlich. Der Lico Milan ist ein toller Einsteigerwanderschuh für einfache und eher anspruchslose Wanderungen.

Das klassische Einsatzgebiet ist Trekking und er gehört am ehesten der Kategorie A/B zugeordnet. Du bist gerne unterwegs auf Wald und Wiesenwegen und fühlst die längeren, einfachen Wanderungen gewachsen, dann brauchst du unbedingt diesen Schuh. Wir empfehlen diese Wanderstiefel auch jeden Touren im Flachland oder den Voralpen plant.

Dieser Allrounder ist eher für befestigte Wege gedacht, aber kleinere Unebenheiten sind kein Problem. Er bietet dir viel Komfort und gutes Abrollverhalten, hat aber dennoch genug Halt und durch seinen Schaft genügend Schutz. Die Sohle wird schon in einer steiferen und dickeren Ausführung angeboten. Steigeisen kannst du aber in dieser Kategorie noch nicht anlegen.

Material: Obermaterial/ Innenmaterial/ Außensohle/ Innensohle/ Verschluss

Die Wahl des Materials wurde bei diesem Schuh seinem Zweck und Einsatzgebiet angepasst und bietet dir alles was du brauchst. Leder, Textil und Gummi sind die beteiligten Materialien bei diesem Schuh.

Das Obermaterial besteht aus zwei unterschiedlichen Materialien. Einerseits ist Velourleder beteiligt und andererseits besitzt der Schuh Nyloneinsätze. Velourleder ist oftmals auch unter dem Begriff Wildleder bekannt. Im Gegensatz zum Nubukleder ist es faseriger und offenporiger. Velourleder ist auch schweißdurchlässiger als andere Materialien.

Unter dem Velourleder befindet sich eine Comfortex-Klimamembrane. Diese sorgt für eine gute Atmungsaktivität und egal ob bei kaltem oder warmen Wetter der Fuß wird gut temperiert. Zudem verfügt der Trekkingsstiefel über eine angenehme Laschen- und Schaftpolsterung.

Das Innenmaterial ist ein Textilfutter und weiteres verfügt der Lico Milan über herausnehmbare Textileinlegesohlen.

Die Außensohle ist aus Gummi. Diese Sohle zeugt vor allem von Rutschfestigkeit. Gummisohlen behalten auch gut ihre Ursprungsform.

Der Verschluss dieser Schuhe ist der klassische Schnürsenkel. Die Schnürsenkel können bis zu den Knöcheln hoch gebunden werden und geben den Fuß den benötigten Halt. Der Fuß ist außerdem vor dem Umknicken besser geschützt.

Schuhmaße: Absatzhöhe/ Absatzform/ Schafthöhe/Schaftweite/ Schuhweite/ Gewicht

Die Absatzhöhe ist bei diesem Schuh genau 4 cm hoch. Die Absatzform ist flach. Der Schaft ist knöchelhoch, dadurch bietet der Schuh besseren Halt und mehr Isolation.

Schaftweite und Schuhweite lassen sich in dem Bereich normal einordnen. Das Gewicht ist bei diesem Schuh trotz Schaft wirklich herausragend, er hat nur 499 g.

Atmungsaktivität/ Wasserverhalten

Jeder Wanderschuh sollte atmungsaktiv sein und ein gutes Wasserverhalten haben, achte bei einem Schuhkauf immer auf diese Eigenschaften.

Durch die Comfortex Klimamembran herrscht ihm Schuh eine gute Luftführung. Die Geruchsbildung ist relativ gering und er trocknet durch diese Membran relativ schnell.

Durch die zwei verschiedenen Materialien beim Obermaterial ist die Schuhpflege etwas schwierig, du solltest ein Produkt verwenden das für Leder als auch Nylon geeignet ist. Der Schuh selbst wird als water-resistant bezeichnet.

Die besten Bergschuhe für Damen

Der Lytos Wanderschuh ist ein Schuh für jedes Gelände und jede Witterung.

Ein Wanderschuh der speziell für den Bergsport entwickelt wurde. Stabilität, viel Grip und Robustheit sind Eigenschaften die sich dem Lytos zuordnen lassen.

Redaktionelle Einschätzung

Einsatzgebiet/ Steigeisen möglich?

Der Lytos Wanderschuh lässt sich in die Kategorie B einordnen. Robustes, graues Leder knöchelhohe Schnürung ein toller Wanderschuh für unterschiedliche Wanderungen.

Jetzt kommen wir schon in die Richtung der anspruchsvolleren Wanderungen. Schuhe der Kategorie B werden auch gerne als die klassischen Trekkingschuhe bezeichnet. Dieser Schuh ist perfekt für Bergwege aller Art, aber auch für alpine Touren auf ausgebauten Wegen. Mehrtageswandertouren sind kein Problem, er weißt tolle Eigenschaften bei Dauerbelastung auf.

Er vereint einen hohen Schaft mit einer steifen Sohle und bietet dir somit einen sicheren Halt. Eine gut Dämpfung vervollständigt einen super Wanderschuh und gibt deinen Füßen das perfekte Umfeld.

Nicht geeignet ist der Schuh für sehr kalte Bedingungen und Gletscherbegehungen, auch für sehr hohe Lagen sind sie nicht gemacht. Dieser Wanderschuh ist für Steigeisen nicht geeignet.

Berggehen und jede Art von Outdoorsport kannst du mit diesem Schuh gut machen. Ein richtiger Allrounder für fast jedes Gelände.

Material: Obermaterial/ Innenmaterial/ Außensohle/ Innensohle/ Verschluss

Die Materialien die bei diesen Schuh verwendet wurden sind hauptsächlich Leder und Synthetik. Guter Verarbeitung und hohe Qualität erwarten dich bei diesem Wanderstiefel.

Das Obermaterial ist ein klassisches Leder und benötigt auch dementsprechend gute Pflege. Leder ist ein tolles Material, es ist nicht nur stark und fest sondern mit dem richtigen Einlaufen, ist der Schuh sehr gemütlich. Um das Material am besten zu schützen vor Nässe und Hitze solltest du sie hin und wieder imprägnieren, das machst du am besten wenn sie sauber aber noch nicht ganz trocken sind. Nach dem Imprägnieren kannst du sie noch mit einer Wachscreme verwöhnen. Der Schuh wiest eine weitere Besonderheit auf, er hat GFK-Verstärkungen im Fersen-, Zehen- und Schaftbereich. Durch diese Verstärkung besitzt der Schuh noch höhere Seitenstabilität.

Das Innenmaterial ist eine Ultra Comfort Technology Membran, durch diese ist der Schuh noch gemütlicher und passt sich den Füßen gut an.

Die besondere Materialzusammensetzung bietet besten Gripp und sorgt somit für bestmögliche Sicherheit beim Wandern.

Die Außensohle besteht aus einer besonderen Materialzusammensetzung. Diese Materialzusammensetzung sorgt für guten Gripp und somit auch für mehr Sicherheit und Halt beim Wandern.

Schnürsenkel sind die beste Verschlussmethode bei Bergschuhen und auch der Lytos besitzt eine Schnürung. Der Fuß kann in verschiedenen Partien unterteilt werden und jede Partie hat andere Anforderungen. Durch eine Schnürung kannst du unterschiedlich fest in jeder Partie arbeiten.

Schuhmaße: Absatzhöhe/ Absatzform/ Schafthöhe/Schaftweite/ Schuhweite/ Gewicht

Der Schuh besitzt eine Absatzhöhe von 2 cm und einen Blockabsatz. Der Schaft ist knöchelhoch und schützt dich somit vor Verstauchungen.

Die Schuhweite ist für Bergschuhe normal und der Schuh ist gut zu tragen. Die Schaftweite ist auch als normal einzustufen. Das Gewicht ist in Ordnung, man kann gut längere Zeit mit ihm unterwegs sein.

Atmungsaktivität/ Wasserverhalten

Atmungsaktivität und Wasserverhalten sind zwei unverzichtbare Faktoren bei Bergschuhen. Der Lytos besitzt ein gutes Klima und kann als water-resistant bezeichnet werden.

Der Schuh ist gut gefüttert und bei kalten Bedingungen hat er ein gutes Klima. Auch bei warmen Bedingungen macht er einen guten Job und schützt dich vor Schweißfüßen.

Dieser Bergschuh ist stark Spritzwasserabweisend, jedoch ist er nicht vollkommen wasserdicht. Er ist ein richtiger Outdoorschuh. Nur nicht vergessen, imprägnieren bis das Wasser abperlt.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Bergschuhe kaufst

Welche Anforderungen müssen Wanderschuhe erfüllen?

Je nach Einsatzgebiet gibt es auch noch Unterschiede in Materialien und Eigenschaften des Bergschuhes. Im folgendes Abschnitt sind die Anforderungen des Bergschuhes nach Material, Futter und Sohle aufgeteilt.

Das Material

Für anspruchslose Wanderungen bieten sich vor allem Materialien mit wenig Gewicht an. Schuhe aus Kunstfaser, synthetisches Leder oder Wildleder eignen sich hierzu.

Für Bergwanderungen sollte auf Kunstfaser weitgehend verzichtet werden und robuste Materialien, wie Nubukleder, sind hier zum Empfehlen.

Im Alpinen Bereich sind Materialien, wie Leder mit Einsätzen aus verstärkten Kunstfasern, beliebt.

Das Futter

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Grob kann man zwischen zwei Futtermaterialien unterscheiden:

  • Leder
  • Kunstfaser

Bei Lederschuhen hängt alles von der Pflege ab, gute Pflege sorgt für einen nahezu wasserdichten Schuh. Leder bietet zu dem einen außergewöhnlichen Tragekomfort, weil es sich nach der Einlaufphase gut an den Fuß anpasst.

Weitere Vorteile von Leder sind die Langlebigkeit und die Atmungsaktivität.

Kunstfasern sind von Anfang an wasserdicht und sie benötigen keine allzu aufwendige Pflege. Sie trocknen auch schneller als Lederschuhe und sind somit bei Kälte besser geeignet.

Zusammenfassend ist Leder bei Tagestouren zu empfehlen, da es atmungsaktiver ist und Kunstfasern sind bei Mehrtagestouren zu empfehlen, da sie schneller trocknen.

Die Sohle

Nicht nur der Bergschuh an sich kann in vielen verschiedenen Arten vorkommen, auch die Sohle gibt es in allen Variationen. Die Sohle sollte genau wie der ganze Schuh auf das gewünschte Einsatzgebiet abgestimmt sein.

Bei leichten Wanderungen ist ein selbstreinigendes Profil von großem Vorteil. Allzu ausgeprägt braucht das Profil jedoch nicht sein, da du meist auf befestigten Wegen unterwegs bist.

Bei Bergwanderungen sollte das Profil schon etwas gröber sein, um dir ausreichend Halt zu bieten. Hier schaust du am besten auf steilere Zähne, keine Führungsrinnen und einen guten Absatz.

Beim richtigen Bergsteigen sollte der Schuh etwas offener im Frontbereich sein.

Beim Hochtouren gehen sollte es sehr grob und tief sein um dir im Schnee ausreichend Stabilität zu gewährleisten.

Wo liegen die Vorteile von einem guten Bergschuh und woran erkennst du diesen?

Um einen tollen Tag in den Bergen genießen zu können, ist eine schmerzfreie und trittsichere Wanderung das A und O. Ein guter Bergschuh bedeutet Sicherheit, Schutz vor Klimaeinflüssen und Schonung deiner Füße vor zu starker Belastung.

Bei der Auswahl des Bergschuhes solltest du mindestens die Klassifikation B wählen, da diese Schuhe bereits gut geeignet sind für einfache Bergwege. Diese Klasse garantiert dir auch schon einen sicheren Halt.

Prinzipiell sollte der Schuh dir das Gefühl geben, dass er fest sitz und dir ausreichend Stabilität bietet.

Der Schaft eines Bergschuhes sollte am Besten über die Knöchel gehen, so verleiht er dir noch mehr Trittsicherheit und schützt dich vor Verstauchungen.

In den Bergen erwartet dich vor allem unwegsames Gelände und die Wege können voller Geröll und Unebenheiten sein. Achte bei einem neuen Schuh immer auf ausreichend Profil.

Gute Bergschuhe können dich eine lange Zeit in den Bergen begleiten. Sie halten etwa 10 bis 15 Jahre, abhängig von deiner liebevollen Pflege. Achte auf eine gute Verarbeitung und auf die Möglichkeit die Schuhe neu zu besohlen.

Checkliste für einen guten Bergschuh

  • Genügend Stabilität und Robustheit
  • Ausreichend Profil und gute Traktion
  • Gutes Abrollverhalten für komfortables Gehen
  • Knöchelhoher Schaft
  • Möglichst geringes Gewicht
  • Mindesten Klasse B
  • Kontrolle der Verarbeitung, gute Naht
  • Wasserabweisendes Material
  • Schweißableitende Eigenschaften
  • Austauschbare Sohle

Welche Größe brauche ich?

Immer 1 cm Spielraum bei den Zehen einplanen!

Ein Wandertag kann ganz schön anstrengend sein, angeschwollene Füße, blaue Zehen und schmerzhaften Blasen sind oftmals die unangenehmen Folgen. Die richtige Größe kann dir helfen, auch nach einem erfolgreichen Wandertag, wild herum zu hüpfen.

Der Fuß hat beim Wandern andere Bedürfnisse als im Alltag und er ist auch viel mehr Belastungen ausgesetzt.

5 Dinge die du bei der Auswahl der Größe beachten solltest:

  • Größenangaben dienen oft nur zur Orientierung und je nach Hersteller können sie variieren.
  • Bei einem langen Wandertag können die Füße auch schon mal dick werden, am besten bei der Größe einkalkulieren.
  • Für das bergab gehen sollten die Zehen noch einen halben Zentimeter Spielraum haben
  • Wandersocken sind oftmals dicker als normale Alltagssocken
  • Fester Sitz für den Fuß, aber die Zehen sollten sich noch gut bewegen können

Was kostet ein Bergschuh?

Bergschuhe gibt es in allen Preiskategorien, von 70 bis 400€. Wir raten dir zu überlegen wie oft und wofür du deine Wanderschuhe brauchst und dann auch in dieser Preiskategorie zu suchen.

Werfe doch einen Blick auf unsere Angebotsseite, dort siehst du welcher Bergschuh gerade besonders günstig ist.

Für einfache Touren benötigst du wahrscheinlich keinen 400€ Schuh mit all seinen Vorteilen. Wenn du aber Großes vorhast, spare nicht bei den Schuhen, da du beim Wandern keine Ersatzschuhe mitnehmen kannst. Du bist wirklich abhängig von deinen Schuhen und kannst sie nicht einfach austauschen.

Neue Bergschuhe kaufst du außerdem nicht jedes Jahr. Wenn du den perfekten Schuh gefunden hast, kann es gut sein, dass er dich 10 bis 15 Jahre begleitet.

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Gerade bei längerem Hiking beziehungsweise wandern sind qualitativ hochwertige Schuhe essentiell von Bedeutung. So lässt sich auch eine Pause deutlich mehr genießen. Quelle: Pixabay.com

Wo kannst du Bergschuhe kaufen?

Bergschuhe kannst du in vielen Sportgeschäften, Fachgeschäften, Outdoor- Läden, Manufakturen und natürlich über das Internet kaufen.

Besonders diese Anbieter sind bei der Internetrecherche aufgefallen:

  • Idealo
  • Limango
  • Bergfreunde
  • Hervis
  • Bergfuchs
  • Campz
  • Zalando
  • Sportcheck
  • Amazon

Alle Outdoorschuhe, die wir dir auf unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen, sodass du gleich zuschlagen kannst wenn du den perfekten Schuh gefunden hast.

Entscheidung: Welche Arten von Wanderschuhen gibt es und welche sind die richtigen für dich?

Die Wahl des richtigen Bergschuhes ist der erste Schritt für traumhafte Tage in den Bergen. Es gibt viele verschiedene Arten von Bergschuhen, vom einfachen Freizeitschuh bis hin zum Expeditionsschuh.

Um sich bei dieser Auswahl leichter zu recht zu finden, werden Wanderschuhe in Anwendungskategorien nach Alfons Meindl von A bis D eingeteilt.

  • Klasse A: Freizeitschuh
  • Klasse A/B: leichter Wanderschuh
  • Klasse B: anspruchsvolle Wanderungen
  • Klasse B/C: schwierige Wanderungen
  • Klasse C: Bergwanderungen auf schweren & alpinen Bergwegen
  • Klasse D: Hochalpine Touren

Je nachdem ob du lieber einen gemütlichen Spaziergang machst oder bereits den Mount Everest erklimmen möchtest, im nachfolgendem Abschnitt findest du alle Kategorien mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen.

Was sind die Vor- und Nachteile von Wanderschuhen der Klasse A?

In der Klasse A befinden sich vor allem Freizeitschuhe und Alltagsschuhe. Diese Bergschuhe eignen sich perfekt zum Reisen, da sie bequem sind und man den ganzen Tag mit ihnen herumlaufen kann. Diejenigen die sich für Walking begeistern können, sind in dieser Kategorie auch richtig.

Vorteile
  • bequeme, weiche Schuhe
  • flexible Sohle
  • Allrounder
  • gut bei Wald und Wiesenwegen
  • leichter Schuh
Nachteile
  • geringe Dämpfung
  • nicht steigeisenfest
  • nur für flache befestigte Wege geeignet
  • kurzer Schaft

Die flexible Sohle erhöht den Tragekomfort, jedoch hat er dadurch auch eine geringere Dämpfung. Der Allrounder hat einen kurzen Schaft mit weichem Material. Mit diesem Schuh solltest du noch nicht an das richtige Berggehen denken, und steigeisenfest ist er natürlich auch nicht.

Für den Sonntagsspaziergang oder eine kleine Tour durch Wald und Wiesen, mit der Klasse A hast du den richtigen Schuh gefunden. Er zeichnet sich durch sein geringes Gewicht aus und kann ohne Probleme den ganzen Tag getragen werden.

Was sind die Vor- und Nachteile von Wanderschuhen der Klasse A/B?

Du bist gerne im Flachland, dem Mittelgebirge bzw. in den Voralpen unterwegs, dann ist der A/B Schuh genau der richtige für dich.

Der A/B Schuh ist ein leichter Wander- bzw. Trekkingschuh und eignet sich gut bei befestigten Wegen, wo auch schon mal ein paar Unebenheiten sein können.

Vorteile
  • viel Komfort
  • gutes Abrollverhalten
  • fester Schuh
  • hoher Schaft
Nachteile
  • nicht steigeisenfest
  • Wege müssen noch gut befestigt sein
  • schon steife und dicke Sohle

Viel Komfort und gutes Abrollverhalten erwarten dich in dieser Kategorie. Dennoch ist er eine fester Schuh der dir genügend Halt bietet. Im Gegensatz zum A Schuh hat dieser Wanderschuh schon einen höheren Schaft, der dich vor Verstauchungen schützt.

Trotzdem sollten die Wege, die du begehst, noch gut befestigt sein. Die Sohle wird schon in einer steiferen und dickeren Ausführung angeboten. Steigeisen kannst du auch in dieser Kategorie noch nicht anlegen.

Dieser Schuh eignet sich besonders zum Begehen von Forstwegen, Wirtschaftswegen und Hüttenwegen, die noch relativ gut befestigt sind.

Er kann auch als Einsteigerwanderschuh gesehen werden, der einfach gemütlich ist. Mit diesem Schuh steht deiner Wanderung im Flachland, Mittelgebirge oder in den Voralpen nichts mehr im Wege.

Was sind die Vor- und Nachteile von Wanderschuhen der Klasse B?

Jetzt kommen wir schon in die Richtung der anspruchsvolleren Wanderungen. Schuhe dieser Kategorie werden auch gerne als die klassischen Trekkingschuhe bezeichnet und vervollständigen oft das Bild des klassischen Wanderers mit voll bepacktem Rucksack, entschlossener Mine und zwei Trekkingstöcke an der Seite.

Dieser Schuh ist perfekt für Bergwege aller Art, aber auch für alpine Touren auf ausgebauten Wegen.

Vorteile
  • gut bei Dauerbelastung
  • stabiler Schaft
  • steife Sohle
  • verleiht sicheren Halt
  • gute Dämpfung
Nachteile
  • nicht steigeisenfest
  • nicht geeignet für Klettersteige
  • nicht verwenden bei sehr kalten Bedingung
  • nicht für sehr hohe Lagen geeignet

Stundenlange Wanderungen ohne den richtigen Schuh können schnell unangenehme Folgen haben. Klasse B ist hier der Schuh der bei Dauerbelastung tolle Eigenschaften aufweisen kann.

Er vereint einen hohen Schaft mit einer steifen Sohle und bietet dir somit einen sicheren Halt. Eine gut Dämpfung vervollständigt einen super Wanderschuh und gibt deinen Füßen das perfekte Umfeld.

Bei sehr kalten Bedingungen und sehr hohen Lagen ist dieser Bergschuh nicht mehr geeignet, da solltest du in den nächsten Kategorien suchen. Auch von Klettersteigen würden wir mit diesem Schuh Abstand nehmen. Steigeisen kannst du auch noch nicht anlegen.

Für eine mehrtägige Wandertour mit viel Gepäck ist jedoch dieser Schuh der beste Begleiter.

Was sind die Vor- und Nachteile von Wanderschuhen der Klasse B/C?

Schuhe dieser Kategorie können schon als schwere Trekkingstiefel bezeichnet werden. Egal ob ein schlechter Pfade, viel Geröll oder ein Klettersteig, dieser Schuh wird dich bestens unterstützen.

Vorteile
  • sehr hohe Schnürung
  • steife Sohle, tiefes Profil
  • oft wiederbesohlbare Modelle
  • hoher stabiler Schaft
  • für Grödel und Steigeisen geeignet
Nachteile
  • kein so gutes Abrollverhalten
  • nicht für einfache Wanderungen
  • steifer als normale Wanderstiefel

Er zeichnet sich durch eine hohe Schnürung aus. Mit zusätzlichen Metallösen am Schaft kannst du gezielt deinen Fuß unterstützen. Jetzt geht es schon in unwegsamerer Gegenden und da brauchst du ein tiefes Profil und eine steife Sohle, beides ist beim B/C Schuh vorhanden.

Wanderschuhe können dich bis 15 Jahre begleiten, jedoch ist die Sohle der Teil der am größten beansprucht wird. Viele Modelle dieser Kategorie sind wiederbesohlbar, um das Wandervergnügen zu verlängern. Teilweise sind Bergschuhe dieser Kategorie schon Grödel und Steigeisen geeignet.

Nachteile dieser Kategorie sind, das schlechtere Abrollverhalten und die zunehmende steife der Wanderschuhe. Für einfache Wanderungen ist dieser Schuh nicht mehr zu empfehlen, er ist auch nicht mehr so gemütlich.

Du machst aber gerne anspruchsvollere Wanderungen in schwierigeren Gelände, dann ist der B/C Schuh genau der richtige für dich.

Was sind die Vor- und Nachteile von Wanderschuhen der Klasse C?

Du möchtest Touren im Hochgebirge machen, auf Gletschern herumwandern und schreckst auch nicht vor den härtesten Trekkingtouren zurück, dann benötigst du unbedingt die Klasse C.

Diese festen Alpenstiefel sind auch schon bedingt steigeisenfest. Mehrtägige Touren im Winter oder in größer Höhe stellen für diesen Schuh keine Herausforderung da.

Vorteile
  • bedingt steigeisenfest
  • harte, biegesteife Sohle
  • hoher Schaft meist isoliert
  • viel Gepäck ist kein Problem
  • extrem robuste Materialien
Nachteile
  • hohes Gewicht
  • sehr steifer Schuh
  • kein Schuh für normale Touren

In der Klasse C kannst du meist schon ohne Probleme Steigeisen anlegen. Bei Touren die du mit diesen Schuhen machen möchtest, brauchst du diese auch. Ein weiterer Vorteil ist die sehr harte und biegesteife Sohle, die dich durch sehr unwegsames Gelände trägt.

Durch die kalten Witterungen bietet der Schuh einen hohen Schaft, der auch oftmals noch zusätzlich isoliert ist.

Touren mit viel Gepäck sind auch kein Problem. Schuhe dieser Kategorie sind oftmals sehr starker Beanspruchung ausgesetzt, darum werden sie mit extrem robusten Material hergestellt.

Nachteile sind das sehr hohe Gewicht und die zunehmende Steifheit des Sicherheitsschuhs.

Was sind die Vor- und Nachteile von Wanderschuhen der Klasse D?

Dieser steigeisenfester Alpenstiefel trägt dich über Gletscher und schwer kombiniertes Gelände. Idealer für lange Wintertouren und große Höhen. Du liebst die Herausforderung und das Extreme, die Klasse D ist deine Kategorie.

Klasse D ist der Expeditionsschuh für Höhen- und Extrembergsteiger. Gletschertouren und auch Eistouren  können mit diesem Schuh gut unternommen werden.

Vorteile
  • absolut steife Sohle
  • harter Schaft
  • warm gefüttert
  • absolut steigeisenfest
  • oft mit herausnehmbaren, isolierenden Innenschuh
Nachteile
  • hohes Gewicht
  • steifer Schuh
  • lange Eingewöhnungsphase

Dieser Schuh unterstützt dich durch seine absolut steife Sohle und einen hohen harten Schaft. In den kalten Gegenden auf großer Höhe benötigst du einen alpinen Schuh der deine Füße nicht kalt werden lässt. Darum werden diese Schuhe warm gefüttert oder mit herausnehmbaren, isolierenden Innenschuh angeboten.

Nachteile sind das sehr hohe Gewicht und wie auch schon in der Kategorie C die hohe Steifheit. Am Anfang fühlen sich diese Schuhe etwas unangenehm an und du brauchst eine längere Eingewöhnungsphase.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Bergschuhe vergleichen und bewerten

Im folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Bergschuhe vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmter Schuh für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Einsatzgebiet
  • Größe
  • Farbe
  • Verschluss
  • Material
  • Schuhmaße
  • Gewicht
  • Atmungsaktivität
  • Wasserverhalten
  • Steigeisen möglich?

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst.

Einsatzgebiet

Auf die möglichen Einsatzgebiete von Bergschuhen sind wir bereits weiter oben genauer eingegangen. Dennoch möchten wir an dieser Stelle erwähnen, dass das Einsatzgebiet das wichtigste Kaufkriterium ist.

Einsatzgebiet kann man auch mit der Kategorie gleichsetzen. Kategorien gibt es von A-D, vom einfachen Spaziergang bis hin zum Eisklettern.

Bevor du einen Schuh kaufst, solltest du dir gut überlegen für was du ihn benutzen möchtest. Folgende Fragen solltest du dir stellen:

  • Möchtest du den Schuh vermehrt bei warmen oder kalten Temperaturen tragen?
  • Mit leichtem oder schweren Gepäck?
  • Auf Ein- oder Mehrtageswandertouren?
  • Welches Gelände wirst du vermehrt aufsuchen?

Das Einsatzgebiet als Kaufkriterium hilft dir bei der grundsätzlichen Entscheidung und in Kombination mit weiteren Kaufkriterien wirst du bestimmt die richtige Wahl treffen.

Die richtige Größe

Die Schuhgröße ist wohl eine der wichtigsten Eigenschaften. Jeder Hersteller bietet eine andere Bandbreite von Größen an. Damenschuhe beginnen meist schon bei der Größe 36 EU und reichen bis zu der Größe 43 EU.

Herrenschuhe hingegen beginnen meist erst bei der Größe 39 EU und reichen bis teilweise Größe 50 EU.

Die Größenwahl bei Bergschuhe sollte gut überlegt sein, da sonst blaue Zehen und schmerzhafte Blasen die Folge sein können. Im Bereich Ratgeber haben wir uns schon ausführlicher mit der Frage „Welche Größe brauche ich?“ beschäftigt.

Je nach Hersteller können die Schuhgrößen etwas variieren. Bei Wanderschuhen raten wir dir immer eine Nummer größer einzuplanen, da der Fuß dick werden kann und die Wandersocken Platz brauchen.

Zu kleine Schuhe können dir jede Freude am wandern rauben. Grundsätzlich gilt fester Sitz für den Fuß, aber dennoch ausreichend Spiel für deine Zehen.

Farbe

Die Farbe deiner Wanderschuhe ist wohl keine Frage des Nutzen, sondern eher eine Frage des Geschmacks. Viele der Schuhe werden in mehreren Farbvariationen angeboten, damit für jeden etwas dabei ist.

Wandern ist eine Aktivität bei der man der Natur so richtig nahe ist, darum möchten sich viele Wandere auch farblich anpassen. Ein Großteil der Wanderschuhe wird in Naturfarben angeboten, wie etwa braun, grau, schwarz, grün, blau und beige.

Bei Naturfarben sieht man den Schmutz auch nicht so schnell.

Jedoch könntest du auch einmal etwas Wildes ausprobieren und dir grelle Schuhe in Neonfarben zulegen. Natürlich müssen die Schuhe zu deinem Wanderoutfit passen, damit du am Berg der richtige Hingucker bist.

Verschluss

Schnürsenkel sind die beste Verschlussmethode bei Bergschuhen. Der Fuß kann in verschiedenen Partien unterteilt werden und jede Partie hat andere Anforderungen. Durch eine Schnürung kannst du unterschiedlich fest in jedem Bereich arbeiten.

Einmal zu geschnürt und fertig, so einfach ist es beim Wandern leider nicht. Am Anfang muss der Fuß erst warm werden. Nach 30 Minuten unbedingt nochmal nachbinden. Je nach dem ob du bergauf oder bergab gehst, brauchst du auch eine unterschiedliche Schnürung.

Achte bei den Schuhen auf zusätzliche Metallösen am Schaft. Somit kannst du nach Bedarf deinen Füßen einen noch besseren Halt bieten.

Auf was musst du beim Material achten?

Je nach Schuhmodell unterscheiden sich die Materialien, genauer solltest du dir das Obermaterial, das Innenmaterial und die Außensohle anschauen.

Das Obermaterial kann aus Synthetik oder Leder bestehen. Verlourleder und Nubukleder werden gerne verwendet, da sie robust, wasserabweisend und dennoch atmungsaktiv sind. Unter dem Leder befindet sich manchmal eine Vollgummi- Ummantelung um einen noch besseren Schutz zu erreichen.

Das Gegenmodell zum Leder ist ein Synthetikmaterial. Synthetik ist relativ leicht und passt sich auch den Fuß schneller an als Leder. Für nicht allzu anspruchsvolle Wanderungen würde ich dieses Material empfehlen, da es völlig ausreichend ist. Synthetik trocknet auch schneller als Leder.

Als Innenmaterial eignet sich besonders eine Gore- Tex Membran. Diese ist sehr dünn und wiegt sehr wenig. Das Gore- Tex Material schafft ein optimales Fußklima. Der Schweiß vom Fuß wird aufgenommen und weitergeleitet, es kommt zu einer geringen Geruchsbildung. Die Gore- Tex Membran punktet auch durch schnelles trocknen.

Um über Stock und Stein wandern zu können, benötigst du eine gute Außensohle die alle Stöße dämpft und dir trotzdem ausreichend Profil bietet. Gummi ist bei der Sohle das am häufigsten verwendete Material.

Bergschuhe

Es ist wichtig, dass du auf jeden Fall die passende Größe für die wählst da du die Schuhe, bis du einmal los gegangen, nicht mehr so schnell wechseln kannst. Somit könnte der Wanderausflug sehr schmerzhaft für deine Füße werden. Quelle: Pixabay.com

Schuhmaße

Absatzhöhe, Absatzform, Schafthöhe, Schaftweite und Schuhbreite diese Kriterien kannst du bei den Wanderschuhen noch zusätzlich beachten.

Der Schuhabsatz bietet dir bei deinen Touren zusätzlich halt. Bei dem Absatz solltest du auf die Absatzhöhe und auf die Absatzform achten. Die Höhe kann von unter 1 cm bis fast 4 cm reichen. Die Form kann flach sein, oder auch etwas steiler.

Der Schaft beim Schuh bietet dir mehr Halt und schützt dich vor Verletzungen. Für einfache Touren ist ein hoher Schaft kein muss. Es genügt auch ein Wanderhalbschuh, da dieser Schuh leichter und auch angenehmer zu tragen ist.

Wenn es dann aber schon in Richtung anspruchsvollere Touren geht, empfehlen wir dir einen höheren Schaft. Auch die Schaftweite solltest du beachten, hier kann es zu unangenehmen Zwicken kommen.

Schuhgröße ist die eine Sache aber was ist mit der Schuhbreite? Breite Füße brauchen Platz und das solltest du bei deinem Kauf unbedingt beachten. Der Fuß schwillt beim Wandern auch oftmals noch an.

Diese Angaben sind nicht bei jedem Schuh vorhanden, hier kannst du dir aber durch genauere Begutachtung der Bilder und der Bewertungen abhelfen.

Die Frage des Gewichts

Jedes Gramm zählt! Bei einem langen Wandertag sind leichte Schuhe ein Segen. Für kurze Strecken ist das Gewicht kein allzu wichtiges Kaufkriterium. Du planst aber Mehrtageswandertouren durchs Gebirge? Werfe unbedingt einen Blick auf das Gewicht.

Jeder Hersteller versucht so leicht wie möglich zu produzieren, denn jedes zusätzliche Gramm ist für die Füße eine Belastung. Es ist oftmals schwierig ein Gleichgewicht zwischen robusten und leichten Schuhen zu schaffen.

Wie bei jedem Kaufkriterium ist es auch hier wieder essentiell zu überlegen für welchen Zweck du die Schuhe brauchst.

Atmungsaktivität

Schweißfüße will keiner haben, schaue dass du einen atmungsaktiven Schuh kaufst. Besonders die Gore- Tex Membran wirbt mit atmungsaktiven Eigenschaften und viele Bergschuhe sind auch mit diesem Material ausgestattet.

Hier eine kurze Checkliste für ein gutes Fußklima:

  • Achte auf ein atmungsaktives Obermaterial
  • Der Schuh sollte auch nach langem tragen noch gut durchlüftet werden
  • Die Feuchtigkeit vom Fuß muss abgeleitet werden
  • Wenn es zu starker Geruchsbildung kommt, dann läuft etwas schief
  • Atmungsaktiv heißt nicht wasserdurchlässig
  • Die richtige Pflege ist auch hier nicht zu unterschätzen

Nach dem Wandern solltest du auch deine Schuhe gut durchlüften und wenn sie nass sind mit Zeitungspapier ausstopfen und langsam trocknen lassen. Die korrekte Pflege ist wichtig, damit die Schuhe ihre Eigenschaften nicht verlieren.

Wasserverhalten

Gore- Tex und Leder kämpfen um den Platz des besten Materials. Die Frage ist, wer liegt in Punkto Wasserverhalten in Führung?

Es gibt zwei Begriffe die im Bezug auf das Wasserverhalten öfters fallen. Einerseits der Begriff wasserabweisend, das bedeutet der Schuh kann längerer Zeit dem Wasser standhalten. Staunässe, Regen und Schnee sollten somit kein Problem sein, er ist gebrauchsdicht.

Der zweite Begriff den man oft hört ist wasserdicht. Wasserdicht heißt der Schuh darf unter keinen umständen Wasser durchlassen. Wasser darf nicht von außen durch den Schuh nach innen dringen.

Bei einem Wanderschuh mit Gore- Tex kann man davon ausgehen, dass er wasserdicht ist. Jedoch ist es wichtig, dass Schmutz regelmäßig vom Schuh entfernt wird. Kommt dennoch Wasser in den Schuh, ist das Gore Tex- gerissen oder verschlissen.

Ein Wanderschuh mit Leder muss zuerst gut imprägniert werden und ist eher wasserabweisend als wasserdicht, er punktet dafür in anderen Dingen.

Frag dich aber einmal ob der Schuh unbedingt wasserdicht sein muss, oder ob wasserabweisend für deine Zwecke nicht vollkommen ausreichend ist.

Annika AnaniasExpertin für Wandern & Trekking

„Denkt daran, dass ihr neue Bergschuhe vor einer großen Wanderung gut einlaufen solltet. So könnt ihr eventuelle Druckstellen noch nachbessern und holt euch keine Blasen.“

Kann ich immer Steigeisen anbringen?

Steigeisen sind erst ein Thema in den Schuhkategorien C und D. Du weißt nicht genau ob du steigeisenfeste Schuhe benötigst? Scrolle einfach nach unten, dort haben wir uns mit der Frage beschäftigt „Wann benötige ich steigeisenfeste Bergschuhe?“.

Prinzipiell gibt es drei Kategorien von Bergschuhen:

  • Nicht steigeisenfeste Bergschuhe
  • Bedingt steigeisenfeste Bergschuhe
  • Voll steigeisenfeste Bergschuhe

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Wanderschuhe

Wie erkenne ich ob mein Bergschuh richtig sitzt?

Grundsätzlich solltest du dich in deinem Bergschuh richtig wohl fühlen und es sollte nichts zwicken oder drücken.

Nicht nur die Schuhgröße ist beim perfekten Wanderschuh entscheidend , sondern auch die Breite. Einige gute Outdoorschuhe sind somit auch in unterschiedlichen Breiten erhältlich.

Teste deine Schuhe am Besten am Abend, da die Füße im Laufe des Tages dicker werden. Prinzipiell gilt nicht zu groß und nicht zu klein, so wie nicht zu weit und nicht zu eng. Wenn du rein schlüpfst solltest du dich einfach gut fühlen und der Schuh sollte sich deiner Fußform anpassen.

Um den sicheren Halt zu testen, wandere etwas bergauf und bergab. So merkst du sofort ob der Schuh optimal sitzt.

Damit sich der Schuh schneller an deinen Fuß anpasst, wässere ihn einfach indem du durch die nasse Wiese oder kleine Bäche läufst.

Wie laufe ich meine Bergschuhe richtig ein?

Der perfekte Wanderschuh ist gefunden und steht für die erste Tour bereit. Aber Achtung! Nicht gleich los starten, zuerst solltest du deinen Bergschuh richtig einlaufen.

So läufst du ihn richtig ein:

  1. Gleich mit den passenden Socken einlaufen.
  2. Beim ersten Mal nicht gleich zu fest zuschnüren, es genügt wenn du ihn locker zumachst
  3. fange klein an und laufe einfach mal ein bisschen durch die Wohnung mit deinen neuen Schuhen
  4. Nun folgen erste kleine Spaziergänge, da kannst du auch gleich mal durch einen Bach laufen und die Schuhe wässern
  5. Jetzt noch eine etwas größere aber einfache Wanderung, wo du auch mal ein bisschen bergauf und bergab gehen solltest

Wenn du das beachtest, hast du dann bei der ersten anspruchsvollen Wanderung nicht mit Blasen und schmerzenden Stellen zu kämpfen.

Wie schnürt man Bergschuhe richtig zu?

Ausreichend Zeit nehmen um vor dem weggehen die Bergschuhe gut zuschnüren. Nach 30 min warmlaufen unbedingt noch mal nach binden.

Die Lasche der Schuhe mittig platzieren. So vermeidest du Druckstellen. Beim bergauf gehen schnüre den oberen Bereich, also den Schaft, etwas lockerer. Um jedoch blaue Zehen beim bergab gehen zu vermeiden, binde in der Beuge die Schuhe etwas fester.

Verwende unter deinen Wandersocken noch ein paar dünne Socken zusätzlich. So verlegt sich der Reibepunkt weg von deinen Füßen bis hin zu den beiden Sockenpaaren.

Wie pflege ich meine Outdoorschuhe richtig?

Wanderschuhe sind vielen Extremen ausgesetzt, Nässe, Kälte, Schmutz, Schweiß, Hitze usw. Du möchtest sie bestimmt solange wie möglich nutzen und da ist die richtige Pflege und Fürsorge sehr wichtig.

Beachte diese 5 Pflegehinweise und dir steht ein langjähriger Gefährte zur Seite:

  1. Nach dem Wandern jeglichen Dreck und Schmutz mit einem Schwamm oder einer Bürste und warmen Wasser entfernen.
  2. Ist der Schuh feucht geworden, sorge dafür dass er trocknet, jedoch nicht mit zu starker Wärmeinwirkung. Einfach Zeitungspapier rein stopfen und ihn langsam trocknen lassen
  3. Achtung bei Textilfasern, diese mögen keine Seifen oder ähnliches!
  4. Hin und wieder solltest du deine Schuhe imprägnieren, das machst du am besten wenn sie sauber aber noch nicht ganz trocken sind
  5. Nach dem Imprägnieren kannst du sie noch mit einer Wachscreme verwöhnen

Nach der Pflege kommt die Lagerung. Schuhbeutel oder Karton eignen sich besonders gut dafür. Such ihnen eine dunkles, trockenes, kühles aber auch luftiges Plätzchen dafür.

Tipp: Dass du die Imprägnierung erneuern musst, erkennst du daran dass das Wasser nicht mehr vom Schuh abperlt!

Welche Socken sind geeignet für meine Bergschuhe?

Bei den Socken stellt sich zunächst mal die Frage des Materials. Baumwollsocken, Kunstfaser oder doch Merinowolle? Hier könnt ihr kurz die Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien vergleichen.

Kunstfasersocken

Diese wirken sehr gut feuchtigkeitsregulierend, wärmen aber nicht ganz so gut wie Merinowollsocken.

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Vorteile
  • Guter Tragekomfort
  • Leitet Schweiß gut ab
  • Trocknen sehr schnell
  • Halten Füße länger warm
  • Verhindert Blasenbildung
Nachteile
  • Besser ist Kunstfasermix, statt reiner Kunstfaser
  • Geruchsbildung
  • Oft teurer

Baumwollsocken

Baumwollsocken sind allzeit beliebt und werden schon viele Jahre verwendet. Für den Wandersport jedoch gibt es mittlerweile bessere Alternativen. Die Baumwolle nimmt zwar den Schweiß sehr schnell auf aber leitet ihn schlecht ab. Feuchte Füße sind die unangenehme Folge.

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Vorteile
  • Natürlich
  • Nimmt Schweiß schnell auf
  • Preisgünstig
Nachteile
  • Leitet Schweiß schlecht ab
  • Feuchte Füße
  • Blasenbildung
  • Leichter kalte Füße

Merinowollsocken

Merinowolle wird aus dem Fell von Merinoschafen gewonnen. Sie erfreut sich zunehmender Beliebtheit, da sie toll wärmt und weder riecht noch juckt. Ein wahres Wundermaterial und optimal geeignet zum Wandern.

Willst du den perfekten Socken der weder riecht, toll wärmt und auch noch schnell trocknet, dann ist ein Mischsocken für dich genau das richtige. Merinowolle vereint mit Kunstfaser bietet alle Vorteile.

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Vorteile
  • Robust
  • Gute Anpassung an den Fuß
  • Verhindert Blasenbildung
  • Halten Füße länger warm
Nachteile
  • Oft teurer

Checkliste für die perfekten Socken:

  • Schnelle Trocknungseigenschaften
  • Keine Faltenbildung am Fuß
  • Leichte Polsterungen
  • Immer ein Ersatzpaar Wandersocken mitnehmen
  • Guter Tragekomfort
  • Atmungsaktiv

Welche Einlegesohlen sind gut für Bergschuhe?

Jeder Fuß ist anders und manche haben ihre besonderen Eigenheiten. Einlegesohlen helfen dir dabei mit diesen Eigenheiten fertig zu werden.

Besonders bei sehr breiten oder schmalen Füßen sind Einlegesohlen eine große Hilfe. Sie helfen dir Schmerzen zu verhindern, sind gut für deine Körperhaltung und für deine Gesundheit.

Hast du prinzipiell Probleme wie Senkfüße oder eine spezielle Fußform, solltest du dir unbedingt professionelle Hilfe suchen. Geh einfach mal zum Orthopäden und lass dich beraten. So kannst du dir viel Schmerz ersparen.

Einlegesohlen können dir aber auch helfen wenn der Schuh besonders hart ist. Es gibt extra dämpfende Einlegesohlen.

Kalte Füße? Ein bekanntes Gefühl für dich? Dann probiere einfach mal isolierende Einlegesohlen aus. So bleiben deine Füße auch bei kälteren Wandertagen schön warm.

Am Anfang fühlen sich die meisten Einlegesohlen wie Fremdkörper an. Wie auch Wanderschuhe müssen sie zuerst eingelaufen werden. Gib ihnen einfach etwas Zeit!

Wann benötige ich steigeisenfeste Bergschuhe?

Prinzipiell gibt es drei Kategorien von Bergschuhen. Bei nicht steigeisenfesten Bergschuhen gibt es keine Möglichkeit Steigeisen zu befestigen. Bei bedingt steigeisenfesten Bergschuhen können Leichtsteigeisen befestigt werden, oder Steigeisen mit Riemenbindung. Voll steigeisenfeste Bergschuhe weisen spezielle Vorrichtungen und Haltepunkte auf um Steigeisen optimal befestigen zu können,

Steigeisenfeste Bergschuhe benötigst du dann, wenn eine der folgenden Situationen zu trifft:

  • Wandern über Schneefelder
  • Wandern über Gletscher
  • Eisklettern
  • Stark geneigtes Gelände
  • Regelmäße Hochtouren

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.stadler-markus.de/bergausruestung/ausruestung/news/bergschuhe-und-wanderschuhe.html

[2] https://www.bergwelten.com/a/kleines-wanderschuh-lexikon

[3] http://www.wandersuechtig.de/nuetzliches/tipps-und-tricks/die-richtigen-wander-und-bergschuhe-damit-die-blasen-ausbleiben

[4] https://www.wanderschuhe.net/schuhpflege-tipps.html

Bildquelle: pixabay.com / LUM3N

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Martin Frankfurter
Martin Frankfurter